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Vier-Milliarden-Deal geplatzt: AMS kann Osram nicht übernehmen

Osram: Den charakteristischen Schriftzug hat wohl jeder schon mal gesehen. (Foto: 360b / Shutterstock)

Der österreichische Chip-Hersteller AMS ist zunächst an der Übernahme des Beleuchtungsherstellers Osram gescheitert. Wie am heutigen Abend bekannt wurde, konnte AMS nicht genügend Aktionäre vom Verkauf ihrer Anteilspapiere überzeugen.

62,4 Prozent der Osram-Anteile wollte AMS kaufen. Wir haben bei t3n hier darüber berichtet. Schlussendlich wurden dem Unternehmen jedoch nur 51,6 Prozent der Aktien angedient. Damit ist die Übernahme in der geplanten Form zunächst gescheitert.

Übernahmesituation erscheint verfahren

Das gleichermaßen am Kauf interessierte Investorenkonsortium um Bain Capital wird aber wohl ebenfalls nicht zum Zuge kommen. AMS hält nämlich inzwischen rund 20 Prozent der Osram-Anteile. Damit dürfte die für eine Übernahme üblicherweise geforderte Aktienmehrheit von 75 Prozent für die Finanzinvestoren kaum zu erreichen sein.

Für Osram ist die Situation unbefriedigend, weil sie die Problemlage des Unternehmens nicht löst. Vorerst bleibt das Unternehmen bei steigenden Verlusten wirtschaftlich selbständig. Die Umsatzerwartungen hatte Osram bereits deutlich nach unten korrigiert.

AMS blebt angesichts vieler Anteile optimistisch

Wegen seines bereits erheblichen Aktienanteils von rund 20 Prozent an Osram sieht AMS-Chef Alexander Everke die Übernahme noch nicht als endgültig gescheitert an. Vielmehr wolle er nun mit Osram-Chef Olaf Berlien über alternative Wege sprechen, die Übernahme doch noch zu vollziehen. Immerhin habe sich an der ursprünglichen Sachlage nichts geändert, erklärte er gegenüber dem Standard.

Laut Berlien ist indes auch die Finanzinvestorengruppe noch im Rennen. Diese schauten zurzeit noch in die Bücher des Unternehmens, um sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage zu verschaffen.

IG Metall bekräftigt Ablehnung von AMS

Unterdessen bekräftigte die IG Metall ihre Ablehnung gegenüber der Übernahme durch AMS. Ihr macht vor allem die Tatsache Sorge, dass AMS den Kauf komplett über Kredite finanzieren müsste. Das sei eine zu hohe Hypothek, die das Unternehmen von Beginn an in seiner Existenz gefährden würde.

Passend dazu:  Optoelektronik: Osram will sich von AMS für 4,3 Milliarden kaufen lassen

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