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Was taugt Ebay wirklich? 1000 Händler geben Auskunft

Ebay - gehasst und geliebt (Logo: Ebay Montage: t3n)

Ebay-Händler sind mit Ebay nicht übermäßig glücklich: Vor allem das Bewertungssystem und die Provisionen sorgen für schlechte Laune.

Erkennt ihr euch wieder? Dem Händlerbund zufolge sieht der durchschnittlichen Ebay-Händler folgendermaßen aus: Als Einzelkämpfer bewältigt er pro Woche 70 Bestellungen und blickt dabei auf mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Ebay zurück. Nur sieben Prozent der Ebay-Händler beschäftigen ein Team aus mehr als zehn Mitarbeitern. Ein Viertel der Ebay-Händler wickelt bis zu 50 Bestellungen pro Woche ab.

Ohne Marktplatz kann ein E-Commerce-Händler heute kaum überleben.  Und so kommen die meisten Händler an Ebay nicht vorbei. Doch wie gut bewerten Ebay-Händler die Plattform? Gemessen an der Treue dürfte es nichts Schöneres als das Verkaufen auf Ebay geben: Ein Drittel der Händler ist seit zehn Jahren oder länger auf dem Marktplatz aktiv. Weitere 28 Prozent verkaufen seit fünf bis zehn Jahren auf Ebay.

Ebay-Umsatz: „Befriedigend“

Doch so schön ist die Ebay-Welt leider nicht. Der Händlerbund hat in seiner Ebay Händlerstudie 1.037 Händler befragt, wie Sie Ebay als Verkaufsplattform einschätzen. Und da schneidet der Marktplatz nur mittelmäßig ab. Die Händler sollten Umsätze, Pflegeaufwand, Gebühren und das Kundenbewertungssystem bei Ebay von sehr gut (Note 1) bis mangelhaft (Note 5) bewerten. Das Ergebnis: Die Umsätze schnitten mit Note 2,9 – das wäre in Schulnotendeutsch nur ein „befriedigend“ - noch am besten ab. Mit dem Bewertungssystem und der Provision sind die Händler wenig zufrieden – sie vergaben nur Note 3,7. Für die Shop-Pflege konnte Ebay eine glatte 3,0 verbuchen.

Für Ebay sprechen aus Händlersicht, dass Ebay nicht selbst als Händler auftritt wie Amazon und dass Ebay fairer agiert als Amazon. Als Knackpunkt sehen die Händler bei Ebay die verbesserungswürdige Retourenabwicklung, den mangelnden Verkäuferschutz und die strengen Richtlinien. Diese haben jüngst noch einmal an Brisanz gewonnen, als Ebay verkündete, die Kontaktdaten der Händler dürfen nicht mehr veröffentlicht werden. Ein „Gut“ bekam Ebay bei den Zahlungsmöglichkeiten, der Benutzerfreundlichkeit und dem Image des Marktplatzes.

Dennoch setzen Händler nicht allein auf Ebay. Um ihr Risiko zu verteilen und mehr Kunden zu erreichen, gehen sie auch auf andere Marktplätze, darunter Amazon, Rakuten, Etsy oder Dawanda. Zwei Drittel betreiben auch einen eigenen Online-Shop. Das stationäre Geschäft spielt bei jedem fünften Ebay-Händler eine Rolle und bestätigt den Trend zum Multi-Channel-Prinzip. Für Ebay heißt das, die Händlerzufriedenheit nicht aus den Augen zu verlieren und sich auch noch mehr um die Belange der kleinen Händler zu kümmern.

Andere Vertriebskanäle neben Ebay (Grafik: Händlerbund)

Ebay Plus nichts für Händler

Auch Ebay Plus kommt nicht an: Über 60 Prozent der Befragten verzichten auf die Nutzung von Ebay Plus und nennen verschiedene Gründe für diese Entscheidung. Am häufigsten spricht laut der Teilnehmer das Aufwand-Nutzen-Verhältnis dagegen. Außerdem werden die Rahmenbedingungen mit kurzen Versandzeiten, langen Widerrufsfristen und hohen Kosten für die Verkäufer als ungünstig beschrieben.

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3 Reaktionen
Margot Schmidt

Also wenn ich schon höre "harten richtlinien von Ebay" das hat ja einen Ultrapositiven Nebengeschmack. Besser wäre doch hirnrissigen Richtlinien von ebay. Oft denke ich mir, und so wird es auch sein, frisch gebackene BWLer kommen zu ebay haben eine geile idee und setzen die dann um. Leute ohne jegliche Erfahrung.

