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Vorsicht Phishing! Betrüger missbrauchen die DSGVO

Experten warnen vor Phishing-Welle mit gefälschten DSGVO-Mails. (Foto: Shutterstock / wk1003mike)

Verbraucherschutz-Experten warnen: Betrüger nutzen die EU-weite Umstellung auf die Datenschutzgrundverordnung aus, um mit massenhaft versendeten Phishing-Mails sensible Daten abzugreifen.

„Guten Tag {FIRSTNAME] und {LASTNAME}, wir haben Aufgrund der DSGVO unsere Datenschutzbestimmungen geändert. Bitte klicke hier, um deine Nutzerdaten zu bestätigen.“ So oder so ähnlich lesen sich aktuell viele Mails, die von Firmen wie Amazon, Ebay oder Paypal verschickt werden. Die Verbraucherzentrale warnt nun vor einem Anstieg an Phishing-Mails, die sich unter die derzeitige E-Mail-Flut mischen. Betroffen sind jedoch nicht nur Amazon, Paypal oder Ebay, sondern auch Banken und andere Onlineshops.

Einige Unternehmen wenden sich daher aktuell an ihre Kunden, um vor Phishing-Mails zu warnen. So verschickt beispielsweise Drivenow zurzeit folgende Warnung: „Auch im Namen von Drivenow wurden jüngst Phishing-E-Mails versendet, die nicht von Drivenow stammen. Solltest Du eine E-Mail mit dem Betreff ‚DSGVO Legitimierung erforderlich‘ oder mit ähnlich lautendem Betreff erhalten, die Drivenow als vermeintlichen Absender hat, klicke keinesfalls auf darin enthaltene Links, verschiebe die E-Mail in deinen Spam-Ordner oder lösche sie gleich komplett und gib keine persönlichen Daten preis. [...] Drivenow wird dich niemals per E-Mail dazu auffordern, sensible Kundendaten wie deine PIN über einen E-Mail-Link einzugeben!“

Woran erkennt man DSGVO-Phishing-Mails?

Etliche Unternehmen verschicken derzeit Informationsmails, in denen sie ihre Kunden um eine Bestätigung bitten, ihnen weiterhin Mails wie etwa Newsletter schicken zu dürfen. Im Gegensatz zu betrügerischen Phishing-Mails wird darin aber nicht nach Zugangsdaten oder sogar einer Ausweiskopie gefragt.

Weitere Merkmale von Phishing-Mails sind:

  • Fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung, zum Beispiel: „Du kannst jederzeit wiedersprechen“.
  • Fehlender Name: Mails mit „Sehr geehrter Kunde“ oder „Sehr geehrter Nutzer“ sollten euch stutzig machen.
  • Fremde Sprache: Manche Phishing-Mails sind beispielsweise auf Englisch verfasst. Wenn ihr nicht gerade Kunde eines Unternehmens seid, das nur auf Englisch kommuniziert, solltet ihr derartige Mails eigentlich nur auf Deutsch erhalten.
  • Drängen auf schnelles Handeln: Phishing-Mails fordern häufig dazu auf, in einer kurzen Frist zu handeln und drohen zum Beispiel mit Sperrung von Kreditkarten oder Accounts.
  • Aufforderung zur Dateneingabe oder Linköffnung: Seriöse Unternehmen werden euch nicht darum bitten, sensible Daten wie PIN oder Kontoinformationen direkt einzugeben. Stattdessen fordern sie euch auf, euch in eurem Kundenkonto einzuloggen und die Daten dort zu bestätigen.
  • Falsche Mailadresse: Phishing-Mails werden oft auch an Adressen verschickt, mit denen man gar nicht bei einem bestimmten Dienst registriert ist.
  • Mail-Header: manche Phishing-Mails sind so gut gemacht, dass sie auch auf den zweiten oder dritten Blick nicht als solche erkennbar sind. Schaut euch daher den Mail-Header an.

Wenn ihr euch unsicher seid, ob eine Mail vertrauenswürdig ist oder nicht, fragt beim Kundenservice des jeweiligen Unternehmens nach. Phishing-Mails könnt ihr außerdem jederzeit an die Verbraucherzentrale weiterleiten. Mitarbeiter der Verbraucherzentrale prüfen diese dann und aktualisieren mit diesen Informationen den Phishing-Radar, um gezielt Warnungen herausgeben zu können.

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Eine Reaktion
Matthias Ziedler

Verstehe nie genau wie man auf solche Mails reinfallen kann.

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