Ratgeber

Blickkontakt statt Handshake: Videokonferenz-Systeme im Überblick

Wollt ihr im Webmeeting nicht mit schlechtem Bild und Ton auffallen, braucht ihr eine vernünftige Lösung für Videokonferenz-Systeme. (Foto: Logitech)

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Für ein Geschäftsgespräch von Angesicht zu Angesicht muss man nicht reisen und sich die Hände schütteln. Welche Videokonferenz-Systeme euch ebenfalls prima Blickkontakt ermöglichen, erfahrt ihr hier.

Es gibt viele gute Gründe für Videokonferenzen. Nicht zu reisen spart Geld, Zeit und Papierkram. Die Umwelt schont es obendrein. Außerdem könnt ihr flexibel an Meetings teilnehmen, selbst wenn ihr mal im Homeoffice festsitzt. Und sollte euch eine fiese Viruserkrankung ans Bett fesseln, zeichnen die Kollegen das virtuelle Treffen einfach auf. Persönlicher als eine E-Mail, eine Slack-Nachricht oder ein Telefongespräch ist eine Videokonferenz sowieso.

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Für gelegentliche Eins-zu-Eins-Gespräche reicht es zwar völlig, eine Webcam an den Laptop zu klemmen. Doch für wichtige Besprechungen in größerer Runde sind ausgewachsene Videokonferenz-Systeme besser geeignet. Worauf solltet ihr achten, wenn ihr euch Technik für Webmeetings anschaffen wollt? Wir erklären für Einsteiger, was man braucht und was es gibt.

Was ihr über Videokonferenz-Systeme wissen müsst

Was man braucht? Ist doch klar: Kamera, Mikro und einen Bildschirm mit Lautsprecher, auf dem man die anderen sieht. Klingt einfach, aber ab hier wird es kompliziert. Denn es gibt eine große Auswahl für unterschiedliche Raumgrößen und Qualitätsansprüche.

Los geht es mit kompakten All-in-One-Systemen, die Aufnahme und Wiedergabe in einem einzigen Gerät kombinieren. Je nach Wunsch hängt das Ganze auch schon in einem Gestell mit ein oder zwei Bildschirmen oder ihr ergänzt das ansonsten komplette Videokonferenz-System mit einem Display eurer Wahl. Alternativ könnt ihr euch die Hardware-Komponenten in Sets zusammenstellen lassen und Räume individuell mit Technik ausstatten.

Ohne Videokonferenz-Software bleibt die beste Hardware stumm und blind. Doch welche ihr nehmt, ist schon eine entscheidende Systemfrage. Denn größere Lösungsanbieter wie Cisco, Avaya und Lifesize liefern ihre eigene Software gleich mit. Die läuft dann wahlweise auf einem speziellen Steuercomputer mit Touchdisplay vom Anbieter oder auf einem herkömmlichen Rechner. Geschäftskalender und Mitarbeiterverzeichnisse lassen sich darin durchaus integrieren. Aber gegenüber anderen Kollaborations- und Videolösungen schotten sich die Systemanbieter oft ab. Der Vorteil von Anbietern wie Cisco: Ihr Sortiment deckt unterschiedliche Einsatzzwecke ab.

Wollt ihr stattdessen Skype for Business, Microsoft Teams oder Zoom* verwenden, weil die Firma eh für diese Abos zahlt, braucht ihr Hardware, die dafür offen ist. Schaft ihr euch Videokonferenz-Systeme an, kommen die Software-Abos zum Hardware-Kauf immer dazu. Poly (ehemals Polycom) hat neben einem eigenen geschlossenen System auch Lösungen für Microsoft-Dienste im Programm. Ebenso bieten Lenovo* und Logitech* Hardware-Komponenten, die mit Skype und Teams klarkommen. Logitech-Technik versteht sich ferner auch mit Google Meet und Zoom* Rooms.

Auf der Suche nach der richtigen Lösung führt am Ende kaum ein Weg an einem Medientechnik-Dienstleister vorbei, der euch berät und das ganze System installiert. Denn mit einer Do-it-yourself-Mentalität seid ihr angesichts der Fülle an Optionen mit eurem Latein schnell am Ende und verrennt euch womöglich in einem Fehlkauf.

