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Web-Performance – Expertentipps für schnellere Websites

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Auf der International Javascript Conference, die im Oktober in München stattfindet, spielt Performance-Optimierung von Websites eine wichtige Rolle. Hier vorab ein paar Expertentipps.

Niemand wartet gerne auf langsam ladende Seiten im Browser. Je länger es dauert, desto ungeduldiger wird der User. Hohe Bounce Rates und unzufriedene Kunden sind die Folge. Nur selten lassen sich solche Probleme schnell lösen. Bevor man mit der Optimierung beginnt, sollte man genau verstehen, was der Browser tut, um eine Seite anzuzeigen.

Auf der International Javascript Conference, die vom 23. bis 27. Oktober in München stattfindet, gibt Sebastian Springer (Senior Software Architect bei MaibornWolff) den Teilnehmern Expertentipps zu genau diesen Abläufen. Wer sich rechtzeitig für die Konferenz anmeldet, kann einiges sparen und von vielen Frühbucher-Vorteilen profitieren.

Web-Performance: Sebastian Springer im Interview

Software & Support: Sebastian, was sind die Top-3-Checks, die man vor einer Performanceverbesserung machen sollte?

Sebastian Springer: Das ist relativ einfach: Messen, analysieren, verbessern und dann schummle ich noch einen vierten Punkt auf die Liste: nochmal messen und sich gut fühlen. Bevor man sich an eine Verbesserung der Applikation macht, sollte man die Ausgangssituation dokumentieren. Schließlich will man am Ende wissen, ob die Aktion überhaupt etwas gebracht hat. Danach geht es darum, herauszufinden, wo genau man seine gute Performance verliert. Je nachdem, worum es sich bei dem Problem handelt, muss man mehr oder weniger tief graben.

Die erste Anlaufstelle sind auf jeden Fall die Entwicklertools des Browsers. Mit ihnen ist von einer einfachen Request-Analyse bis hin zur umfangreichen Speicheranalyse alles möglich. Wenn man erst einmal herausgefunden hat, wo das Problem liegt, ist die Behebung in den meisten Fällen das geringere Übel. Nach der Umsetzung führt man dann erneut eine Performancemessung durch, um festzustellen, ob die Änderung zum gewünschten Ergebnis geführt hat und das Problem auch wirklich beseitigt ist. Außerdem lassen sich nachfolgende Refactorings wesentlich besser verkaufen, wenn man seinen Auftraggebern beweisen kann, dass zum Beispiel der letzte Eingriff in die Software zu einer 25-prozentigen Reduktion der Ladezeit geführt hat.

Software & Support: Gehören Bibliotheken zu den größten Bottlenecks in Bezug auf Javascript und Web-Performance?

Sebastian Springer:  Nur teilweise. Performance ist ein sehr wichtiges Thema in der Webentwicklung, vor dem auch die Hersteller von Frameworks ihre Augen nicht verschließen können. Klar sind schlecht geschriebene Bibliotheken ein Performanceproblem. Allerdings gibt es glücklicherweise immer mindestens zwei Alternativen, aus denen man wählen kann. Es hindert uns also keiner daran, die bessere Alternative zu wählen. Dieser Konkurrenzdruck zwischen den Bibliotheken sorgt dafür, dass immer bessere Resultate entstehen, und davon profitieren sowohl wir als Entwickler als auch die Nutzer unserer Applikationen.

Gehören Bibliotheken zu den größten Bottlenecks in Bezug auf Javascript und Web-Performance? (Foto: Who is Danny/Shutterstock.com)

Software & Support: Javascript-Engines werden immer mächtiger. Welchen Einfluss haben V8, Chakra und Co. inzwischen auf die Performance?

Sebastian Springer: Die Browserhersteller haben schon seit langer Zeit erkannt, dass es stark auf die Performance ankommt. Man muss noch nicht einmal weit in die Vergangenheit blicken, um die Resultate zu sehen. Oft ist schon von einem Browser-Release zum nächsten eine Verbesserung zu beobachten. Wobei die Entwicklung nicht nur die Javascript-Engines betrifft, sondern den kompletten Browser, also auch den HTML-Parser oder die Rendering-Engine. Eine einzelne Komponente kann noch so gut sein – wenn das Gesamtpaket nicht stimmt, bringt das relativ wenig.

Ein gutes Beispiel für eine Performanceverbesserung im Bereich der Javascript-Engines ist übrigens Chrome mit seiner neuen Compiler Pipeline. Hier haben sich die Entwickler zu einem relativ radikalen Schritt entschieden und ganze Komponenten ausgetauscht.

Software & Support: Gibt es Use-Case-Beispiele, bei denen es von Vorteil sein könnte, ein klein wenig Performance zugunsten von gewissen Features zu opfern?

Sebastian Springer: Es gibt eine große Menge von Beispielen, bei denen bewusst auf Performance verzichtet wird. Man muss sich nur vor Augen führen, was die performanteste Art der Darstellung ist: eine einfache HTML-Seite, die lediglich unformatierten Text beinhaltet. Diese Variante ist zwar hochperformant, aber nur schlecht zu verwenden. Je mehr Usability und Workflow-Unterstützung man einbaut, desto mehr wirkt sich das auf die Performance aus.

Speed ist nicht immer das Entscheidenste. (Foto: ktsdesign/Shutterstock.com)

Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz von Bibliotheken und Frameworks, die die Entwicklungsgeschwindigkeit erhöhen und eine Applikation besser wartbar machen, aber eben auch Auswirkungen auf die Performance haben. Jeder zusätzliche Codeblock, der geladen wird, muss zunächst heruntergeladen und interpretiert werden, was wiederum Zeit und Ressourcen kostet.

Mehr Javascript-Know-how auf der International Javascript Conference

Tipp: Als Teilnehmer der International Javascript Conference hat man freien Zugang zur parallel stattfindenden International PHP Conference – zudem erhält man bei rechtzeitiger Anmeldung einen stark ermäßigten Preis und weitere Frühbuchervorteile.

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2 Reaktionen
Cynthia

Ich stimme voll und ganz mit der Post, dass Frameworks oder Tools eine Rolle spielen in der Website Geschwindigkeit. Ich benutze TemplateToaster, um meine zu bauen, weil es leichtes Gewicht und attraktive Webseiten macht.

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Markus

Bei kritischen Anwendungen gebe ich meist 2/3 des Aufwands für Performanceoptimierung aus, weil es sich da auch lohnt. Bei Nischenangeboten wird dieser Aufwand nicht getrieben. Zudem gibt es Features, wo die Performance falsch gemessen wird. Also wenn der initiale Ladevorgang 1s länger dauert ist das schmerzhaft, wenn dann aber gleich noch Mehrwerte entstehen, wiederum nicht.

Im Übrigen bin ich oft genug beeindruckt, was man von der fertigen Anwendung bis zur ausgerollten Anwendung alles rausholen kann.

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