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VW-Chef fordert Batteriezellen-Fabrik in Deutschland

Volkswagen-Chef Herbert Diess. (Foto: dpa)

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess ist überzeugt: Ohne eigene Akkuzellenproduktion könnte Deutschland bei Elektroautos den Anschluss verlieren. Den Bau solcher Fabriken will er allerdings den Zulieferern überlassen.

VW-Chef Herbert Diess sieht in der großen Marktmacht asiatischer Anbieter bei Batteriezellen für E-Autos ein Problem für die deutschen Hersteller. Dem Handelsblatt sagte der Manager, die heimischen und europäischen Autobauer müssten sich hier angesichts der künftigen Bedeutung der Technologie endlich zu einer eigenen Entwicklung und Fertigung durchringen: „Ich finde es erschreckend, dass wir in diese große Abhängigkeit geraten sind.“

VW-Chef Diess: „Noch ist es nicht zu spät, der Einstieg kann noch gelingen“

Bis zum Jahr 2025 könnte für die Branche ein Umsatzpotenzial von bis zu 60 Milliarden Euro entstehen. „Noch ist es nicht zu spät, der Einstieg kann noch gelingen“, betonte Diess. Bei Volkswagen setze man aber mittelfristig auf Batterien mit Feststoffzellen. Und er selbst favorisiere Investitionen von Autozulieferern, weniger von den Autobauern selbst, sagte Diess.

Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte eine VW-eigene Produktion von Batteriezellen zuletzt nicht ausgeschlossen. „Entgegen der Haltung des Vorstands unterstützen wir als Betriebsrat keine Strategie, die darauf ausgerichtet ist, Zellen langfristig ausschließlich bei Zulieferern zu kaufen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur im Frühjahr. Wichtig seien aber politische Diskussionen darüber, „wie wir Rahmenbedingungen schaffen können, die eine Produktion am Standort Deutschland wirtschaftlich machen“. Im Werk Salzgitter wird eine Pilotfertigung von Zellen aufgebaut, um Erfahrungen zu sammeln.

VW I.D. Crozz in Bildern
Prototyp des VW I.D. Crozz. (Foto: t3n.de)

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In Thüringen entsteht eine der größten Batteriezellen-Fabriken in Europa – von CATL

Anfang Juli war außerdem der Vertrag für ein Großprojekt des chinesischen Herstellers CATL in Thüringen unterzeichnet worden. Dort soll eine der größten Batteriezellen-Fabriken für Elektroautos in Europa entstehen – als erster Kunde vergab der VW-Rivale BMW einen Milliarden-Auftrag. Diess sagte dem Handelsblatt: „Die Chinesen zeigen in Deutschland ja gerade, dass der Einstieg auch mit etwas Verspätung machbar ist.“ Volkswagen, Daimler und BMW kaufen Zellen bisher in Asien und bauen diese dann selbst zu großen Akkus zusammen. dpa

Diese Elektroautos gibt es schon zu kaufen – oder erscheinen bald
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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2 Reaktionen
Hel

In Bezug auf eAutos hat doch VW noch nie wirklich was auf die Reihe gebracht... ausser sündteuren und absolut unnützen Studien, die sie dann wieder auf den Kaufpreis der extrem wenigen real verfügbaren eAutos draufgerechnet haben.
Die haben seit Jahrzehnten nichts anderes gemacht, als sich die Augen zuzuhalten und zu versuchen, das bei den Kunden genauso zu machen betreffend eAutos!
is halt blöd, dass so ein eAuto fast keine Verschleissteile mehr hat und eine viel zu lange Lebenserwartung (womit Ihr dann Eure VorstandsLügenProfis nicht mehr bezahlen könnt mit den absolut kranken Summen, die die derzeit kassieren...) und ihr ausserdem Eure Verpflichtungen bei der Öl-lobby nicht mehr erfüllen könnt... gelle.
Ich freue mich, dass so ein lügnerischer und korrupter Konzern mit Sicherheit das nächste Jahrzehnt nicht mehr überleben wird!

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Sepp

Letzten Sommer hat VW bekannt gegeben, dass sie bis 2025 10 Milliarden in die weitere Erforschung von Dieselmotoren stecken will. Vor kurzem meldeten sie, dass sie jetzt doch "vernünftige" e-mobile bauen wollen, aber keine eigenen Akkus entwickeln sondern diese in Asien einkaufen. Jetzt beschweren sie sich genau darüber. Hat VW überhaupt noch irgendeinen Plan? Ich fürchte, VW wird keine 100 Jahre alt...

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