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Vorwürfe gegen Opera: Betreiber widerspricht Bericht über rechtswidrige Praktiken

Opera im Kreuzfeuer der Kritik. (Foto: Shutterstock)

Opera steht aktuell im Kreuzfeuer der Kritik. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, gegen die Regeln im Play-Store verstoßen und Geld veruntreut zu haben. Opera hat den Berichten widersprochen.

Das hinter dem bekannten Browser Opera stehende gleichnamige chinesische Unternehmen sieht sich derzeit mit mehreren kritischen Berichten konfrontiert. So hat die Analysefirma Hindenburg Research Opera vorgeworfen, mit seinen auf Mikrokredite in Entwicklungsmärkten spezialisierten Apps gegen die Regeln von Googles Play-Store zu verstoßen. Darüber hinaus soll Opera-Chairman und CEO Yahiu Zhou 40 Millionen US-Dollar aus dem Unternehmen gezogen und in mit ihm verbundene andere Firmen umgeleitet haben. Opera hat dem Bericht widersprochen.

Opera widerspricht Vorwürfen

In einem Statement, das etwa G-Hacks zitiert, erklärt Opera, dass der Bericht von Hindenburg Research „zahlreiche Fehler, unbegründete Aussagen und irreführende Schlussfolgerungen sowie Interpretationen in Bezug auf die Geschäfte und Ereignisse im Zusammenhang mit dem Unternehmen“ enthalte. Das Unternehmen sei weiterhin den hohen Standards der Corporate Governance verpflichtet. Zudem fahre Opera starke finanzielle Ergebnisse ein und wolle weiter wachsen. Aktuell verfügt Opera nach eigenen Angaben über 350 Millionen Nutzer.

Hindenburg Research bezeichnete Opera als „Shortseller“, also ein Unternehmen, das auf fallende Kurse bei börsennotierten Firmen setzt. Der Kurs der an der Nasdaq notierten Opera-Aktien ist seit Veröffentlichung des Berichts am Donnerstag von gut neun auf nurmehr sieben Dollar eingebrochen. Dazu beigetragen haben dürfte auch eine Anlegerwarnung der New Yorker Anwaltskanzlei Kirby McInerney, die nach eigenen Angaben die Vorwürfe gegen Opera untersucht. Demnach könnte Opera nicht nur gegen die App-Store-Regeln, sondern auch gegen die Wertpapiergesetze der USA verstoßen haben.

Opera gehört chinesischem Konsortium

Der ursprünglich vom norwegischen Unternehmen Opera Software entwickelte Browser wurde im Frühjahr 2016 für rund eine Milliarde Dollar an das chinesische Konsortium Golden Brick Silk Road Equity Investment Fund II verkauft. 2018 brachten die neuen Besitzer die Firma unter dem Namen Opera Limited an die Nasdaq.

Laut dem Hindenburg-Research-Bericht soll Opera seit dem IPO einen Rückgang um über 20 Prozent bei der Bruttomarge eingefahren haben. Der operative Cash-Flow soll von plus 32 Millionen Dollar 2018 mittlerweile ins Minus (zwölf Millionen Dollar) gerutscht sein. Mittlerweile soll der Browserbetreiber schon über 40 Prozent seines Umsatzes mit den in der Kritik stehenden Apps machen.

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