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Verrückte Bastelei: Wie ein MacBook Air durch eine externe Grafikkarte zum Gaming-Rechner wird

Abenteuerliches Wirrwarr: Die GeForce GTX 570 als eGPU an einem MacBook Air.

Ein amerikanischer Bastler hat sein MacBook Air mit einer sogenannten eGPU ordentlich aufgemotzt: Dank einer extravaganten Kombination aus Adaptern und Kabeln hat er eine herkömmliche PCI-Express-Grafikkarte via Thunderbolt an das Ultrabook angeschlossen und damit ordentliche Gaming-Performance aus dem Gerät herausgeholt.

eGPU: Externe Grafikkarten sind selten

Theoretisch sind externe Grafikkarten schon seit vielen Jahren bekannt, aber erst durch die hohen Bandbreiten von USB 3.0, Thunderbolt und PCI-Express machen solche externen Grafikkarten wirklich Sinn. Auch kommerziell wird die Technik inzwischen vertrieben, zum Beispiel verkauft Sony für seine VAIO-Geräte der Z-Serie das externe „Power Media Dock“. Dabei handelt es sich um eine eGPU-Einheit (External GPU) kombiniert mit einem optischen Laufwerk. Der Anschluss an das Notebook erfolgt mit Sonys proprietärer Light-Peak-Adaption (der gleichen Technik wie bei Apples Thunderbolt, jedoch gleicht der Anschluss dem USB-Formfaktor).

Die kommerzielle Ausführung einer eGPU in Form des Sony Vaio Z von 2011 samt externem „Power Media Dock“.

Die kommerzielle Ausführung einer eGPU in Form des Sony Vaio Z von 2011 samt externem „Power Media Dock“.

MacBook Air: Beliebtes Arbeitsgerät ohne Grafikpower

Analog zu einer kommerziellen Lösung hat sich der kalifornische Bastler Larry Gadea daran versucht, eine eGPU aus einer herkömmlichen Grafikkarte zu bauen. Als Basissystem dient Gadea allerdings ein MacBook Air im Elf-Zoll-Format mit Thunderbolt-Anschluss. Das Gerät arbeitet normalerweise mit der eher schwachen OnBoard-Grafik der Intel-CPU. Durch die externe Grafiklösung wird das MacBook Air zum ordentlichen Spiele-Rechner.

Abenteuerliches Wirrwarr: Die GeForce GTX 570 als eGPU an einem MacBook Air.

Abenteuerliches Wirrwarr: Die GeForce GTX 570 als eGPU an einem MacBook Air.

GeForce GTX 570 als eGPU mit Adaptern: PCI-X zu ExpressCard zu Thunderbolt

Als externe Grafikkarte setzt Gadea eine GTX570 von NVidia ein. Deren PCI-Express-Anschluss wird in einen „PCI-Express-zu ExpressCard“-Adapter gesteckt. Anschließend wird dieser Adapter mit einem „ExpressCard-zu-Thunderbolt“-Adapter verbunden. Anschließend kann das Kabel dann endlich in das MacBook eingesteckt werden. Zusätzlich benötigt die Grafikkarte noch ein eigenes ATX-Netzteil zur Stromversorgung. Insgesamt kosten die Komponenten für den Bau des Adapters rund 250 US-Dollar ohne Grafikkarte und Notebook.

Adapter ist nur mit Windows realisierbar

Auf der Software-Seite wird der Mac mit Windows 7 betrieben, denn die nötigen Software-Tools gibt es nur für Windows. Außerdem ist natürlich auch die Anzahl der Windows-Spiele ungleich höher als die Anzahl solcher Programme für Mac OS X. Der Lohn der Mühen: Je nach Anwendung ist die externe Grafikkarte um den Faktor fünf bis sieben schneller als die integrierte Grafikeinheit. Somit wird das MacBook Air dank der eGPU zum passablen Spiele-Rechner.

Die Grafikkarte wird mithilfe zweier Adapter von PCI-Express zu ExpressCard zu Thunderbolt „umgepolt“.

Die Grafikkarte wird mithilfe zweier Adapter von PCI-Express zu ExpressCard zu Thunderbolt „umgepolt“.

Alle weiteren Infos finden sich im entsprechenden Forenbeitrag von Larry Gadea.

via www.macrumors.com

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2 Kommentare
Moe
Moe

Was für ein sinnloser Akt!

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