Da ist zum Beispiel die Kommunikation mit dem Händler und mit dem Endkunden seitens ebay. Ebay bietet aus meiner sich garkeinen Kundenservice, in keine Richtung. Wer schon mal bei Amazon ein Problem meldete und dann zurück gerufen wurde statt Textblöcke zu erhalten und ein Problem sofort gelöst wurde der weiss was Service ist. Oder das Amazon dem Kunden das Geld erstattet aber auch dem Händler die Zahlung lässt. Bewertungen bei amazon löschen lies weil sie ungerechtfertigt sind.

Versandsystem: Ebay will den schnellen Versand, aber es werden nicht alle großen Dienstleister gelistet. Habt ihr einen Dachschaden kann ich da nur fragen? Wie kann das sein. DHL liefert die abgeholten Sendungen 1 Tag später ein, nachweislich. Aber die Bearbeiter von ebay sind zu blöd das nachzuvollziehen und senden einem irgendwelche hirnrissigen Antworten. DHL bestätigt mit Sendungsnummer, Shopname, Fallnummer und Käuferpseudo dass die Sendung verzögert bearbeitet wurde und ebay schreibt zurück dass es sich um eine DPD Sendung handelt. Jede Art der Klarstellung wird verweigert. Wie soll bitte DHL eine DPD Nummer beabreiten. Überall wird DHL als Sendungsdienstleister angegeben. Für mich ist Ebay ein saftladen, Händler sind wurscht.
Das Ebay plus lässt sich nicht durchsetzen also wird nun der Händler zur Kasse gebeten und soll alles kostenfrei zurück nehmen. Ebay ist gut darin andere in die Nesseln zu setzen und draußen vor zu bleiben. Hinverbrannte Richtlinien kann man leicht ausdünsten aber mal eine Lösung finden bedarf Hirn.
Da nutzt auch die viel gelobte Optimierung nicht, die kann man sich weitgehenst sparen. Wenn man sich mal die TOP Seller ansieht dann weiss man was optimiert ist uns was nicht und um was es eigentlich geht. Natürlich muss man die ebay vorgaben einhalten (doppellisting, Template etc) da man sonst delistet wird. Aber von Keywords oder Nachriten beantworten halt ich garnix.

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Berthi

Mittlerweile verzichtet ebay auf den Abzug von 10% der Versandgebühren. War ja auch eine Frechhewit. Aber allein die Verkaufsprovision von 10% des Verkaufspreises lässt einen Privatverkäufer kaum noch Chancen. Ist einfach zu viel Verlust. Viele Käufer wissen davon aber nichts und Rümpfen dann über die Preise ihre Nase. Hallo Leute!!! Ebay Verdient nicht umsonst Millionen im Jahr.

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Ex Ebay

Ehemaliger Ebay Händler.

Ebay ist teuer und primitiv. Das Portal steckt voll mit Fehlern und stattdessen diese zu lösen, werden ständig neue Ideen umgesetzt die wieder neue Fehler mitbringen. Die meisten sind sogar finanziell schädlich für den Händler. Beispiele: Jeder 3. Kunde kauft mitlerweile über ein Handheld wie Smartphone ein. Haben sie dort schon mal ein Warenkorb gesichtet? Kauft ein Kunde beim Händler mehrere Artikel, kann dieser die Artikel nur einzeln bezahlen und sich die doppelt bezahlten Versandkosten über Kontakt bei Händler zurückfordern. Der Händler bleibt aber auf den Versandprovisionen und Paypal Grundgebühren sitzen. Auch bedeutet dies für ihn unnötigen Mehraufwand wie Schriftverkehr, Rückerstattungen und Buchungssätze. Selbst manuell zusammengefügte Bestellungen pflückt Ebay bei Handhelden wieder auseinander. Dieses Problem ist seit Jahren bekannt, aber dadurch erhält Ebay weitere Millionen Euro und daher passiert da auch nichts. Warscheinlich erst, wenn jeder Händler die Versandkosten einbehalten würde. Auch wenn ein Ebay Händler es geschafft hat einen Kunden für sein Angebot zu gewinnen, wirbt Ebay vorher noch auf der Angebotseite mit den gleichen Artikel von anderen Händlern. Ich könnte hier hunderte Probleme aufzählen, die Ebay für jeden Händler zu einem Graus macht. Aber da Ebay massenhaft Chinahändler bekommt und den deutschen Händler damit verdrängt, ist es nur eine Frage der Zeit, dass Ebay Geschichte wird. Allein Alibaba bräuchte nur europäische Zahlungsmodalitäten wie Paypal einführen und schon verliert Ebay. Auch als Kunde ist Ebay lächerlich geworden, habe letztens 4 Cover für mein Smartphone bestellen müssen, bis endlich eins gepasst hat. Entweder war es Müll vom Chinahändler oder aber importierter Chinamüll vom deutschen Händler.

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