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Verizon verkauft Internet-Urgesteine AOL und Yahoo für die Hälfte des Kaufpreises

Verizon verkauft Yahoo wieder. (Foto: Katherine Welles / Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
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Sie waren über 300 Milliarden US-Dollar wert, Verizon bezahlte vor einigen Jahren noch knapp neun Milliarden. Jetzt hat der Medienkonzern AOL und Yahoo verkauft – für fünf Milliarden Dollar.

Die Älteren erinnern sich: In den 1990er-Jahren war AOL das Mittel der Wahl, um ins Internet zu kommen – nicht zuletzt für Tennisstar Boris Becker. Yahoo war das Google der 90er, bis es von Google abgelöst wurde. In den besten Zeiten der Dotcom-Ära hatte AOL eine Marktkapitalisierung von 200 Milliarden Dollar, bevor es 2015 für nur noch 4,4 Milliarden Dollar an Verizon verkauft wurde. Ähnlich sah es bei Yahoo aus, das einmal über 125 Milliarden Dollar wert war. Verizon zahlte bei der Übernahme noch 4,5 Milliarden Dollar. Jetzt stößt Verizon die beiden Urgesteine des Internets ab.

Apollo schnappt sich AOL und Yahoo

Wie The Verge berichtet, hat Verizon AOL und Yahoo an die Private-Equity-Firma Apollo Global Management verkauft. Der Deal soll einen Wert von rund fünf Milliarden Dollar haben. Verizon, das allerdings einen Anteil von zehn Prozent an dem Unternehmen behalten soll, kann damit fast die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises abschreiben. Im Rahmen des Verkaufs, der noch nicht offiziell bestätigt ist, gibt Verizon auch sein Ad-Tech-Geschäft ab. Sollte der Deal in trockenen Tüchern sein, dürfte damit das Ende von Verizons turbulenten Versuchen erreicht sein, in den Bereich Medienproduktion und Werbung einzusteigen, so Beobachter.

Zu den weniger erfreulichen Deals in diesem Zusammenhang dürfte etwa der Verkauf der Blogplattform Tumblr gehören. Für Tumblr hatte Verizon 2019 noch drei Millionen Dollar erlöst. Yahoo hatte dagegen dafür 2013 noch 1,1 Milliarden Dollar bezahlt. Der Verkauf von Huffpost an Buzzfeed im Jahr 2020 soll bei Verizon ein Loch von 119 Millionen Dollar in die Quartalsbilanz gerissen haben. AOL hatte 2011 noch 315 Millionen Dollar für die Newsseite von Arianna Huffington gezahlt.

Private-Equity-Firma sieht „enormes Potenzial“

Bei Apollo ist man jedenfalls der Meinung, mit der milliardenschweren Übernahme von AOL und Yahoo einen guten Deal gemacht zu haben. Sein Unternehmen freue sich darauf, das enorme Potenzial von Yahoo und seiner beispiellosen Markenwelt zu nutzen, zitiert The Verge den Apollo-Partner Reed Rayman. In den kommenden Jahren wolle Apollo das Wachstum von Yahoo beschleunigen. Dabei arbeite man weiter mit Verizon und dem aktuellen Yahoo-Chef Guru Gowrappan zusammen.

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