Ratgeber

Eigenen Token-Sale durchführen: Waves will es möglich machen

(Foto: Shutterstock)

Die Waves-Plattform erlaubt es, recht schnell einen eigenen Token (digitale Währung) zu kreieren und über einen Exchange zu verkaufen.

Zugegebenermaßen – aktuell wäre im ICO-Markt weniger wahrscheinlich mehr. Nicht nur, dass es inzwischen eine Unmenge an Initial-Coin-Offerings (ICOs) gibt, wobei viele eher darauf ausgelegt sind, die Initiatoren reich zu machen als darauf, ein gutes Projekt hervorzubringen. Muss es da wirklich noch mehr ICOs geben?

Vielleicht möchte man aber mal das Phänomen ICO von der anderen Seite erfahren, vielleicht möchte man mit um die Welt verteilten Freunden eine Art Vereinskasse anlegen, vielleicht hat man tatsächlich eine interessante Idee und braucht Geld: Für jene sei ein Weg zum eigenen Token-Sale vorgestellt.

Waves – Ohne großen Tech-Background zum ICO

Der Königsweg ist sicherlich die Generierung eines ERC20-Token. Für jene, die ein Ethereum-Wallet auf ihrem Desktop installiert und die Ethereum-Blockchain heruntergeladen haben, ist das auch ein gangbarer Weg, aber wenn es schnell gehen soll?

Sofern es wirklich nur um einen Token geht, der keine besondere weitere Funktionalität mit sich bringen muss, dann wäre Waves als Plattform eine gute Wahl. Im Waves-Wallet, welches sowohl als Desktop- und Smartphone-Version als auch als Web-Wallet verfügbar ist, können Token erstellt und über einen internen Exchange zum Verkauf feilgeboten werden.

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Für jene, die noch kein Waves-Wallet eingerichtet haben, sei der Einfachheit halber der Weg über das Web-Wallet, welches auf waveswallet.io zugänglich ist, erklärt. Auf der Seite wird man direkt zwischen „Import Account“ und „New Account“ wählen können.

Nach der Auswahl „New Account“ wird eine mit „Wallet Seed“ bezeichnete Zeichenkette gezeigt, die nun von der Wichtigkeit und der Brisanz dem Private-Key entspricht: Jeder, der diese Seed besitzt, hat Zugriff auf die im Wallet gespeicherten Wertanlagen. Das Passwort, welches nun eingerichtet werden soll, dient lediglich dem Schutz am eigenen Rechner.

Nachdem das Wallet eingerichtet ist, wird der neue Waves-Wallet-Besitzer von diesem Eingangsbildschirm begrüßt:

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Wie zu sehen ist, kann im Waves-Wallet mehr als Waves verwaltet werden: US-Dollar und Euro sind über (SEPA-)Überweisungen in das Wallet zu transferieren, während Bitcoin, Ethereum und Waves über reguläre Transaktionen an einen bestimmten Public-Key übertragen werden.

Für einen Token-Sale ist es leider notwendig, etwas Waves im Wallet zu haben: Einen neuen Token aus der Taufe zu heben kostet einen Waves, was nach aktuellem Kurs 4,70 Euro entspricht. Waves kann man sich zwar über eine Kreditkarte einzahlen lassen, jedoch ist hier der Mindestbetrag 30 Euro. Preiswerter und für die betrachteten Fälle sicherlich sinnvoller ist es, über einen Exchange etwas Waves zu kaufen und an das Wallet zu überweisen.

Die runden Icons in der oberen Leiste sind verschiedene Menüpunkte, die der Reihe nach für das Wallet, das Portfolio, einen dezentralen Exchange, eine Leasing-Möglichkeit, eine Transkations-Auflistung sowie eine Möglichkeit zur Token-Generierung enthalten.

Für das geplante Anliegen ist der zweite Menüpunkt von rechts interessant. Hier können Tokens generiert werden.

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Die meisten Punkte sind selbsterklärend, so kann der Name des Tokens, eine kurze Beschreibung desselben, eine Gesamtanzahl an Token sowie die Unterteilung derselben festgelegt werden. „Re-issuable“ stellt die Frage, ob die Anzahl der Tokens später noch einmal geändert werden können soll.

Wenn die genannten Punkte festgelegt wurden, kann man auf Submit drücken und ist nun stolzer Tokenbesitzer. Dieses Token kann unter „Portfolio” betrachtet werden:

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Über „Details“ lässt sich etwas mehr in Erfahrung bringen:

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Die Token zum Verkauf anbieten

Ein Token allein bringt nicht viel. Sicher, man kann es schon jemandem schicken, aber viel mehr ist noch nicht möglich. Damit ein Token-Sale entsteht, muss der Token angeboten werden. Das ist über den dezentralen Exchange von Waves schnell möglich.

Über Auswahl des dritten Menüpunktes von links gelangt man in den Waves-Decentralized-Exchange. Sicherlich, dieser ist im Vergleich zu Poloniex oder Bittrex klein, aber dafür ist das Token schnell verkaufsfähig.

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Der dezentrale Exchange von Waves ist analog zu so manch anderer Börse aufgebaut: Neben einem Kursverlauf sind Kauf- und Verkaufsorder, eine Trading-History und die eigenen Order zu sehen. Über dieses Panel lassen sich Verkaufsorder generieren. Es lässt sich im Beispiel Silmaril festlegen, dass diese gegen drei Waves verkauft werden:

(Screenshot: waveswallet.io)

(Screenshot: waveswallet.io)

Nun ist die Verkaufsorder erstellt und andere können auf dem Exchange auf diese eingehen – und schon ist der Token-Sale geboren!

Natürlich ließen sich verschiedene Token in verschiedenen Wertepaaren zum Verkauf anbieten, sodass auch Leute mit Ethereum, Bitcoin, US-Dollar oder Euro am ICO teilnehmen könnten, hier sollten aber die Basics erklärt werden.

Natürlich sind einige Dinge hier suboptimal: Token, die hier gehandelt werden, gehören nicht gerade zu den bekanntesten. Ebenso ist nicht von Vorteil, dass sowohl zur Tokengenerierung als auch zur Initialisierung einer Order Waves benötigt wird. Alle Leute, die keine Waves besitzen, fallen dann als potentielle Käufer im Token-Sale weg.

Dennoch hat der dezentrale Exchange von Waves seinen Platz, da hier schnell kleine, private ICOs gestartet werden können.

Passend dazu: ICO erklärt – Das steckt hinter dem Finanzierungsmodell der Blockchain-Szene

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