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Vertreter von Zentralbanken diskutieren mit Verantwortlichen von Libra

Heute wird in Basel über die Kryptowährung Libra diskutiert. (Foto: Shutterstock)

Kommt die Facebook-Währung Libra in naher Zukunft nach Europa oder eher doch nicht? Über diese Frage wird derzeit nicht nur auf der politischen Ebene in Deutschland diskutiert. Am heutigen Montag treffen sich in Basel im Rahmen eines ersten Gesprächs dieser Art Vertreter von Libra und insgesamt 26 Zentralbanken.


Von der Zusammenkunft zwischen den Bankenvertretern und Libra berichtet die Financial Times. Unter den angesprochenen Banken befinden sich unter anderem die Bank of England und die Federal Reserve.

Leiten wird das Treffen Benoît Coeuré von der Europäischen Zentralbank (EZB), der bereits im Vorfeld klarmachte, dass die Hürden für Libra, um in der EU tätig zu werden, sehr hoch seien. Die Libra-Verantwortlichen sind deshalb eingeladen worden, um einige Schlüsselfragen zur Währung zu beantworten.

Europäische Staaten skeptisch

Wie erfolgreich das Meeting aus Sicht von Libra beziehungsweise Facebook läuft, bleibt abzuwarten – vor allem deshalb, weil die europäischen Staaten extrem skeptisch sind.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire äußerte unlängst erhebliche Bedenken und machte im Rahmen einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) deutlich, dass man unter den jetzigen Umständen eine Entwicklung von Libra auf europäischem Boden nicht erlauben könne. Grund seien die erheblichen Risiken, die ein Zahlungsmittel in den Händen eines Privatunternehmens berge.

Kritik der Bundesregierung

Auch in Deutschland gibt es zahlreiche kritische Stimmen. Da Stablecoins wie Libra an Staatsanleihen und Währungen gekoppelt sind, hat die Bundesregierung die Sorge, dass es aufgrund der Nachfrage zu Verzerrungen am Markt kommen könne.

Laut Handelsblatt habe die Bunderegierung zudem geäußert, dass man eine Verschiebung des Kreditgeschäfts befürchte – und zwar vom Bankenwesen hin zum Stablecoins-Umfeld.

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