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Anonym surfen: 12 VPN-Anbieter im Vergleich

(Bild: Shutterstock)

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Anonym surfen oder Geoblocking umgehen: Ein Virtual Private Network hat viele Vorteile. Wir vergleichen zwölf VPN-Anbieter.

Ohne VPN in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk surfen? Keine gute Idee, die eigene Haustür lässt man ja auch nicht sperrangelweit offenstehen. Aber nicht nur dabei schafft ein Virtual Private Network Abhilfe. Auch wenn es um das Umgehen von lästigem Geoblocking oder anonymeres Surfen geht, ist ein VPN ratsam.

Für Unternehmen bietet es vor allem den Vorteil, die Mitarbeiter, die nicht vor Ort arbeiten, ins Firmennetzwerk einzubinden, damit diese weiterhin auf interne Dienste oder Daten zugreifen können. Abseits von eigenen VPN-Servern gibt es auch einen großen Markt von Anbietern, die VPN-Dienste anbieten.

VPN-Anbieter: Zahlen lohnt für die Privatsphäre

Der Markt der VPN-Dienste hat vor allem durch den Verkauf von Daten ein schlechtes Image bekommen. Gerade deswegen lohnt es sich, einen monatlichen oder jährlichen Beitrag an einen Dienstleister zu zahlen, wenn dieser sicherstellt, dass keine Daten weitergegeben werden und der Dienstleister dadurch finanziert wird.

Bei kostenlosen Anbietern leiden oftmals die Geschwindigkeit der Verbindung und die eigene Privatsphäre. Wichtig bei der Auswahl eines Anbieters sind deshalb klare AGB: Sie müssen besagen, dass keine Logs der Kunden gespeichert werden und dass ein verschlüsselter VPN-Standard genutzt wird.

Große VPN-Anbieter lassen Nutzer unterschiedliche Standorte auf der Welt wählen, je nach Einsatzzweck. Einige bieten auch eigene Clients mit Features an, die etwa die Internetverbindung in einem unbekannten WLAN-Netzwerk kappen, wenn keine Verbindung zum VPN-Server hergestellt werden kann. Im großen Markt probieren viele, sich über spezielle Features abzuheben – ein Blick auf die jeweilige Website lohnt also.

Preislich fahren viele Anbieter ein ähnliches Modell. Es gibt ein monatlich zahlbares Modell, das allerdings oft teuer ist, und ein halbes oder ganzes Jahr zu buchen. Bei längeren Zeiträumen lässt sich, auf den Monat bezogen, oft die Hälfte sparen. Die meisten Pakete sind auf drei bis fünf Geräte beschränkt, bei Mehrbedarf lässt sich aber meist ein höheres Paket buchen.

Mullvad

Der VPN-Anbieter Mullvad setzt vor allem auf Anonymität – auch bei den Account-Daten. (Screenshot: Mullvad)

Der VPN-Anbieter Mullvad setzt vor allem auf Anonymität – auch bei den Account-Daten. (Screenshot: mullvad.net/t3n.de)

Mullvad setzt vor allem auf Privatsphäre. Neben Verschlüsselung und Verzicht auf Logs lässt sich ein Account komplett anonym anlegen, nicht mal eine E-Mail-Adresse wird benötigt. Auch anonyme Zahlungsmittel sind möglich, aber auch Paypal oder Kreditkarte stehen zur Verfügung. Jeder Nutzer bekommt eine Account-Nummer und kann diese aufladen. Der eigene Client ist Open Source und für macOS, Windows, iOS, Android und Linux verfügbar. Mullvad stellt rund 30 verschiedene Länder mit Server-Standorten bereit. Es gibt nur ein einfaches Preismodell: Fünf Euro im Monat zahlt jeder Nutzer.

