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Webmaster-Umfrage: Wie verbreitet sind Adblocker und welche Auswirkungen haben sie für kostenlose Inhalte?

Der Student Till Faida führt derzeit eine interessante Analyse zum Thema AdBlocking durch. Für seine Bachelor Arbeit an der International Business School Groningen befragt er dazu Webmaster über ihre Erfahrungen mit AdBlocker-Tools. Bekannt sei bislang allenfalls die Zahl der Internetnutzer, die ein Tool nutzen, um Werbung auf den von ihnen besuchten Websites zu blockieren. Während der Surfer so eine werbefreie Internetseite präsentiert bekommt, entgehen dem Webseitenbetreiber möglicherweise wichtige Einnahmen. Aber wie hoch sind die Verluste eigentlich?

Mehr als 10 Prozent nutzen verschiedene AdBlocker in ihren Webbrowsern und filtern damit Display-Werbung wie Banner, Button, Rectangle oder Skyscraper heraus, die dann bei ihnen nicht angezeigt werden. Was sich für den Webseitenbesucher nach einer schönen werbefreien Onlinewelt anhört, hat aber einen entscheidenen Haken: Für viele Websites, zu denen auch t3n.de gehört, stellt die Display-Werbung ein sehr wichtiges Mittel zur Refinanzierung der kostenlosen Inhalte dar. Und da diese Werbung in der Regel per „Tausender-Kontakt-Preis“ abgerechnet wird, entgehen einer Website wichtige Einnahmen, sobald ein Besucher einen AdBlocker aktiviert hat.

© Stephen Sweet - Fotolia.com

Mit dem Thema hatten wir uns bereits vor einiger Zeit beschäftigt und dazu auch eine eigene Umfrage gestartet. Weitere Aspekte in der Diskussion um die AdBlocker hat zudem Sebastian Lange in einem Gastartikel für t3n beleuchtet.

Till Faida möchte mit seiner Bachelor Arbeit nun einen Schritt weitergehen und herausfinden, welche Bedeutung die AdBlocker-Tools für die Werbeindustrie und das kostenlose Internet haben. Als Ergebnis möchte er schließlich einen Kompromissvorschlag zwischen Usern und Advertisern erarbeiten. Dazu hat er Kontakt zu den Entwicklern von AdBlock Plus aufgenommen.

Benötigt wird dafür aber noch jede Menge Feedback von Webmastern. Wer sich also für das Thema interessiert und Till gerne unterstützen möchte, findet hier die entsprechende AdBlocker Webmaster Umfrage.

Allein das populäre Firefox Add-on AdBlock Plus wird über 800.000 mal in der Woche heruntergeladen.

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5 Reaktionen
Funatiker

Ist die Werbung nicht sonderlich störend, kann der Webmaster gerne prüfen, ob ich Werbung blockiere und gegebenenfalls um Whitlisting bitten. Wenn mir die Seite gefällt, geh ich dieser Forderung nach.

Die schönste Werbeform ist in meinen Augen AdBard. Das sind stattische Grfafiken mit kurzem Text drunter. Gerne schaue ich mir die beworbenen Angebote an, ohne jedoch bei der Nutzung der Seiten, die diese Werbung einbiinden, massiv gestört zu werden.

Florian

Ich verwende Ad-Blocker hauptsächlich weil viele Webseiten es einfach übertreiben. Die Problematik der Refinanzierung ist mir wohl bekannt, nur trotzdem muss Werbung so eingebunden werden das die Seite noch benutzbar ist.

Bei der t3n finde ich die Werbung z.B. unproblematisch und auch der Hinweis wenn man den Ad-Blocker angeschalten hat ist eine gute Idee. Im Prinzip ist mir klar das hier viele wegen ein paar schwarzen Schaafen leiden, aber die Welt ist eben nicht gerecht.

Auch das Thema eingeschleuste Malware über Werbung hat extrem zugenommen, deswegen sollte man Werbung schon aus Sicherheitsgründen blocken.

seolar

Ich denke, Werbung kann und sollte nach wie vor zielgruppengerecht präsentiert werden. Und einige Websitebetreiber, mittlerweile ja sogar schon sehr viele, haben begriffen, dass es kaum mehr Sinn macht einen Website derart voll zu stopfen mit Werbung, dass die eigentlichen Inhalte nicht mehr wahrgenommen werden. Denn schließlich ist und bleibt es ja nach wie vor so, dass jede Werbung ein potenzieller Verlust eines Besuchers ist. Klickt dieser auf die Werbung ist er weg, erstmal zumindest. Und sollte Werbung derart penetrant präsentiert werden, besuche ich persönlich diese Seite nicht wieder. Bietet diese Seite dennoch einen hohen Informationsgehalt, komme ich wieder, auch wenn mich die Werbung prinzipiell stört. Wobei dabei auch noch unterschieden werden sollte zwischen "hochwertigen" Seiten, die sich, respektive Ihre Arbeit und Projekte über die Einblendung von Werbung finanzieren oder aber Seiten, die ausschließlich darauf aus sind mit Werbung die dicke Kohle zu machen (Filehoster und dies ganze Zeuchs).

Ich denke, Werbung auf Websites hat Ihren Sinn, solange diese im zielgruppengerechten Rahmen bleibt und gemäß den User Experience Regeln implementiert wurde.

Helen

Das Blockieren von Adservern ist der wichtigste Schutz vor Malware. Was gefährlich ist, kommt meist über diesen Weg. Die Werbung wird ja normalerweise aus einer anderen Quelle implementiert. Sie liegt nicht auf demselben Server wie der Content der Seite.

Man vertraut einer Seite wie t3n. Aber was der Adserver ausliefert und was dann auf der t3n-Seite angezeigt wird, darauf hat t3n keinen Einfluß. Deshalb sind Webseiten wie Deviantart solche Trojanerschleudern. Das Banner ist das ein verseuchtes GIF. Oft wird auch JS eingespielt, da stehen dann Tür und Tor offen. Dieses Problem betrifft selbst sehr große und an sich vertrauenswürdige Webseiten.

Facebook-Implementierungen auf Webseiten würde ich auch gleich blockieren.

Perun

@Alexander Schnitzler,

ich verstehe deine Logik nicht. Wenn mich eine Seite mit ihrer Werbung stört, dann besuche ich sie nicht mehr. Wenn Sie aber dennoch für mich nützliche Inhalte hat, dann muss ich die Werbung ertragen, denn davon finanziert sich das Projekt. Das ist ganz einfach.

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