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VLC Media Player: Schwere Sicherheitslücke ist doch harmlos

(Foto: Pe3k / Shutterstock)

Das CERT des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Warnmeldung vor einer schweren Sicherheitslücke im VLC Media Player herausgegeben. Das stellte sich nun als falsch heraus.

In der aktuellen Version 3.0.7.1 des beliebten Audio- und Videoplayers VLC Media Player könne eine noch ungepatchte Sicherheitslücke für Angriffe von außen missbraucht werden, hieß es. Das Computer Emergency Response Team (CERT) des BSI stufte das Risiko als hoch ein. Wie jetzt bekannt wurde, wurde fälschlicherweise ein unbedeutender Fehler als schwere Sicherheitslücke bezeichnet.

VLC: Problem in veralteter Version vorhanden

Laut CERT ermöglichte die Schwachstelle die Ausführung von beliebigem Programmcode auf den betroffenen Rechnern. Zudem könnten Angreifer „einen Denial-of-Service-Zustand herstellen, Informationen offenlegen oder Dateien manipulieren.“ Die National Vulnerability Database, die unter dem Dach des US-Handelsministeriums geführt wird, stufte die Gefahr als „kritisch“ ein und vergab einen Score von 9,8/10. Betroffen sei die Demuxing-Komponente für MKV-Dateien, also Dateien im Matroska-Videoformat. Da es sich beim Demuxer allerdings um eine essenzielle Komponente handelt, die nicht permanent angepasst werden muss, hielt sich die Vermutung, VLC sei schon länger von dieser Sicherheitslücke betroffen.

Im ursprünglichen Bugreport wurde auch vermerkt, dass der VLC-Player in der aktuellen Version 3.0.7.1 abstürzen würde. Das ist allerdings nicht wahr, sodass die Videolan-Entwickler den dort beschriebenen Fehler nur schwer nachvollziehen können. Die Entwickler vermuten, dass der Entdecker des Fehlers den Player in der Bibliothek Libebml des Matroska-Projekts genutzt hat. Hier wird dieser allerdings lediglich als Abhängigkeit genutzt und das Problem sei laut Matroska-Projekt bereits vor über einem Jahr behoben worden. Das Problem sei einfach, dass einige Linux-Distributionen dieses Update noch nicht an ihre Nutzer ausgerollt haben. In der aktuellen Version existiert also gar keine akute Sicherheitslücke.

Mittlerweile hat auch CERT reagiert und das Risiko des Fehlers nur noch als niedrig eingestuft. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass der Fehler in der Libebml gefunden wurde und mit der Version 3.0.3 des VLC-Media-Players behoben wurde.

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