NordVPN

NordVPN speichert keine Daten der Nutzer. (Screenshot: NordVPN)

NordVPN speichert keine Daten der Nutzer. (Screenshot: nordvpn.com/t3n.de)

Ein weiterer Anbieter, der auf Privatsphäre setzt, ist NordVPN*. Laut eigenen Angaben werden keine Daten der Nutzer gespeichert und der Traffic sogar doppelt verschlüsselt. In 62 Ländern gibt es rund 5.000 Server. Nord VPN gibt außerdem eine hohe Geschwindigkeit an und bietet neben Apps für alle gängigen Plattformen auch eine Chrome-Erweiterung zum Surfen an. Bei jährlicher Zahlung liegen die monatlichen Kosten bei 6,99 US-Dollar, wer sich für ein Zweijahrespaket entscheidet, zahlt 3,99 Dollar.

F-Secure Freedome

Aus dem Hause F-Secure gibt es den VPN-Dienst Freedome. (Screenshot: f-secure.com)

Aus dem Hause F-Secure gibt es den VPN-Dienst Freedome. (Screenshot: f-secure.com/t3n.de)

Aus dem Hause F-Secure gibt es das Produkt Freedome als VPN-Dienst. Auch der finnische Anbieter setzt auf einen verschlüsselten Standard und legt keine Logs an. Neben macOS, Windows, iOS und Android funktioniert Freedom auch auf Fire OS. In 21 Ländern gibt es Server. Bei jährlicher Zahlung kostet Freedom 4,16 Euro im Monat.

Hide.me

Hide.me hat 35 Standorte auf der ganzen Welt. (Screenshot: hide.me)

Hide.me hat 35 Standorte auf der ganzen Welt. (Screenshot: hide.me/t3n.de)

Auch Hide.me betont auf der eigenen Website, dass keine Logs über Nutzerverbindungen angelegt werden. Auch hier wird ein verschlüsselter Standard genutzt. Eigene Apps gibt es für macOS, Windows, Linux, iOS und Android. Es gibt 55 Server-Standorte in 35 unterschiedlichen Ländern. Neben dem unbegrenzten Pro-Paket für 9,99 US-Dollar im Monat mit fünf zeitgleichen Verbindungen gibt es auch eine Plus-Version für 4,99 Dollar, die den Traffic auf 75 Gigabyte und drei Verbindungen beschränkt. Die komplett kostenfreie Version ist auf eine Verbindung und zwei Gigabyte Traffic beschränkt.

Tunnelbear

Neben dem VPN-Dienst bietet Tunnelbear auch eine Browser-Erweiterung an. (Screenshot: tunnelbear.com)

Neben dem VPN-Dienst bietet Tunnelbear auch eine Browser-Erweiterung an. (Screenshot: tunnelbear.com/t3n.de)

Ein weiterer VPN-Service mit verschlüsseltem Standard und ohne Logs ist Tunnelbear*. Auch hier stehen Apps für die üblichen Plattformen zur Verfügung. Für den Chrome-Browser gibt es auch eine Erweiterung, die Tracker auf Websites blockt. Server-Standorte bietet Tunnelbear in 20 Ländern und auch hier gibt es eine kostenfreie Version, die auf 500 Megabyte Traffic im Monat begrenzt ist. Die Pro-Variante kostet 4,99 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung.

ExpressVPN

Neben den Apps für die üblichen Plattformen gibt es von ExpressVPN auch eine Browser-Erweiterung. (Screenshot: expressvpn.com)

Neben den Apps für die üblichen Plattformen gibt es von ExpressVPN auch eine Browser-Erweiterung. (Screenshot: expressvpn.com/t3n.de)

Wie fast alle Dienste in dieser Auflistung setzt auch ExpressVPN* auf einen Standard mit Verschlüsselung und gibt an, keine Logs anzulegen. Neben den üblichen Plattformen bietet auch ExpressVPN eine Browser-Erweiterung an. 148 Standorte können Nutzer in 94 Ländern weltweit wählen. Bei jährlicher Zahlung kostet der Dienst 8,32 US-Dollar im Monat.

