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Web-APIs – offene Standards rücken den Nutzer in den Fokus

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Auf der API Conference 2017, die im September in Berlin stattfindet, stehen Web-APIs und wertvolles Know-how für ihre Entwicklung im Fokus.

Web-APIs bieten wichtige, zentrale Funktionen moderner IT-Systeme: Sowohl für innovative Businessmodelle im Cloud- und SaaS-Umfeld als auch für die Integration bestehender IT-Systeme sind REST, JSON & Co. heute essentiell.

Buzzwords wie REST, Microarchitecture und Serverless sind in aller Munde, wenn es um Web-APIs geht. Während im Frontend beispielsweise moderne Application-Frameworks wie Angular oder React werkeln, wickeln im Hintergrund leichtgewichtige Web-APIs die Kommunikation ab.

Auf der API Conference (18. – 20. September in Berlin) beleuchtet Carsten Sandtner (mediaman GmbH) den aktuellen Stand der verfügbaren Browser-APIs. Carsten  Sandtner spricht vorab im Interview über offene Standards, Geschäftsmodelle und Stolpersteine.

Web-APIs: Carsten Sandtner im Interview

Carsten Sandtner im Interview (Foto: S&S Media)

Christoph Ebert: Carsten, ein ganz wichtiger Aspekt beim Thema Web-APIs ist „Open Matters!“. Warum sind offene Standards im Bereich Web-APIs so relevant?

Carsten Sandtner: In der Entwicklung der Browser gab es einst den sogenannten Browserkrieg, der Kampf um die besten Features zwischen Internet Explorer und Netscape. Er mündete darin, dass die Webentwickler in ihrem Code den Browser erkennen mussten. Einem Entwickler ist der zugrundeliegende Browser aber prinzipiell egal, er möchte dem Benutzer eine möglichst gute UX bieten. Diesen Aspekt hatten die Browserhersteller damals aus dem Fokus verloren.

Heute sind das Web als Zielplattform und die Endgeräte und Software, mit der es konsumiert wird, sehr vielfältig und nicht einheitlich. Deshalb helfen offene Standards, den Benutzer wieder in den Fokus zu rücken. Und gleichzeitig muss sich der Entwickler nicht zu sehr über den Browser-Support Gedanken machen. Stattdessen arbeiten alle großen Browseranbieter gemeinsam an Standards wie Service Worker, WebVR oder der Unterstützung von diversen Hardwarefeatures wie Bluetooth oder Gerätesensoren. Genau diese Zusammenarbeit und die offene Spezifizierung hat das Web als Plattform zu dem gemacht, was wir heute nutzen und lieben.

Ebert: Früher waren (Public) Web-APIs eher eine Ausnahme, heute gehören sie zum Kerngeschäft vieler Unternehmen. Was hat sich deiner Meinung nach geändert?

Sandtner: Gibt man die Daten über ein API frei, erreicht man ungleich mehr Entwickler, die kreative Lösungen entwickeln können. Die Entwickler in einem Unternehmen sind hingegen limitiert. Dank einem öffentlichen API kann eine schier unendliche Anzahl von Entwicklern mit den Daten arbeiten. Hätte Beispielsweise Twitter seine APIs nicht von Anfang an offen gestaltet, wäre es meiner Meinung nach nicht zu der heutigen Verbreitung gekommen. Etliche Clients und kreative Lösungen wurden extern durch die Community entwickelt. Dieses Potenzial erkennen immer mehr Unternehmen und öffnen ihre APIs. Auch daran kann man sehen, dass offene Schnittstellen und Standards die Entwicklung fördern. Und offen heißt ja nicht zwingend, dass alles kostenlos sein muss.

Ebert: Auf welche typischen Probleme und Stolpersteine kann man bei der Entwicklung eines Web-API treffen?

Sandtner: Ein API zu entwickeln ist nicht trivial. APIs müssen stabil sein und Entwickler verlassen sich darauf, dass sich das API nicht ständig verändert. Vor allem aber möchten Entwickler eine gute und verständliche Dokumentation der APIs. Nichts ist frustrierender als ein API, die nicht erklärt, wie man es benutzt. In diesem Bereich sehe ich noch sehr viel Potenzial, denn viele gute APIs sind unzureichend dokumentiert. Oder viel schlimmer: Die Dokumentation ist veraltet.

Aber auch Performance, Robustheit und stetige Weiterentwicklung sind wichtige Themen. Generell ist ein API nie wirklich fertig. Im Grunde sehe ich die Entwicklung von APIs analog zur Entwicklung von Software: Man muss immer den Use Case und vor allem den User im Kopf behalten.

Ebert: Technologien wie Node.js sind sehr beliebt, um pragmatische Web-APIs zu entwickeln. Aber sie sind auch recht schnelllebig. Kann so etwas zu einem Problem für Geschäftsmodelle werden?

Sandtner: Das Web ist an sich sehr schnelllebig. Bis 2007 hat kaum einer gedacht, dass wir primär mit einem mobilen Endgerät das Internet konsumieren. Die zugrundeliegenden Technologien müssen sich einfach weiterentwickeln, damit sie dem Fortschritt standhalten können. Das Gleiche trifft auch auf APIs und Geschäftsmodelle zu. Anbieter von APIs müssen stetig sicherstellen, dass diese aktuell bleiben. Ein API lebt und muss weiterentwickelt werden. Die größte Herausforderung dabei ist, APIs abwärtskompatibel zu halten. Man muss immer bedenken, dass es gegebenenfalls Konsumenten des API gibt, die nicht jeden „Breaking Change“ mitmachen können oder wollen. Hier bieten sich zum Beispiel Versionierungen an. Wie schon erwähnt, muss bei APIs der Nutzer immer im Zentrum stehen. In diesem Fall sind es die Entwickler, die diese APIs in ihrem Produkt verwenden möchten.

Die API Conference vom 18. – 20. September in Berlin (Foto: S&S Media)

Mehr zu den Themen Web-APIs, API-Design & Management auf der API Conference 2017

Die API Conference vermittelt wertvolles Know-how für die API-Entwicklung mit Java, Javascript/Node.js, PHP und .NET und beschäftigt sich darüber hinaus mit modernem API-Design und API-Management. Spannende Einblicke in die Potenziale API-basierender Businessmodelle runden das Programm der API Conference ab.

Wenn du dir deine Teilnahme bis zum 10. August sicherst, profitierst du vom attraktiven Early-Bird-Special. Alle Infos dazu findest du hier.

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