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Ratgeber

Vorstellungsgespräch: Wie du einen schlechten Chef erkennst

Woran du einen schlechten Chef erkennst. (Foto: Shutterstock)

Das Vorstellungsgespräch ist keine Einbahnstraße. Auch Bewerber sollten Signale lesen können, um herauszufinden, ob die Chemie zwischen ihnen und dem Vorgesetzten wirklich stimmt. So geht's.

Guter Chef oder schlechter Chef? Diese Frage treibt Bewerber in jedem Vorstellungsgespräch um. Einfach zu beantworten ist sie nicht – immerhin wollen sich Bewerber zuallererst selbst von ihrer besten Seite präsentieren. Außerdem bleiben oft nicht mehr als 15 Minuten Zeit, um herauszufinden, ob die Basis für eine künftige Zusammenarbeit gegeben ist. Mit einfachen Mitteln können Bewerber den Vorgesetzten aber trotzdem auf den Zahn fühlen. Wir erklären, wie das geht.

Unentschuldigt zu spät kommen

Wer zu spät zum Vorstellungsgespräch erscheint, kassiert dicke Minuspunkte – das steht in jedem Ratgeber. Doch was wenn der Vorgesetzte erst fünf Minuten nach der vereinbarten Zeit zur Tür hereinkommt? Grundsätzlich kein Beinbruch. Allerdings: Eine aufrichtige Entschuldigung mit plausibler Erklärung ist das Mindeste. Tut der Chef das nicht, kann dies auf Unzuverlässigkeit und Unhöflichkeit im Arbeitsalltag hindeuten.

Mitarbeiter werden schlecht geredet

Entlarven lassen sich schlechte Chefs auch anhand der Art und Weise, wie sie über ihre Mitarbeiter im Unternehmen sprechen. Äußern sich Vorgesetzte beispielsweise negativ zu einem Projekt und machen einen Mitarbeiter für die Misere verantwortlich, zeugt das von wenig Respekt. Unwahrscheinlich, dass du in künftigen Projekten Rückendeckung bekommst.

Das Smartphone ist wichtiger

Apropos Respekt: Gute Chefs nehmen sich immer genug Zeit für ein Gespräch mit dem Bewerber. Anderweitige Beschäftigungen wie etwa das Herumspielen am Smartphone, die Entgegennahme von Anrufen oder das Lesen von E-Mails sind in dieser Zeit absolut tabu. Aber das erklärt sich von selbst, oder?

Du wirst nach deinem Kinderwunsch gefragt

Gute Chefs wissen, dass bestimmte Fragen im Vorstellungsgespräch nicht erlaubt sind. Dazu gehört etwa die Frage nach einem Kinderwunsch, der Religionszugehörigkeit oder auch der sexuellen Orientierung. Solltest du dennoch danach gefragt werden, solltest du das Gespräch besser gleich für beendet erklären.

Stell die richtigen Fragen

Ein Vorstellungsgespräch ist kein Kreuzverhör. Auch Bewerber sollten Chefs mit den richtigen Fragen konfrontieren, um herauszufinden, ob die Chemie stimmt. Nur ein paar Beispiele: Wie sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag eigentlich aus? Was sind die größten Probleme im Unternehmen und was sind die Ursachen? Anhand der Antworten lassen sich Eigenschaften wie Führungsstärke und Verantwortungsbewusstsein gut einschätzen.

Kontaktiere ehemalige Mitarbeiter

Um auf Nummer sicher zu gehen, können Bewerber nach dem Gespräch auch ehemalige Mitarbeiter nach ihren Erfahrungen mit dem Vorgesetzten fragen. Aufspüren lassen sich solche Kontakte kinderleicht über Netzwerke wie Xing oder Linkedin. Sichere Vertraulichkeit zu und du wirst Antworten bekommen.

Mehr zum Thema Vorstellungsgespräch: „Fangfragen nur für Bewerber? So fühlt ihr im Vorstellungsgespräch dem Arbeitgeber auf den Zahn

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5 Reaktionen
Klausheinzu

Etwas bedenklich finde ich den Hinweis, ein Bewerber kann sich bei einem Mitarbeiter über die Firma informieren. Ein Arbeitgeber könnte das als mangelndes Vertrauen des Bewerbers deuten.

Daniel Hüfner

Wieso? Die Rede ist ja von ehemaligen Mitarbeitern. Außerdem soll es ja auch Chefs geben, die sich bei früheren Arbeitgebern des Bewerbers informieren. Aus meiner Sicht durchaus legitim.

Irrelephant

Dass wird in den skandinavischen Ländern schon lange so gemacht ... da werden potentielle neue Mitarbeiter auf einen Firmenausflug / Wochenende eingeladen um zu sehen ob alle Beteiligten zusammen passen ... denn die fachlichen Qualifikationen kann man idR relativ schnell erlangen.

BTW der Artikel ist für, dem sein tägliches Brot das Geschäft ist wirklich eher als Clickbait Artikel einzuschätzen.
Kurz gegoogelt, die obersten Ergebnisse zusammengewürfelt und Schwupps ist neuer Content produziert. Ob der nun fachlich korrekt ist oder sich eher auf subjektive Meinungen von fachfremden stützt ist demnach sch** egal.
Wird Zeit, dass google mal noch eine BullShit Erkennung implementiert.

Sibylle1969

Ich habe es schon sehr oft gemacht, dass ich bei ehemaligen Kollegen oder Leuten, die ich kenne, mich vor einem Jobinterview über die Firma und den Chef erkundigt habe. Und es ist auch bereits vorgekommen, dass ich aufgrund der dabei erhaltenen Informationen davon Abstand genommen habe, bei einer Firma anzufangen. Einfach bei Xing oder LinkedIn gucken, wer aus den eigenen Kontakten bei der Firma, wo man sich bewirbt, aktuell arbeitet oder vor nicht allzu langer Zeit dort gearbeitet hat. Das kann einem u.U. viel Kummer ersparen. Umgekehrt kann man in einem solchen Gespräch ja vielleicht auch hören, dass die Firma und der potenzielle Chef ganz toll sind.

Irrelephant

I call BS ...

Natürlich darf man Bewerber nach der persönlichen Situation fragen, m.E. auch ganz wichtig um ein umfassendes Bild von den Menschen zu bekommen.
Allerdings darf der Bewerber 1.) die Unwahrheit sagen 2.) auf Basis seiner Aussagen nicht benachteiligt werden

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