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VPN-App von Facebook fliegt aus Apples App-Store

Facebooks VPN-App Onavo ist nicht mehr im App-Store. (Foto: BigTunaOnline/Shutterstock.com)

Apple hat die zu Facebook gehörende VPN-App Onavo aus dem App-Store geschmissen. Facebook wiederum sperrt selbst eine App auf seiner Plattform. Grund in beiden Fällen: Datensammelei.

Im Jahr 2013 hatte Facebook den ursprünglich israelischen VPN-Anbieter Onavo für kolportierte 100 bis 200 Millionen US-Dollar übernommen. Schon vor einem Jahr hatte das Wall Street Journal aufgedeckt, dass Onavo das Surfverhalten der Nutzer analysiert – und diese Daten an Facebook weitergibt. Jetzt hat Apple die App wegen der Verletzung seiner Richtlinien aus dem App-Store geworfen, wie Techcrunch schreibt.

Dabei gehe es explizit darum, dass die Sammlung von Informationen über heruntergeladene Apps zu Analyse- oder Marketing-Apps untersagt ist, wie ein Apple-Sprecher klarstellt. Darüber hinaus muss ein App-Anbieter klar kommunizieren, welche Nutzerdaten er sammelt und wie diese genutzt werden. Dass Onavo überhaupt bis jetzt im App-Store verfügbar sein konnte, scheint daran zu liegen, dass Apple diese Restriktionen erst in einem kürzlichen Update seiner Richtlinien in dieser Schärfe aufgenommen hat.

Onavo: VPN-App gibt Nutzerdaten an Facebook weiter

Schließlich gibt Onavo an, persönliche Daten sowie die Nutzer über ein VPN vor potenziell schädlichen Websites zu schützen. Allerdings gibt der Anbieter eine Reihe von Daten über die App-Nutzung an die Konzernmutter Facebook weiter. Deren Analyse ermöglicht Facebook einen genauen Blick auf künftige Trends im mobilen Bereich. So soll Facebook 2016 schon lange vor der öffentlichen Bekanntgabe entsprechender Zahlen gewusst haben, dass Snapchat nicht mehr so schnell wächst wie zuvor – und dass dies wahrscheinlich an der Einführung des Snapchat-Klons Instagram-Stories gelegen haben dürfte.

Onavo-App für Android-Nutzer noch verfügbar. (Bild: Google)

Onavo gibt Nutzern keine wirksame Möglichkeit, der Weitergabe der Daten an Facebook zu widersprechen. Zudem ist die Information darüber, dass die Daten weitergegeben werden, eher weit hinten in der App-Beschreibung versteckt, so die Kritik. Die VPN-App ist mehr als 33 Millionen Mal heruntergeladen worden – von iOS- und Android-Nutzern. In Googles Play-Store ist Onavo weiterhin verfügbar.

Derweil geht Facebook selbst ebenfalls gegen zu datenhungrige Anwendungen auf seiner Plattform vor. Mit Mypersonality ist jetzt eine App gesperrt haben, die seit 2012 Informationen zu über vier Millionen Nutzern geteilt haben soll. An welche Firmen die Daten weitergegeben wurden, ist derzeit nicht bekannt. Mypersonality ist eine der Apps, die nach dem Cambridge-Analytica-Skandal aufgeflogen sind. Seit dem Frühjahr will Facebook tausende Apps von Drittanbietern untersucht haben. Zu insgesamt 400 Sperren soll es dabei gekommen sein.

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