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VW-Chef Diess will CO2-Ausstoß bis 2025 um 30 Prozent und bis 2050 auf Null reduzieren

VW-Chef Diess beim Festakt in Zwickau. (Foto: Volkswagen)

Anlässlich der Feier zum Start der Produktion des neuen Volkswagen ID.3 im Zwickauer Werk hat sich VW-Chef Diess klar positioniert.

Danach will Diess den CO2-Ausstoß der Volkswagen-Flotte bis 2025 um 30 Prozent reduzieren und bis 2050 komplett beseitigen. Das berichtet Electrek. Die CO2-Bepreisung ist dabei für den VW-Chef eine erforderliche Maßnahme mit Lenkungswirkung. So lässt sich ein Stromer für den Endkunden schlicht besser rechnen.

Wasserstoff keine echte Alternative für Diess

Von Wasserstoff als Energieträger zeigte sich Diess weniger überzeugt. Nach seiner Auffassung ist der batterieelektrische Antrieb „die einzige verfügbare Technologie, die sich schnell und zu vertretbaren Preisen in die Breite bringen lässt“. Wasserstoff sieht er erst in der nächsten Dekade ernsthaft im Einsatz, dann aber auch nur bei LKW, Schiffen oder innerhalb industrieller Prozesse, sowie unter der Voraussetzung, dass das Gas aus überschüssigen erneuerbaren Energien hergestellt werde.

Tatsächlich ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis für Wasserstoff derzeit noch ungünstig, weil die Produktion des Energieträgers viel Geld kostet und dabei dennoch relativ ineffizient bleibt. Den Endverbraucher kostet aktuell ein Kilogramm Wasserstoff rund 10 Euro. Damit kommt ein durchschnittliches Brennstoffauto etwa 100 Kilometer weit. Sparsame Verbrenner verursachen weniger Kosten. Hinzu kommt die teure Technologie im Fahrzeug und der sehr teure Ausbau bestehender Tankstellen zu Wasserstoff-Zapfstellen. Auch die aktuelle Ökobilanz kann nicht überzeugen.

Für PKW wird Wasserstoff aber auch zukünftig zu teuer bleiben, so Diess. Deshalb rief er die deutsche Autoindustrie auf, sich schnell auf Elektromobilität umzustellen, um wieder eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen zu können.

Ausbau öffentlicher Ladepunkte wichtig

Neben der CO2-Bepreisung sieht der VW-Chef den Ausbau öffentlicher Ladepunkte als wesentliche Aufgabe, um Menschen die Sicherheit zu bieten, dass sie ihre Elektroautos auch ortsnah wieder laden können. Ein Bekenntnis, sich daran maßgeblich zu beteiligen, gab Diess anlässlich des Festaktes nicht ab. Stattdessen verwies er auf das Klimapaket der Bundesregierung mit den darin vorgesehenen eine Million Ladepunkten.

Hier könnt ihr euch den Festakt zum Produktionsstart des ID.3 in Zwickau selbst ansehen. Die Rede des Volkswagen-Chefs beginnt um Minute 21:

Passend dazu: Elektroauto: VW startet mit ID.3-Produktion

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