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22-Milliarden-Deal mit VMware-Aktionären: Kompliziertes Börsen-Comeback für Dell

Dell strebt Börsen-Comeback an. (Foto: Ken Wolter/Shutterstock.com)

Nach fast fünf Jahren Abstinenz will PC-Hersteller Dell zurück an die Börse. Die Notierung soll über einen komplizierten Deal mit den Aktionären der Dell-Tochter VMware erfolgen.

Über ein Börsen-Comeback von Dell wird schon länger spekuliert. Anfang des Jahres hieß es, Dell überlege, sich von der Tochter VMware kaufen zu lassen – und so an die Börse zurückzukehren. Die Rede war vom größten Tech-Deal aller Zeiten. Jetzt hat der PC-Herstellung einen offiziellen Plan verlautbart, wie das Manager-Magazin berichtet. Dabei spielt VMware zwar auch eine Rolle, das Ganze klingt aber ungleich komplizierter.

2013 hatte Dell-Gründer Michael Dell den Konzern gemeinsam mit Finanzinvestoren für rund 25 Milliarden US-Dollar gekauft und Dell von der Börse genommen. Zusammen mit der 67 Milliarden Dollar schweren Übernahme von EMC – über die Dell in den Besitz von 80 Prozent der VMware-Aktien kam – sorgte das kostspielige Delisting für einen großen Schuldenberg. Dell zufolge sollen sich die Verbindlichkeiten auf knapp 38 Milliarden Dollar belaufen.

Dell will VMware-Aktien kaufen oder tauschen

Mit der jetzt angekündigten Rückkehr an die Börse sollen die Milliardenschulden abgebaut werden. Der Deal wäre insgesamt 22 Milliarden Dollar schwer und sähe so aus: Dell-Tochter VMware ist laut Manager-Magazin über sogenannte Tracking-Aktien an der Börse notiert. Besitzern dieser Aktien bietet der PC-Hersteller 109 Dollar in bar oder 1,3665 Anteilsscheine von Dell Technologies an. Außerdem soll es eine Sonderdividende in der Höhe von weiteren elf Milliarden geben.

Nachdem die Transaktion abgeschlossen ist, sollen Dell-Papiere der Klasse C an der New Yorker Börse gehandelt werden. Michael Dell, der das gleichnamige Unternehmen 1984 gegründet hat, hält noch rund 72 Prozent der Anteile an Dell. Der einstige Branchenprimus ist nach HP und Lenovo derzeit die Nummer drei am PC-Markt. In den vergangenen Jahren setzte Dell stärker auf das Software- und Cloud-Geschäft.

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