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Virtuelle Währung: Bitcoin-Alternative Document Coin setzt auf Reputation

Mit Document Coin will der US-amerikanische IT-Spezialist J. Chris Anderson eine neue virtuelle Währung etablieren, die im Gegensatz zu Bitcoin für alle Internetnutzer leicht zugänglich sein soll. Anderson will damit die Einstellung der Menschen zu Geld auf den Kopf stellen.

Die virtuelle Währung Bitcoin hat in den vergangenen Monaten große Wellen geschlagen. J. Chris Anderson, Mitgründer und Chefprogrammierer des US-Datenbankanbieters Couchbase, will der Kombination aus kryptographischer Berechnung und Transaktionen via Peer-to-Peer-Netzwerk nun eine Alternative entgegensetzen. Document Coin nennt Anderson sein digitales Währungsprojekt, dessen Wert sich anhand der persönlichen Reputation seines Besitzers berechnen soll.

Document Coin: Virtuelle Währung für alle

Dadurch wäre es möglich, dass ein und dieselbe Einheit dieser virtuellen Währung in unterschiedlichen Situationen einen anderen Wert hat. Ziel sei es, so Anderson, dass die Menschen ihre Idee von Geld komplett neu überdenken. Anders als Bitcoin soll Document Coin allen Menschen zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Der Wert jeder dieser virtuellen Währungseinheiten soll komplett subjektiv bestimmt sein, abhängig davon, wer und zu welchem Zeitpunkt die Währung erstellt.

Virtuelle Währung Bitcoin bekommt Konkurrenz

Virtuelle Währung: Bitcoin bekommt Konkurrenz (Bild: ulifunke.com/bitcoin.de)

So könnte eine von Internet-Vordenker Tim O’Reilly erstellte „Münze“ in Tech-Kreisen deutlich mehr wert sein als unter Musikern. Anderson vergleicht seine Vorstellung von Document Coin mit einer Mischung aus Social Network und dem Sammeln von Baseballkarten. Allerdings gibt Anderson zu, dass seine virtuelle Währung nur begrenzt einsetzbar sein wird. Er sieht das Ganze als eine Art verrücktes Kunstprojekt.

Um künftig eine Document Coin zu handeln, wird eine Kopie der virtuellen Münze mit einem neuen, einzigartigen kryptographischen Schlüssel erstellt. Das ursprüngliche Original könne zwar gespeichert werden, jedoch würde der Document Coin, der auf dem Markt angeboten wird, dem betrügerischen Verkäufer seine Reputation kosten und niemand würde mehr mit ihm handeln. Einen Code hat der Programmierer noch nicht veröffentlicht. Sein Projekt soll aber über die Open-Source-Gemeinde neue Impulse in Sachen Verschlüsselungstechnologien erhalten.

via www.wired.com

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