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Entwicklung & Design

Webentwickler mit Ruby- und JavaScript-Skills will gratis coden

(Foto: archer10 (Dennis) / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Alle Achtung: Auf der Ruby-Entwickler-Plattform Heroku macht ein russischer Webentwickler ein unmoralisches Angebot. Vladimir, der Linux sein zu Hause nennt, Russisch, Ruby und JavaScript fließend spricht und aufgrund seines mobilen Mindsets auch kein Problem mit Dienstreisen hat, will bei einem aufstrebenden Startup arbeiten. Unbedingt. Notfalls auch gratis.

Hallo! Mein Name ist Vladimir. Ich bin Webentwickler

Vladimir ist ein russischer Webentwickler. Und Vladimir hat es satt. Er hat es satt, dass er der einzige in seiner Firma ist, der mit Linux arbeitet. Er ist frustriert, der einzige zu sein, der seine Code-Zeilen in den Emacs-Editor haut. Er hat es wohl auch satt, sich täglich einzig mit Java beschäftigen zu müssen. Zumindest klingt es so. Wo genau Vladimir arbeitet, das sagt er nicht. Aber eines sei sicher: Es ist todeslangweilig. Und außerdem Teilzeit.

Vladimir will aber nicht meckern und maulen, denn Vladimir ist ein Mann der Tat. Deshalb nutzt er Heroku. Heroku ist die Entwickler-Plattform für Ruby-Spezialisten. Und die sind, das ist landläufig bekannt, von bescheidener Natur. Und effizient! Gurus und Götter – sie sind nicht Sache eines leidenschaftlichen Ruby-Entwicklers (Hallo PHPler). Nein, Vladimir, der Ruby-Profi, bietet seine Dienste sogar gratis an. Hauptsache weg aus dem langweiligen Büroalltag und weg aus der wenig spannenden Entwicklerszene in Russland. Sagt Vladimir.

Vladimirs Traum: Webentwickler bei einem tollen Startup

Der ist deshalb auf der Suche nach einem neuen Projekt, einem interessierten Startup und Selbstverwirklichung. Soweit diese Projekte mit Emacs realisierbar sind – kein Problem. Wer außerdem auf der Suche nach validem (HTML-)Code und hübschem JavaScript ist, für den sei Vladimir genau der Richtige. Im Grunde könne man ihn eigentlich nach allem fragen, denn: Es ist ja gratis! Und: Er hat jede Woche 20 Stunden Zeit, wenn er nicht im Büro sitzen muss und sich mit Java vergnügen darf. In einem ein- bis zweimonatigen Trial könnten seine Dienste ab sofort angefordert werden. Danach wäre er auch für eine Festeinstellung zu haben. Auch gerne weiter weg. Hauptsache aufregend.

Vladimirs Must Haves: Ruby (on Rails), JavaScript, Linux, Open Source, Teilzeit.

Vladimirs Nice to Haves: Sinatra, backbone.js, nginx, mediokres Englisch.

Vladimirs Kontakt: hirefreecoder@gmail.com

Vladimirs Annonce: hirefreecoder.heroku.com

Ist das nur der Anfang der neusten Coder-Migration? Müssen sich die Webentwickler hierzulande jetzt wieder warm anziehen? Schreibt doch in den Comments, wie Ihr die Annonce findet.

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6 Reaktionen
seppelkarli

>>Ist das nur der Anfang der neusten Coder-Migration? Müssen sich die Webentwickler hierzulande >>jetzt wieder warm anziehen? Schreibt doch in den Comments, wie Ihr die Announce findet.

Dem Protagonist dieser anrührenden Geschichte wird schnell ein Lichtlein aufgehen, wenn er nach einiger Zeit kostenloser Arbeit sieht, wie die anderen die Früchte seiner Arbeit geniesen.
Wenn er denn ein guter ist, denn allein die Tatsache dass er seine Dienste auf einem Ruby Forum anbietet, macht ihn nicht zum Pro. Denk ich mir halt mal so.......

Memo

Kann den Kerl voll und ganz verstehen, lieber etwas mit Leidenschaft machen, als etwas zu dem man sich "zwingen" muss. Es war mir klar das es nicht jeder versteht, warum man etwas aus Leidenschaft und nicht nur des schnöden Mammons wegen macht. Natürlich muss man sich finanziell über Wasser halten können, aber das wird er sich schon gut überlegt haben...

Alles in allem "Hut ab!", ich finde ihn deshalb jedenfalls sympathisch...

Chris

Hm, und warum sucht er sich nicht ein schönes Open Source-Projekt, an dem er mitarbeiten kann? Soll doch auch sehr erfüllend sein...

Felix

Oh man... und wie finanziert der sich dann seinen Wodka?...

Ulf

Kann den Mann schon verstehen… lieber weniger Kohle als sich jeden Tag zur Arbeit quälen.

Es ist im Übrigen eine Annonce, kein Announce, was eine Ankündigung wäre.

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