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Waymo: Selbstfahrende Autos ohne Testfahrer in Kalifornien erlaubt – mit bis zu 105 km/h

Selbstfahrendes Auto der Alphabet-Tochter Waymo. (Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Google-Schwester Waymo bekommt als erster Entwickler autonom fahrender Autos die Erlaubnis, ihre Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer auf öffentlichen Straßen fahren zu lassen. Sie dürfen auch bei Nebel und leichtem Regen fahren.

Die Google-Schwesterfirma Waymo darf als erster Entwickler selbstfahrender Autos ihre Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer auf öffentliche Straßen in Kalifornien schicken. Die Fahrzeuge sollen zunächst rund um die Zentralen von Google und Waymo in Mountain View und Palo Alto unterwegs sein, wie die Firma am Dienstag ankündigte. In diesem Teil des Silicon Valley sind die selbstfahrenden Autos von Waymo bereits seit Jahren unterwegs. Insgesamt hätten die Wagen zehn Millionen Meilen (16 Millionen Kilometer) auf öffentlichen Straßen zurückgelegt, hieß es.

Waymo: Erstes Unternehmen mit Erlaubnis zum Fahren ohne Menschen am Steuer

Im benachbarten Arizona mit seiner lockeren Regulierung hält Waymo bereits eine Erlaubnis zum Fahren ohne einen Menschen am Steuer. In dem Bundesstaat baut die Firma gerade einen Taxi-Service mit selbstfahrenden Autos für Einwohner eines Vororts der Stadt Phoenix auf.

Kalifornien hat deutlich strengere Regeln für selbstfahrende Fahrzeuge und sieht diverse Auflagen für den Betrieb von Wagen ohne Sicherheitsfahrer auf öffentlichen Straßen vor. In dem Bundesstaat haben insgesamt rund 60 Firmen – darunter auch deutsche Autobauer und Zulieferer – die Erlaubnis für selbstfahrende Auto-Tests mit Sicherheitsfahrern.

Selbstfahrendes Auto der Alphabet-Tochter Waymo. (Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

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Waymo-Autos dürfen auch auf Straßen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von etwa 105 km/h fahren

In diesem Gebiet darf Waymo seine Autos ohne Testfahrer rollen lassen. (Bild: Google; Medium)
In diesem Gebiet darf Waymo seine Autos ohne Testfahrer rollen lassen. (Bild: Google; Medium)

Waymo darf Autos ohne Menschen am Steuer in der Stadt, auf Landstraßen und Autobahnen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von knapp 105 Kilometern pro Stunde (65 Meilen pro Stunde) einsetzen. Sie dürfen auch bei Nebel und leichtem Regen fahren. Wenn ein Waymo-Auto nicht wisse, wie er in einer Verkehrssituation vorgehen solle, bleibe er zur Sicherheit stehen, bis eine Lösung gefunden wird, eventuell auch mit Hilfe von per Funk zugeschalteten Spezialisten. Der Einsatzbereich im Silicon Valley soll mit der Zeit ausgeweitet werden.

Waymo entstand aus dem autonomen Auto-Projekt von Google, bei dem bereits seit 2009 selbstfahrende Autos auf die Straße geschickt wurden.

Entwickler von autonomen Fahrzeugen versprechen, dass sie den Straßenverkehr viel sicherer machen werden – schließlich gingen über 90 Prozent der Unfälle auf Fehler von Menschen zurück. Wann selbstfahrende Autos jedoch in großem Stil auf die Straße kommen, ist offen. In diesem Jahr gab es den ersten tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto: Ein Wagen von Uber erfasste bei einer Testfahrt in Arizona in der Dunkelheit eine Fußgängerin, die eine mehrspurige Straße überquert hatte. Ein ausführlicher Untersuchungsbericht zu diesem Unfall steht noch aus. afr/dpa

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