Analyse

Volkswagen I.D. „Crozz“: Elektrischer und autonomer Crossover

VW. I.D. Crozz. (Bild: Volkswagen)

Mit dem I.D. Crozz präsentiert Volkswagen nach dem I.D. Buzz und dem I.D. nun einen vollelektrischen Crossover als viertüriges SUV-Coupé, der bereits 2020 auf den Markt kommen soll. 

Volkswagen will auf der in den kommenden zehn Tagen stattfindenden Shanghai Auto Show einen weiteren Ausblick auf die Elektrofahrzeug-Strategie der Wolfsburger geben.

Die offizielle Vorstellung des I.D. Crozz wird erst am Mittwoch während einer Pressekonferenz auf der Shanghai Auto Show erfolgen, doch die ersten Daten und Bilder zu dem Elektrofahrzeug von Volkswagen liegen bereits vor.

In nicht einmal sechs Sekunden auf 100 Stundenkilometer

Nach den bisher vorliegenden Angaben sollen zwei Elektromotoren mit 225 Kilowatt beziehungsweise 306 PS das allradgetriebene Crossover Utility Vehicle (CUV) antreiben, was den Crozz in weniger als sechs Sekunden auf 100 Stundenkilometer beschleunigen könnte. Bei 180 Kilometer pro Stunde wird abgeriegelt. Der Motor an der Hinterachse besitzt eine Leistung von 150 Kilowatt, der Motor an der Vorderachse soll 75 Kilowatt auf die Straße bringen.

VW. I.D. Crozz. (Bild: Volkswagen)

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Die rein elektrische NEFZ-Reichweite soll je nach Fahrverhalten bei bis zu 500 Kilometern liegen, womit das Fahrzeug bei einem parallelen Ausbau der Ladeinfrastruktur auch langstreckentauglich wäre. Die Akkus können an einer entsprechend dimensionierten Schnellladestation nach heutigem Stand in rund 30 Minuten auf circa 80 Prozent aufgeladen werden.


Wie die zuvor gezeigten Konzeptstudien soll der I.D. Crozz mittelfristig über einen teil- und vollautonomen Fahrmodus verfügen, der über verschiedene Fahrzeugsensoren realisiert wird. Hierzu setzt Volkswagen auf eine Kombination verschiedener Systeme, mit denen die Umgebung des Fahrzeugs erfasst und interpretiert wird. Neben Laserscannern kommen Ultraschallsensoren, Radar- und Kamerasysteme zum Einsatz, die einander mit ihren jeweiligen Stärken ergänzen.

„Bis 2025 wollen wir den Absatz von reinen Elektrofahrzeugen auf eine Million Einheiten pro Jahr steigern. Der I.D. CROZZ übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Die Produktion wird 2020 anlaufen.“ Herbert Diess, Volkswagen

Wie fast alle Autohersteller prognostiziert Volkswagen, dass vollautonome Fahrzeuge in den unterschiedlichen Klassen spätestens 2025 serienreif sein werden, was maßgeblich von den gesetzlichen Regelungen und den Vereinbarungen mit den Versicherungen abhängt. In der bis dahin verstreichenden Übergangsphase werden die Fahrzeuge mit immer autonomer funktionierenden Assistenzsystemen ausgestattet, die den menschlichen Fahrer je nach Fahr- beziehungsweise Gefahrensituation unterstützen.

In puncto Elektromobilität hat Volkswagen auch angesichts der anstehenden Vorgaben in China große Ambitionen. Die Wolfsburger wollen bis 2025 Weltmarktführer für Elektroautos werden und vor diesem Hintergrund versuchen, einen großen Teil ihrer Modellpalette auf vollelektrische Antriebe umzustellen. Die technische Grundlage der weiteren Entwicklungen in den kommenden Jahren ist der Elektro-Baukasten „MEB“, bei dem die Batteriezellen zwischen der Vorder- und Hinterachse untergebracht werden.

VW ID Crozz. (Bild: Volkswagen)

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Neue Freiheiten beim Fahrzeugdesign

Mit dem Wegfall des Platzbedarfs für Motor und Abgasanlage werden sich wohl auch neue „Freiheiten“ beim Fahrzeugdesign ergeben, die sich nicht nur auf das Chassis und die Karosserie auswirken. Auch im Innenraum dominieren bei den bisher gezeigten Konzepten Ideen, die zum Beispiel von einem signifikant größeren Raumangebot ausgehen. Zudem setzt Volkswagen auf Enter- und Infotainmentsysteme, die nur noch wenig mit den Schaltern und Knöpfchen in momentan verfügbaren Fahrzeugen zu tun haben. Stattdessen werden berührungslose gestengesteuerte Systeme, digitale und situativ reagierende Displays, Touchscreen-Oberflächen und Sensoren wie Eye-Tracker die Bedienung des Fahrzeugs ermöglichen.

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