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Vorstellungsgespräch: Auf diese Frage sollten Bewerber gefasst sein – laut Tinders HR-Chefin

Vorstellungsgespräch bei Tinder: Ideen zeigen Potential. (Foto: dpa)

Nicht nur bei Tinder, auch in anderen Unternehmen werden derartige Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt: „Welche Herausforderungen siehst du, vor denen wir stehen?“. Die Antwort trennt die Spreu vom Weizen.

Binnen sechs Jahren hat es Tinder weit gebracht. Am Punkt der höchsten Bewertung war das Unternehmen drei Milliarden US-Dollar wert. Weltweit arbeiten etwa 300 Personen für die wohl bekannteste Dating-App weltweit. Einen Job in dem jungen Startup zu bekommen, ist nicht unbedingt einfach. Bewerber müssen punkten. In einem CNBC-Interview hat Lina Alcala – Vice President of HR bei Tinder – erzählt, wie das geht. Die Recruiting-Expertin macht darin klar, dass bestimmte Fragen jedoch nicht nur bei den Kaliforniern hoch im Kurs stehen, sondern dass sie tatsächlich in vielen Firmen gestellt werden. Ihrer Meinung nach müssen Bewerber immer in der Lage sein, auf sie zu antworten.

Vorstellungsgespräch: Ideen zeigen das Potenzial des Bewerbers

Wie die meisten Personalmanager rät natürlich auch Alcala dazu, sich im Vorfeld über den potenziellen Arbeitgeber zu informieren. Anders als ihren Kollegen reicht es ihr jedoch nicht, sich einzig und alleine damit zu beschäftigen, wann ein Unternehmen gegründet wurde oder wie viele Mitarbeiter es zählt. Derartige Daten zeigen zwar, dass der Bewerber im Vorfeld in der Lage war, zu googeln, geben jedoch wenig Aufschluss darüber, ob er sich mit dem Unternehmen, dem Marktgeschehen oder der neuen Position wirklich eingängig auseinandergesetzt hat. Viel spannender seien Antworten auf Fragen wie: „Welche Herausforderungen siehst du, vor denen wir stehen?“ und „Wer sind unsere größten Mitbewerber?“.

„Welche Herausforderungen siehst du, vor denen wir stehen?“

Alcala sagt ganz deutlich, die Reaktion der Kandidaten auf diese Fragen sehr schnell zeigt, wie wertvoll sie für das Unternehmen sein können. Gute Leute sind nicht nur informiert, sondern versuchen sich auch an Lösungsansätzen. Die Recruting-Expertin macht in dem Interview zwar deutlich, dass sie von niemandem erwarte, im Vorstellungsgespräch alle Herausforderungen von Tinder zu lösen und jedes Problem aus der Welt zu schaffen. Aber es sei von großer Bedeutung, zu erkennen, ob jemand mit einer Vorstellung von den Herausforderungen in die Tür tritt und fähig ist, überhaupt erst einmal eine Idee zu entwickeln, wie man ihnen begegnen könne.

Dass Bewerber mit einer derartigen Herangehensweise einen enormen Vorteil gegenüber anderen Kandidaten haben, hat bereits der Self-Made-Milliardär und Star aus der erfolgreichen TV-Serie „Shark Tank“ (das US-amerikanische Pendant zu „Die Höhle der Löwen“) Marc Cuban gegenüber dem Time Magazine erklärt. Zu zeigen, wie vorbereitet man auf eine Aufgabe ist, noch bevor man sie tatsächlich antritt, kann das Zünglein an der Waage bedeuten. Cuban geht sogar so weit, zu behaupten, dass so eine Verhaltensweise von echten Professionals sogar erwarten werden würde: „Ihr müsst die Initiative ergreifen und wirklich eintauchen, um die Schmerzpunkte von Unternehmen zu verstehen.“

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen euch bei der Karriere
Jobsuche: Die kostenlose „Truffls“-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n.de / dunnnk)

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Rückfragen im Vorstellungsgespräch

Dass Vorstellungsgespräche keine Einbahnstraße sind und auch Bewerber sich mit derartigen Fragen an Recruiter wenden können, hat uns Karriere-Coach Karin Zintz-Volbracht im Interview erklärt. Die Expertin rät dazu, Fragen wie „Wie wird bei Ihnen mit Fehlern umgegangen?“ oder „Wie werden hier Entscheidungen getroffen?“ unbedingt zu stellen, um der Unternehmenskultur auf den Zahn zu fühlen. Doch auch die Rückfrage, wie ein potentieller Arbeitgeber derzeit mit Herausforderungen in der Branche umgeht, kann zu guten Gesprächen führen. Zu guter Letzt können Bewerber hier die Gelegenheit nutzen, um ihre persönliche Sichtweise und ihre durchdachten Ideen einzubringen.

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