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Größter Tech-Deal aller Zeiten: VMware könnte Dell kaufen

Es könnte der größte Tech-Deal aller Zeiten werden und ein reichlich ungewöhnlicher: Dell überlegt angeblich den Verkauf an VMware – an dem der Computerhersteller selbst 80 Prozent hält.

Schon seit einigen Tagen werden immer wieder Gerüchte laut, dass Dell nach vier Jahren Abstinenz die Rückkehr an die Börse plant. Jetzt könnte das Comeback auf einem reichlich ungewöhnlichen Weg erfolgen, wie CNBC berichtet. Demnach prüft Dell den eigenen Verkauf an VMware – das seit der EMC-Übernahme im Jahr 2015 zu 80 Prozent Dell gehört. CNBC beruft sich dabei auf mit dem Thema betraute Personen.

VMware: Dell könnte sich von der eigenen Tochter kaufen lassen. (jejim/Shutterstock.com)

Der sogenannte „Reverse-Merger“ könnte der größte Deal in der bisherigen Tech-Geschichte werden, heißt es in dem Medienbericht. Bisher steht in diesem Ranking der 67-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Dell und EMC ganz oben. VMware war nach einem starken Kursanstieg seiner Aktie in den vergangenen Monaten rund 60 Milliarden US-Dollar wert. Nach Bekanntwerden der angeblichen Merger-Pläne rutschte der Aktienkurs von VMware am Montagabend um über 13 Prozent ab.

US-Steuerreform zwingt Dell an die Börse

Der Grund für die Börsenpläne von Dell und die dazugehörende Erwägung, sich von der eigenen Tochter kaufen zu lassen, liegt laut Handelsblatt in der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump begründet. Die sorgt offenbar dafür, dass Dell die Zinszahlungen für seine 50 Milliarden Dollar schweren Verbindlichkeiten nur noch zu einem kleinen Teil von der Steuer absetzen kann. Einen offiziellen Börsengang, der mit aufwendiger Vorbereitung verbunden wäre, will Dell demnach durch den eigenen Verkauf umgehen.

Der Verkauf ist aber nur eine von mehreren strategischen Optionen, die Dell derzeit prüfe, heißt es bei CNBC. Demnach seien auch ein Kauf der restlichen VMware-Anteile sowie andere Zukäufe möglich. Welchen Weg Dell einschlägt, könnte sich schon im Februar entscheiden, wenn sich der Aufsichtsrat des Unternehmens trifft. Weder Dell noch VMware haben sich zu dem CNBC-Bericht bisher geäußert.

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