Porträt

Einkaufen bei Walmart, verkaufen bei Amazon: So macht dieser 28-Jährige Millionen

Einkaufstour bei Target. (Bild: Ryan Grant)

Billig einkaufen, teurer verkaufen – was abgeschmackt klingt, bringt dem US-Amerikaner Ryan Grant jedes Jahr Millionen. Dabei setzt der 28-Jährige auf Amazon.

Amazon: 28-Jähriger verkauft mit Profit

Das Modell ist sicher nicht neu und auch nicht unbedingt besonders einfallsreich – aber der 28-jährige US-Amerikaner Ryan Grant hat es perfektioniert: Billig einkaufen bei Rabattaktionen in großen Märkten wie Walmart oder Target und die Artikel teurer per Amazon wieder verkaufen. Innerhalb weniger Jahre hat Grant ein Business mit einem Millionenumsatz und mehreren Mitarbeitern auf die Beine gestellt, wie er gegenüber CNBC erzählt.

Ryan Grant: E-Commerce-Erfolg mit Fulfillment-Diensten von Amazon. (Bild: Ryan Grant)

Angefangen hat Grant 2013 allein und einem monatlichen Umsatz von drei- bis fünftausend US-Dollar. Mittlerweile ist das Team auf elf Mitarbeiter angewachsen. Pro Monat werden derzeit über 200.000 US-Dollar Umsatz gemacht und Ende dieses Jahres soll der gesamte Umsatz seit dem Start des Geschäfts vor vier Jahren auf acht Millionen US-Dollar angewachsen sein. Den größten Teil des Gewinns steckt Grant wieder ins Unternehmen, kann sich aber – wenn er Vollzeit arbeitet – rund 150.000 US-Dollar auszahlen.

Derzeit ist der E-Commerce-Profi allerdings nicht zuletzt mit dem Schreiben seines Blogs beschäftigt, wo Grant Interessierten Tipps gibt, wie sie sich ebenfalls als Online-Händler selbstständig machen könnten. So verrät Grant dort etwa, welche Tools und Services er selbst für den Handel bei Amazon verwendet und bietet Online-Kurse wie „How to Make $1,000 Per Month Selling on Amazon“ an.

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Aber wie genau funktioniert denn jetzt Grants Verkaufsstrategie. Laut dem CNBC-Interview hat Grant als Student damit begonnen, gebrauchte Lehrbücher günstig aufzukaufen und bei Amazon wieder zu verkaufen. Das brachte ihm einen Gewinn von etwa 10.000 US-Dollar pro Jahr. Gelernt hat Grant dabei, dass das selbstständige Verpacken und Verschicken ihm zu anstrengend ist. Stattdessen setzte er auf die Fulfillment-Dienste von Amazon.

Grant hängt Job an den Nagel und verkauft via Amazon

Als Grant sich einige Jahre später in seinem Job unzufrieden fühlte, erinnerte er sich an das Business aus Studienzeiten und beschloss, das Geschäft wieder aufzunehmen. Dieses Mal setzte der US-Amerikaner aber nicht mehr auf Lehrbücher, sondern auf ganz verschiedene Artikel wie Spielzeug oder Haushaltswaren. Als die Einkäufe überhand nahmen, mietete sich Grant ein eigenes Lager für die Pakete, die schließlich zu Amazon geschickt werden sollten.

Einer von Grants Erfolgsfaktoren: saisonale Effekte. Das E-Commerce-Team kauft etwa preisgesenkte Süßigkeiten nach Halloween oder herabgesetzte Weihnachtsdekoration nach dem Jahreswechsel. „Glaub es oder nicht, aber es gibt wirklich Leute, die diese Art von Artikeln auch außerhalb der Saison kaufen“, so Grant gegenüber CNBC. Natürlich machen auch Grant und seine Mitarbeiter Fehler, die manchmal Tausende US-Dollar kosten. Aber, so Grant, es läuft, und jeder könne das tun, was er mache. Man müsse nur die Arbeit hineinstecken.

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2 Kommentare
Fritz
Fritz

An die Redaktion, falls ihr es nicht wusstet, sowas nennt man Händler:
„Als Händler werden Personen oder Unternehmen bezeichnet, die Waren ankaufen und sie wieder verkaufen“ (https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4ndler)

Sorry, aber den Artikel hättet ihr euch sparen können.

Antworten
Jörn Brien

Danke für den Hinweis. Das Besondere, Interessante und darum auch Berichtenswerte ist nicht das DAS, sondern das WIE.

Beste Grüße

Jörn

Antworten

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