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Ratgeber

Warum noch reisen? Technik und Lösungen für Video-Konferenzen

(Screenshot: Microsoft)

Bis vor wenigen Jahren war noch spezielle, teure Hard- und Software notwendig, wenn Nutzer per Bildschirm kommunizieren wollten. Heute bieten Lösungen diese Möglichkeit zumeist kostenlos an.

Wer heute ein Meeting oder auch nur ein One-to-One-Gespräch per Videokonferenz führen will, der braucht dazu keine speziellen Videowände oder dedizierte Konferenzräume, wie sie manchmal noch in Filmen aus den siebziger Jahren zu sehen sind: Schon Standard-PCs sowie fast alle Laptop- und Notebook-Systeme sind mit einer Videokamera ausgerüstet oder können leicht um ein entsprechendes USB-Gerät erweitert werden. Die Software wird teilweise bereits mit dem Betriebssystem geliefert oder lässt sich aus dem Web herunterladen. Manchmal können sogar gleich alle Aktionen direkt im Browser ablaufen. Auf den modernen Smartphones stehen die benötigten Ressourcen in der Regel sowieso zur Verfügung, sodass Nutzer auf diese Weise ebenfalls leicht Teil einer Onlinekonferenz werden können.

Was sollte eine moderne Videokonferenz-Lösung bieten können?

Bei der Betrachtung des Marktes muss man zwischen privaten und professionellen Nutzern unterscheiden: Für private eignet sich schon der Videoanruf per Whatsapp. Große Unternehmen oder kleinere und mittelgroße Betriebe sowie „Einzelkämpfer“ im Homeoffice brauchen aber mehr als nur ein Video des Gegenüber. Einige wichtige Features, die eine solche Lösung aufweisen sollte:

  • Möglichkeit für Teilnehmer, sich auch per Festnetz-Telefon an der Konferenz (möglichst nicht mit einer Telefonnummer in Übersee) einwählen zu können
  • Bildschirmfreigaben (Screensharing)
  • Aufzeichnung der Sitzung/Konferenz

Das Screensharing ist aktuell eine der wesentlichen Funktionen solcher Software und kann die entscheidende Grundlage für eine Zusammenarbeit über das Internet sein. Das zeigt sich auch daran, dass zunehmend „Whiteboard“-Systeme wie Microsofts Surface Hub ihren Platz in den Unternehmen finden. Die Vorteile des „Bildschirmteilens“ liegen auf der Hand: Alle Teilnehmer sehen dasselbe Fenster, denselben Desktop oder das gleiche Dokument und können die Unterlagen je nach Software auch via Fernsteuerung teilen. Bei fast allen Lösungen kann der Initiator des Meetings die Rolle des Präsentators „on the fly“ auch an einen anderen Teilnehmer übergeben (und auch wieder zurückholen). Sowohl Supportaufgaben aller Art als auch Formen der Vertriebsdemonstrationen und -präsentationen können ebenso wie Webinare von diesen Vorteilen profitieren. t3n hat sich einige der aktuell verfügbaren Systeme und Lösungen rund um die Themen Video-Konferenz und Online-Meeting angeschaut.

Goto Meeting: Neuer Anbieter, bekannte Infrastruktur

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Goto Meeting gehört ebenso wie Webex zu den Veteranen der Video-Konferenz-Anwendungen. Das Produkt wurde von Citrix erfolgreich auf den Markt gebracht und lange Zeit auch entsprechend unterstützt. Mitte 2016 verkaufte Citrix den zuvor schon in „Citrix Goto“ abgenabelten Bereich an den bisherigen Konkurrenten Logmein, ein Unternehmen, das zunächst mit Lösungen speziell für den Remote-Desktop-Zugriff via Cloud gestartet war. Ein Jahr nach der Übernahme können langjährige Goto-Meeting-Nutzer beruhigt sein – die Software funktioniert wie gehabt und wer beim Wechsel im Browser oder in der Goto-Meeting-Anwendung genau hinschaut, wird immer wieder den Namen „Citrix“ im Pfad finden.

Goto Meeting ist bei vielen IT-Profis nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil es ohne Konfigurationsaufwand seitens des Nutzers auch in Netzen, die durch den Einsatz von Proxy-Servern und Firewalls geschützt sind, fast immer problemlos funktioniert. Das konnten wir auch bei diesen Tests wieder bestätigen. Wir raten jedoch dazu, nach Möglichkeit die herunterladbare Desktop-Variante der Lösung einzusetzen, da es dort für den Nutzer sehr einfach ist sowohl ad hoc als auch geplant eine Konferenz aufzusetzen.

Innerhalb der Konferenz sind die Möglichkeiten und Menüs weitgehend selbsterklärend: Die Software stellt die Funktionen in einer übersichtlichen Leiste mit aufklappbaren Punkten im Hauptmenü dar. Das Ganze ist modular aufgebaut, sodass der Benutzer die verschiedenen Funktionen vom Fenster abkoppeln und frei auf dem Desktop positionieren kann. Der Moderator kann seinen kompletten Bildschirm oder auch nur einen Teil für die anderen Konferenzteilnehmer freigeben. Bild- und Tonqualität konnten während des Tests und auch im täglichen Einsatz im Lauf der vergangenen Jahre überzeugen. Steht die entsprechende Hardware zur Verfügung, sind Videokonferenzen in HD möglich. Die drei von uns geforderten Kriterien Teilnahme per Festnetz-Telefon, Screensharing und Aufzeichnung der Sitzung erfüllt Goto Meeting ebenfalls. Wer Goto Meeting zunächst einmal testen will, kann dies 14 Tage lang kostenlos tun.

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Eine Reaktion
hannakoch

Sehr guter Artikel, der zusammenfassend die Dinge in die richtige Perspektive rückt und beim Vergleichen der unterschiedlichen Videokonferenz-Plattformen eine beeindruckende Arbeit geleistet hat. Allerdings bin ich überrascht, dass der Autor nicht Blizz in diese Liste aufgenommen hat. Blizz von TeamViewer ist ein deutsches Produkt – wie kommt es, dass man es nicht aufgeführt hat? Als jemand, der den größten Teil des Tages an Online Meetings teilnimmt, darf ich behaupten, dass Blizz genau das macht, was es soll, und manchmal sogar besser als einige der in Ihrem Artikel vorgestellten Plattformen. Ich schlage vor, einen Blick darauf zu werfen und eventuell die Liste zu komplettieren

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