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We Share: Volkswagen startet mit E-Auto-Carsharing ab Ende Juni 2019 in Berlin

VW We Share. (Foto: Volkswagen)

Volkswagen will einen Teil vom Carsharing-Kuchen und in Europa sowie Nordamerika mit We Share eine eigene Carsharing-Flotte starten, die vollständig mit Elektrofahrzeugen betrieben werden soll. In Berlin geht es ab Ende Juni 2019 los.

Der Wolfsburger Autokonzern will sein Sharing-Angebot „We Share“ unter dem Dach der neuen Kundenplattform VW We bündeln. In Deutschland soll der Service nach einer Betaphase Ende Juni an den Start gehen.

VW We: Carsharing mit E-Golf und I.D.-Elektroautos

VW We Share. (Foto: Volkswagen)

VW We Share. (Foto: Volkswagen)

Autos verkaufen ist nicht genug. Dessen ist sich Volkswagen seit längerer Zeit auch bewusst. Entsprechend will der Konzern neben seiner Ride-Hailing- und Pooling-Lösung Moia einen eigenen Carsharing-Dienst als Antwort auf BMWs und Daimlers Drivenow und Car2go – bald unter einem Dach als Share Now – anbieten.

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„Wir sind der Überzeugung, dass der Carsharing-Markt noch Potenzial hat. Deshalb treten wir mit einem ganzheitlichen Konzept aus einer Hand an, das alle Mobilitätsbedarfe von der wenige Minuten dauernden Kurzstrecke bis zur wochenlangen Urlaubsreise abdeckt“, so Volkswagen-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

Über die VW We-Plattform sollen alle Dienste des Unternehmens gebucht werden können. (Foto: t3n.de)

Über die Volkswagen-We-Plattform sollen alle Dienste des Unternehmens gebucht werden können. (Foto: t3n.de)

VW We Share: Erster Halt, Berlin

Mit We Share will Volkswagen im Juni 2019 in Berlin aufschlagen und zu Anfang 1.500 E-Golfs anbieten, nachfolgend sollen 500 weitere E-Ups hinzukommen. Sobald verfügbar, wird das Angebot um den vollvernetzten Stromer der neuen Generation VW I.D. erweitert. Von 2020 an beabsichtigt VW, die Carsharing-Flotte sukzessive auf die ersten Modelle der neuen Volkswagen-I.D.-Familie wie etwa VW I.D. und VW I.D. Crozz umzustellen.

VW I.D. von allen Seiten
Volkswagen I.D. (Bild: VW)

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Wie am geplanten Fahrzeug-Angebot zu erkennen ist, fokussiert VW sich bei We Share auf reine Elekroautos, während die Mitbewerber wie BMW und Daimler derweil noch überwiegend auf Verbrenner setzen.

VW We Share. (Foto: Volkswagen)

VW We Share startet ab 2019 in Berlin. (Foto: Volkswagen)

Dass Berlin die erste Stadt ist, in der We Share angeboten werden soll, liegt Stackmann zufolge an der hohen Einwohnerzahl und -dichte – sie habe das größte Potenzial. In Berlin „leben viele Menschen, die das Teilen von Fahrzeugen schon ausprobiert haben – und es werden immer mehr“, so der Manager.

Nach dem Auftakt in Berlin werde We Share in weiteren großen deutschen Städten eingeführt werden. Parallel sei ab 2020 zudem der Schritt in europäische Kernmärkte und ausgewählte Städte in den USA und Kanada geplant. Im Fokus stehen VW zufolge Großstädte mit mehr als einer Million Einwohnern.

We Share: Mehr als nur Elektro-Carsharing

Der Konzern macht indes deutlich, dass der Vehicle-on-Demand-Dienst neben dem Carsharing beispielsweise auch Mikromobilitäts-Lösungen umfassen könnte. In diesem Kontext erwähnt das Unternehmen die hauseigenen Konzepte I.D. Cityskater und den I.D. Streetmate, die dem Kunden dabei helfen sollen, die letze Meile zu überbrücken. Dabei handelt es sich um E-Roller und E-Tretroller.

VW-Studie Cityskater. (Foto: Volkswagen)

VW-Studie Cityskater. (Foto: Volkswagen)

Die neuen Vehicle-on-Demand-Dienste sollen über die Kundenplattform Volkswagen We buchbar sein. Auf der neuen We-Plattform will VW zahlreiche Funktionen bündeln – auch Dienste wie eine Park-App zum Finden von Parkplätzen oder Location-Based-Vouchering sollen darin einfließen. Der Sharing-Dienst werde zudem VWs Carpooling-Dienst nicht ersetzen, sondern „komplementär ergänzen“. Auf Elektromobilität setzt Moia auch: VW hatte im Dezember 2017 ein Elektro-Fahrzeug für Moia vorgestellt, das seit Ende 2018 durch Hamburg rollt.

Entwickelt wird die Sharing-Plattform von der hundertprozentigen Volkswagen AG-Tochter UMI Urban Mobility International in Berlin, die von Philipp Reth gesteuert wird. Das Unternehmen ist 2018 mit 30 Mitarbeitern gestartet. Reths Ziel: den Kunden eine umweltschonende Flotte zu bieten, die die Kunden „immer schnell und preislich fair zum Ziel bringt“.

VW I.D. Crozz in Bildern
Prototyp des VW ID Crozz. (Foto: t3n)

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Volkswagen kommt mit einem großangelegten Carsharing-Angebot spät auf den Markt. Daimlers Car2go und BMWs Drivenow sind seit Jahren die Platzhirsche in Deutschland und haben zuletzt angekündigt, ihre Mobilitätsdienste komplett zusammenzulegen. VW war übrigens mit Quicar in Hannover schon einmal Carsharing-Anbieter, zog sich 2016 aber wieder zurück.

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