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VW investiert 100 Millionen Dollar in Festkörperakku-Hersteller

Autohersteller Volkswagen will sein Stromerkonzept ID bis 2020 in Serie bringen. (Bild: VW)

VW hatte angekündigt, Akkus für Elektroautos selbst zu produzieren. Der Konzern macht Ernst: Er hat einen Anteil an Quantumscape gekauft, einem US-Unternehmen, das Festkörperakkus entwickelt. 2025 wollen die beiden Partner die Akkus in Serie fertigen.

Festkörperakkus gelten als die Energiespeicher der Zukunft für Elektroautos. Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen (VW) hat sich beim kalifornischen Unternehmen Quantumscape eingekauft, das diese Akkus entwickelt.

VW wird größter automobiler Anteilseigner bei Quantumscape

Quantumscape ist eine Ausgründung der Stanford University und hält mehr als 200 Patente und Patentanträge für Festkörperakkus. VW investiert 100 Millionen US-Dollar in das Unternehmen und wird damit größter automobiler Anteilseigner. Axel Heinrich, Leiter der Konzernforschung bei Volkswagen, wird Mitglied im Aufsichtsrat. Beide Unternehmen arbeiten schon seit 2012 zusammen.

Festkörperakkus, auch Feststoffakkus genannt, haben kein flüssiges Elektrolyt, sondern ein festes. Zum Einsatz kommen beispielsweise Polymer oder Keramik. Diese Akkus lassen sich schneller laden und haben eine deutlich höhere Energiedichte als die heute üblichen Lithium-Ionen-Akkus. Bei gleichem Gewicht soll sich die Reichweite verdoppeln. Außerdem können sie – anders die Lithium-Ionen-Akkus – kein Feuer fangen.

Volkswagen I.D. (Bild: VW)
Unter anderem für die I-D-Familie: Volkswagen investiert massiv in Festkörperakku-Entwicklung. (Bild: VW)

Feststoffbatterie soll Wende bei der Elektromobilität markieren

„Die Feststoffbatterie wird eine Wende bei der Elektromobilität markieren“, sagt Heinrich. Mit dem Erwerb der Mehrheit an Quantumscape wolle sich VW den Zugang zu dieser Technologie sichern. VW und Quantumscape wollen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das die Großserienfertigung von Festkörperakkus vorbereiten soll. Bis 2025 soll eine entsprechende Produktionsanlage zur Verfügung stehen.

VW hatte kürzlich angekündigt, künftig selbst Akkus für Elektroautos produzieren zu wollen. Dieser Sinneswandel kam durch den Wechsel an der Spitze des Konzerns: Herbert Diess, seit Mitte April Vorstandschef, hatte sich schon früher für eine eigene Akkufertigung ausgesprochen. Sein Vorgänger Matthias Müller hatte das strikt abgelehnt.

Autor des Artikels ist Werner Pluta.

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