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7 Kommentare
oX_Triangle
oX_Triangle

habe mich doch stark gewundert dass hier PREMIUMIZE.ME als VPN-dienst
nicht erwähnt wurde, zumal es als multihost-, usenet- und torrentdownloader
noch einen mehrwert bietet, und günstiger als andere ist weil
das jahrespaket zu feiertagen etwas unter 4€/monat kostet.

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Xyz00777
Xyz00777

Hi,
Schöner Artikel muss ich schon sagen, vor allem sehr passend zu unserer aktuellen Zeit.
Nur muss ich anmerken das meiner Ansicht nach VyperVPN fehlt. Vor allem da er ein sehr günstiger als auch sehr guter VPN Anbieter ist mit eigenen Server auf der ganzen Welt und auch im Business Bereich unterwegs ist und sogar seine eigene Verschlüsselung hat mit der Bahn auch vpn aus Länder wie China zb benutzen kann und er ist auch Geräte übergreifend nutzbar (Android, IOS, Router, Windows…) und er ist auch sehr preiswert im Vergleich zu manch anderem vpn anbieter

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p3k
p3k

Der Abschnitt zu VPN bei [https://www.privacytools.io/#vpn](Privacy Tools) rät in puncto Privatsphäre grundsätzlich von Dienstleistern in den sog. »Five-Eyes Ländern« (u.a. USA, UK) ab.

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fy99
fy99

Auch die Möglichkeit eines eigenen, kostenlosen VPN sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben:

Wem es nur darum geht, unterwegs sicherer surfen zu können und zu Hause ohnehin schon ein schnelles DSL oder Kabel-Internet mit einem geeigneten Router (z.B. Fritz! Box) hat, kann sich recht einfach einen eigenen VPN-Server einrichten.

Die aktuellen Fritz! Boxen unterstützen mindestens Windows, macOS/OS X, Android und iOS (Linux wahrscheinlich auch, benötigt wird IP-Sec); andere moderne Router können bestimmt Ähnliches.

Sicherlich ist der Funktionsumfang eingeschränkter als bei kommerziellen VPN Angeboten (z.B. anonymes Surfen etc.), aber wie gesagt, wenn es nur darum geht, am Flughafen im freien WLAN sicheres Online Banking o.ä. machen zu können, reicht das völlig aus…
Außerdem ist dieser VPN Zugang zugleich dafür geeignet auf das eigene Heimnetz zuzugreifen und bspw. das heimische NAS sehr elegant zur Private Cloud ohne die Notwendigkeit von Portfreigaben, SSL etc. zu erweitern…!

(Nein, ich bin kein AVM Mitarbeiter und ich erhalte auch keine Provision ;) Ich bin nur seit vielen Jahren überzeugter Fritz! Box Nutzer incl. VPN!!)

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Holger
Holger

Der Vergleich mit einer „sperrangelweit offenen“ Haustür hinkt meiner Meinung nach. Sie ist eher unverschlossen, denn es muss ja erstmal jemand mit böser Absicht kommen und aktiv ausprobieren ob ohne großen Aufwand es etwas zu holen gibt. Im Vorbeigehen bekommt das niemand mit…

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Alex
Alex

Öhm….Wie kann Cyberghost (ich habe es selber genutzt) keine Logs anlegen und gleichzeitig das Gerät über die man das System nutzen möchte registriert. Sobald man die VPN mit einem anderen Gerät nutzt, muss dieses erst wieder registriert und das alte Gerät aus der Registrierung gelöscht werden.
Meines Wissens nach geht das nicht ohne Logs – oder irre ich mich da?

Die VPN-Anbieter brauchen oft Logfiles für Wartung und Tarifgestaltung.
Vgl. https://vpn-anbieter-vergleich-test.de/vpn-ohne-logfiles/

Gleiches kann man übrigens auch bei dem ein odere anderen Anbieter der VPNs beobachten.

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mikesunlite
mikesunlite

also wenn die vpn-provider sagen, dass sie keine daten speichern, muss ich das dann glauben? klingt in der heutigen zeit irgendwie naiv, oder?

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