Auf Videokonferenz-Lösungen spezialisiert sind überregionale Dienstleister wie etwa Dekom, MVC und GMS. Aber auch IT-Systemhäuser wie Bechtle und Cancom sind in diesem Bereich präsent. Mit folgendem Überblick seid ihr vor einem Beratungsgespräch schon einmal grundlegend vorinformiert.

Kompakte Videokonferenz-Systeme für kleine Besprechungsräume

Kleine Besprechungsräume, auch Huddle Rooms genannt, müsst ihr für Videokonferenzen nicht gleich in ein Studio umbauen. Mit wenig Aufwand lässt sich ein kompaktes Raumsystem einrichten, das für fünf bis zehn Teilnehmer reicht.

Dabei handelt es sich um Komplettsysteme, in denen alles drinsteckt, was ihr für Übertragung und Empfang braucht. Das umfasst natürlich Kamera und Mikro. Aber anders als in einer Webcam am Laptop beinhaltet das System auch hochwertige Steuerhardware mit leistungsstarken Codecs, die Echos gut unterdrücken und Bilder von Artefakten und Rucklern freihalten – einen schnellen Breitbandanschluss vorausgesetzt.

Poly Studio X50 als Beispiel für kompakte Videokonferenz-Systeme

Komplettsysteme in Soundbar-Bauform wie das Modell Poly Studio X50 lassen sich einfach an einen Fernseher montieren. (Foto: Poly)

In manchen Fällen bieten diese Videokonferenz-Systeme buchstäblich eine All-in-One-Lösung, weil die ganze Technik über ein Gestell verbunden an ein bis zwei Monitoren hängt. Das ist zum Beispiel beim System Avaya IX Executive XTE240 sowie bei den Varianten von Cisco Webex Room der Fall.

Alternativ bieten diese beiden und andere Hersteller aber auch Komplettsysteme an, die wie eine TV-Soundbar aussehen. Die befestigt ihr dann an einem Display eurer Wahl. Mitunter müsst ihr noch eine separate Box mit Codec-Hardware verstauen. Bei Cisco heißen entsprechende Produkte Webex Room Kit oder nur Room Kit. Poly hat die Varianten Poly Studio und Poly Studio X im Programm. Avaya bietet mit der IX Collaboration Unit CU360, IX Huddle Camera HC020 und IX Huddle Camera HC050 entsprechende Modelle an.

Ferner sind Komplettsysteme mit Touchscreen und integrierter Kamera als digitale Whiteboards erhältlich. Dann taugt das Display auch zum Kollaborieren statt nur zum Konferieren. Dazu zählen zum Beispiel das Cisco Webex Board oder das Microsoft Surface Hub 2S, das ihr allerdings noch um eine Aufsteckkamera ergänzen müsst. Der Vorteil: Das fahrbare Gestell lässt sich schnell von einem Raum zum anderen rollen. Praktisch, wenn ihr nicht immer und überall ein fest installiertes System benötigt.

Surface Hub 2 als Beispiel für mobile Videokonferenz-Systeme

Der Surface Hub 2S ist, ergänzt um eine Kamera, ein Beispiel für mobile Videokonferenz-Systeme. (Foto: Microsoft)

Agenturen, Anwaltskanzleien, Ingenieurbüros und Architekturbüros und alle anderen Unternehmen mit kleineren Besprechungsräumen sind mit Kompaktsystemen, sei es als All-in-One- oder als Kit-Lösung, gut bedient.

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2 Kommentare
Lonesome Walker

Bäh, das ist ja Schleichwerbung für Systeme, die in der Vergangenheit nicht gerade durch Leistung (sondern eher Ausfall) aufgefallen sind.

Wo bleibt da die objektive Berichterstattung?

open source Alternativen?

Antworten
manigor
manigor

Eine opne source alternative ist das System von Stromdao:

https://stromdao.de/videokonferenz – schnell und unkompliziert mit Homeoffice Kollegen und Freunden zusammenschalten“ hatte Zoerner am 19. März unter #wirbleibenzuhause auf Twitter die Stromdao- Plattform für Video- und Telefonkonferenzen für private und professionelle Anwendung zur Verfügung gestellt.

Am besten den vorgeschlagenen Namen der Plattform verwenden. Dann ist die Telko auch sicher. Konfernzräume mit Namen wie „123“ könnten zu überschneidungen führen.

Antworten

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