Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Walmart plant einen biometrischen Einkaufswagen, der dich auf Schritt und Tritt überwacht

(Foto: Shutterstock)

Der US-Lebensmittelhändler Walmart will einen biometrischen Einkaufswagen patentieren lassen. Der misst deinen Puls und deine Laufgeschwindigkeit. Doch Walmart geht’s wohl in erster Linie nicht um das Wohlergehen der Kunden.

Dass Händler on- wie offline so ziemlich alles tracken, was sie über den Kunden erfahren können, ist nicht neu. Doch was der US-Lebensmittelriese Walmart offenbar plant, geht nicht nur einen Schritt weiter, sondern ist noch dazu eine sehr gruselige Vorstellung. Das Unternehmen hat sich jetzt eine Patentschrift für einen Einkaufswagen eingereicht, dessen Griff den Puls, die Temperatur der Hand, die Festigkeit des Griffs nah dem Wagen und die Laufgeschwindigkeit protokollieren kann. Mithilfe dieser biometrischen Daten könnten nicht nur die Verkäufer im Hinterzimmer gezielt zu den Kunden geschickt werden, die möglicherweise Hilfe brauchen, sondern die Lebensmittelkette könnte auch in großem Stil sehr persönliche Daten über seine Kunden sammeln.

Der biometrische Wagen von Walmart wäre kaum DSGVO-konform

Das Unternehmen erhofft sich daraus beispielsweise Erkenntnisse über die optimale Gestaltung und Aufteilung von Ladengeschäften und könnte außerdem erkennen, wann bestimmte Kundengruppen besonders empfänglich für neue Produkte sind. Einige Features wirken auf den ersten Blick fürsorglich: Der Wagen könnte erkennen, wann ein Kunde ohnmächtig wird oder könnte, wenn er zu sachte schiebt, den Wagen per Motor unterstützen, ähnlich einem E-Bike.

Zumindest für Deutschland und die EU-Region ist das eine Idee, die alles andere als kompatibel mit der DSGVO wäre – es sei denn, der Kunde hat sein Einverständnis gegeben. Und es ist unwahrscheinlich, dass viele Kunden dies tun werden. Schon vor einigen Jahren, als Real versucht hatte, Kunden in der Kassenschlange auf der Basis von Bilderkennung die für sie passenden Werbebotschaften über einen Monitor zu zeigen, waren die Kunden Sturm gelaufen. Das Projekt verschwand sehr schnell in der Schublade. Beim aktuellen Walmart-Projekt ist wohl eher der Wunsch nach einer 360-Grad-Sicht auf den Kunden ausschlaggebend als die Sorge um das gesundheitliche Wohlergehen des Kunden.

Das könnte dich auch interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.