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Vorstellungsgespräch: So versaust du es schon in den ersten 5 Minuten

Vorstellungsgespräch: Dieser Trick entlarvt schlechte Bewerber. (Foto: Shutterstock)

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Wer ins Vorstellungsgespräch geht, ist vorbereitet: Infos eingeholt, Antworten parat gelegt, die Frisur sitzt. Dieses Verhalten kann Bewerberinnen und Bewerber trotzdem noch die Zusage kosten.

Ein Vorstellungsgespräch ist für die meisten Menschen nervenaufreibend. Wer einen Job unbedingt möchte oder dringend braucht, versucht alles richtig zu machen: Bewerbende versuchen einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, die eigene fachlich Kompetenz zu beweisen und natürlich charismatisch aufzutreten. An diesem Anspruch können Jobsuchende auch scheitern. Etwas Glück gehört natürlich auch dazu. Kein Wunder also, dass laut einer JDP-Umfrage in etwa 93 Prozent der Arbeitsuchenden großen Respekt vor das Vorstellungsgespräch haben. Wie schnell sich der Termin jedoch ruinieren lässt, zeigt ein Beispiel ziemlich eindringlich. Ein Reddit-Nutzer erzählt von einem Bewerber, der es quasi schon beim Betreten des Unternehmens vermasselt hat – eine Lektion aus der sich fürs Leben lernen lässt.

Fehler im Vorstellungsgespräch: Respektlosigkeit

Keine Zusage im Vorstellungsgespräch: „Seid nett zu allen im Gebäude.“ (Grafik: Shutterstock / Reddit)

Der Redditor beschreibt in seinem Posting, wie ein Kandidat „sein Interview in den ersten fünf Minuten nach dem Betreten des Gebäudes ruiniert hat“. Der Bewerbende wurde von einer Empfangsdame freundlich begrüßt, was der Mann jedoch nicht erwiderte. Er habe die Frau am Schalter ignoriert und nicht einmal Augenkontakt aufgenommen, so der Reddit-Nutzer. Das änderte sich erst, als der Bewerber in den Gesprächsraum gebeten wurde. Plötzlich war er freundlich, aufgeschlossen und zugewandt. Was er jedoch nicht wusste: Die Empfangsdame war die Recruiterin, die Begrüßung bereits ein Test. Und den hat der Jobsuchende in diesem Moment nicht bestanden. Den ersten hinterlassenen Eindruck konnte der Mann nicht wieder ins rechte Licht rücken, wie die Personalverantwortliche ihn auch wissen ließ.

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„Jede Person in diesem Team ist wertvoll und verdient Respekt.“

Als die Recruiterin den Mann in den Gesprächsraum holte, erklärte sie ihm, dass dem Unternehmen ein freundliches Miteinander wichtig ist. „Jede Person in diesem Team ist wertvoll und verdient Respekt“, habe sie dem Bewerbenden laut dem Redditor mitgeteilt. Man habe Verständnis, wenn es aufgrund von Aufregung oder einem introvertierten Wesen, nicht gleich zu einem Augenkontakt komme, jedoch habe er sich offenkundig rüpelhaft verhalten und ihr das Gefühl vermittelt, die Frau stehe unter ihm. „Das Interview ist hiermit beendet“, verabschiedete sich die Recruiterin. Das Posting ging mit 45.200 Upvotes und 2.400 Kommentaren viral. „Seid nett zu allen im Gebäude“, schreibt der Reddit-Nutzer. Viele der Kommentatoren stimmen anschließend ein und meinen: Freundlichkeit sei eine Grundvoraussetzung.

Auch interessant: „Diese Frage im Vorstellungsgespräch entlarvt unehrliche Chefs – laut Bosch-Personaler“

Dass das jedoch oft auch auf Gegenseitigkeit beruhe, lassen ebenfalls viele Kommentatoren wissen. So erzählt ein Nutzer, dass er einmal einen Job abgelehnt habe, weil der HR-Mitarbeiter überheblich gegenüber der Empfangsdame war. Ein anderer Nutzer berichtet, dass ein Abteilungsleiter sich sogar ihm selbst gegenüber respektlos im Gespräch verhalten habe. So wie sich anhand von Höflichkeitsformen schlechte Bewerbende identifizieren lassen, lasen sich auch schlechte Managerinnen beziehungsweise Manager daran erkennen. Im absolut schlimmsten Fall steht die Führungskraft sogar stellvertretend für eine Unternehmenskultur, in der auf ein wertschätzendes Miteinander kein Wert gelegt wird. Das Verhalten von Personen spiegelt häufig, aus welchem Umfeld sie stammen.

13 witzige Tweets aus dem Vorstellungsgespräch
Vorstellungsgespräch: 13 witzige Tweets auf dumme Fragen. Hier geht's zum Tweet! (Grafik: Shutterstock / t3n)

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Ein Kommentar
Christian w.
Christian w.

Herablassende Kommentare von Professoren über Bewerber von Fachhochschulen kenne ich auch. Man verliert wirklich die Lust an so einer Uni zu arbeiten. Schade, dass es da so wenig Kontrolle und Disziplinarmaßnahmen gibt.

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