Ratgeber

6 unglaublich nützliche iPhone-Gesten, die kaum jemand kennt

Mehr als nur swipen: Das iOS-Betriebssystem steckt voller geheimer Gesten. (Foto: dpa)

iPhone-Nutzer bedienen ihr Gerät oft komplizierter, als es Apple vorgesehen hat. Viele nützliche Fingergesten bleiben daher ungenutzt – mit spürbaren Einbußen für die Produktivität.

Ein Wisch mit dem Daumen nach oben öffnet den Homescreen, ein Wisch nach links die nächste Seite und wer den Zeigefinger von oben nach unten über das iPhone-Display zieht, gelangt in die Benachrichtigungszentrale. Soweit, so logisch: Diese Gesten kennen Apple-Nutzer seit Jahren in- und auswendig.

Viele iPhone-Gesten bleiben ungenutzt

Viele iPhone-Nutzer bedienen ihr Gerät komplizierter, als es Apple vorgesehen hat.

Trotzdem bedienen Nutzer ihr Gerät oft komplizierter, als es der Hersteller aus Cupertino vorgesehen hat. Da werden zum Beispiel mehrere App-Icons einzeln per Fingertipp ausgewählt, jeweils mehrere Sekunden lang umständlich gedrückt gehalten, nur um sie nacheinander in einem gemeinsamen Ordner auf dem Homescreen abzulegen. Dabei hat Apple das Verfahren bereits vor Jahren vereinfacht. Wie kann das sein? Eine mögliche Erklärung: Apple stellt auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz lediglich die wichtigsten Neuerungen rundum sein mobiles Betriebssystem iOS vor, neu hinzugefügte Fingergesten geraten da schnell in Vergessenheit. Auch das gute alte Benutzerhandbuch werden wohl nur wenige Nutzer zur Hilfe ziehen. Die Folge: Viele nützliche Fingergesten schlummern unentdeckt auf den Geräten, wodurch Zeit und Nerven verloren gehen.

6 iPhone-Gesten, die kaum jemand kennt

Wir haben deshalb einige der aus unserer Sicht hilfreichsten iPhone-Gesten für mehr Bedienkomfort gesammelt. Unter anderem zeigen wir, wie sich Apps beispielsweise innerhalb von Sekunden auf anderen Homescreens platzieren lassen, wie ihr mehrere Apps auf einmal in einem gemeinsamen Ordner ablegt oder wie ihr Textstellen in Chats und Online-Artikeln viel leichter kopieren und einfügen könnt als bisher.

Mehrere Apps gruppieren und in Ordner ablegen

Wir erwähnten bereits die komplizierte Ablage von mehreren iOS-Apps in Ordnern: Mussten Nutzer früher jede App noch einzeln auswählen und in den gewünschten Ordner auf dem iPhone-Homescreen schieben, hat Apple das Verfahren inzwischen erheblich vereinfacht. So gehts: Haltet die erste App solange gedrückt, bis sie wackelt und im Bearbeitungsmodus ist. Nun verschiebt ihr sie mit dem Daumen und wählt gleichzeitig mit dem Zeigefinger weitere Apps aus, die dem Ordner hinzugefügt werden sollen. Die so gesammelten Apps (die Anzahl wird durch eine kleine Zahl angezeigt) lassen sich jetzt in einen neuen oder vorhandenen Ordner ziehen.

iPhone-Gesten: Mit zwei leicht zu merkenden Gesten lassen sich Apps gruppieren und in Ordnern ablegen. (Bild: t3n)

iPhone-Gesten: Mit zwei leicht zu merkenden Gesten lassen sich Apps gruppieren und in Ordnern ablegen. (Bild: t3n)

Apps ratzfatz auf anderen Homescreen schieben

Wer viele Apps auf seinem iPhone installiert hat, möchte sie gelegentlich anordnen. Wird eine App etwa oft genutzt, wandert sie auf die erste Seite des Homescreens. Was selten genutzt wird, hingegen auf die zweite oder dritte Seite.

Viele Apple-Nutzer halten sich dafür an die gewohnte Abfolge: App gedrückt halten bis sie wackelt, an den Rand des Homescreens ziehen bis dieser umblättert und an gewünschter Stelle loslassen. Oft ist das aber fricklig, weil das Display erst spät reagiert oder die App versehentlich in einen Ordner geschoben wird. Leichter geht es mit dieser Methode: App per Daumen gedrückt halten bis sie wackelt, etwas verschieben und anschließend mit dem Zeigefinger zum gewünschten Homescreen umblättern – dann App loslassen. Tipp: Das geht übrigens auch mit mehreren Apps gleichzeitig. Dazu einfach die Apps zuerst wie oben beschrieben gruppieren.

iPhone-Gesten: Ganz ohne Daumenakrobatik lassen sich Apps auf andere Homescreens verschieben. (Bild: t3n)

iPhone-Gesten: Ganz ohne Daumenakrobatik lassen sich Apps auf andere Homescreens verschieben. (Bild: t3n)

iPhone-Tastatur als Trackpad nutzen

Vielschreiber kennen das Problem: Man möchte eine längere Textnachricht etwa per Whatsapp senden, entdeckt vor dem Abschicken aber noch einen Rechtschreibfehler. Um diesen zu korrigieren, tippen iOS-Nutzer normalerweise mit dem Zeigefinger auf das fehlerhafte Wort in der Hoffnung, dass der Cursor dort hinspringt. Leider klappt das nicht immer. Entweder öffnet sich versehentlich das Kontextmenü oder der Cursor springt nur zum Anfang oder Ende des Wortes, obwohl der Tippfehler dazwischen liegt. Statt das Wort erst löschen und neu schreiben zu müssen, lässt sich ein Trick anwenden: Drückt mit einem Daumen kräftig auf die iPhone-Tastatur, bis diese leicht ausgraut. Jetzt aktiviert sich der sogenannte Trackpad-Modus, sodass ihr den Cursor per Wisch über die Tastatur frei an eine beliebige Textstelle platzieren könnt.

iPhone-Gesten: Die iOS-Tastatur lässt sich zum Trackpad umfunktionieren. (Bild: t3n)

iPhone-Gesten: Die iOS-Tastatur lässt sich kinderleicht zum Trackpad umfunktionieren. (Bild: t3n)

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung