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Web 2.0: Was die deutsche Wikipedia versäumt, um mehr Helfer zu begeistern

Kristian Köhntopp hat einen sehr lesenswerten Beitrag über die aktuelle Diskussion rund um die deutsche Wikipedia geschrieben. Hintergrund: Der Eintrag des Vereins „Missbrauchsopfer gegen Internetsperren“ (Mogis) war aus der deutschen Wikipedia wegen Irrelevanz gelöscht worden. Der Verein hatte aber in diesem Jahr in der Diskussion um die Internetsperren immer wieder eine wichtige Rolle gespielt. Die deutschen Wikipedianer würden nun allerdings die Chance verpassen, ihr Vorgehen zu erklären und vor allem neue Helfer zu gewinnen, schreibt Kristian Köhntopp.

Immer wieder trifft man in der deutschen Wikipedia auf gelöschte Inhalte. So gehört beispielsweise das Framework FLOW3 dazu, das unter anderem die Basis des kommenden TYPO3 5.0 sein wird. Warum aber werden in einem prinzipiell unbegrenzten Online-Nachschlagewerk überhaupt Inhalte wegen Irrelevanz gelöscht? Und vor allem: Was sind die Messwerte für Relevanz?

Kurioserweise vertraut das Internetprojekt Wikipedia hier offenbar gedruckten Informationen mehr als dem Web. Dabei zeigen Beispiele immer wieder, dass „Qualitätsmedien“ Falschinformationen aufsitzen, die von Blogs hingegen sehr schnell enttarnt werden. Kein Wunder: So mancher Blogger ist Experte auf einem Gebiet, während in Redaktionen sehr oft gestresste Journalisten News zu allen möglichen Themenbereichen verarbeiten.

deutsche-wikipediaDass Artikel komplett entfernt werden wird immer wieder damit begründet, dass man die Qualität der Wikipedia nur bis zu einer gewissen Größe sicherstellen könne. Das ist nachvollziehbar: Sind zu viele Inhalte vorhanden, kommen die freiwilligen Helfer nicht mehr hinterher.

Ich bin allerdings ebenso wie Kristian Köhntopp der Meinung, dass aus diesem Fakt der falsche Schluss gezogen wird. Nicht die Zahl der Inhalte muss verringert, sondern die Zahl der Helfer vergrößert werden. Wie das gelingen könnte, schreibt er in seinem Posting.

Man kann nur hoffen, dass viele Wikipedianer diesen Beitrag lesen. Die Liste der Kommentare ist jedenfalls schon lang. Darin äußert sich so mancher, der es angesichts des „Löschwahns“ in der deutschen Wikipedia inzwischen wieder frustriert aufgegeben hat, das Projekt zu unterstützen.

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Eine Reaktion
cyberman

Ich hab vor längerem auch mal einen Artikel zu einem CMS betreut - über 3 Jahre kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Bis dann April 2009 anläßlich einer Überarbeitung einer der Lösch-Spastis auf die Idee kam, dass der Artikel nicht relevant sei. Eines von vielen (aber nicht zutreffenden) Argumenten war, dass das CMS nicht im Gardner-Report vertreten sei. Schon mal in den Gardner-Report reingeschaut? Ich sag da nur, adé, Open Source CMS in der Wikipedia :( ...

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