Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

500 Millionen Website-Besucher sollen für Krypto-Mining missbraucht worden sein

(Bild: Shutterstock)

Die Computer von 500 Millionen Internetnutzern sollen ohne deren Wissen für Krypto-Mining, also das Schürfen von Kryptowährungen wie Monero und Ether, missbraucht worden sein.

Geheimes Krypto-Mining: 500 Millionen Nutzer betroffen

Vor etwa einem Monat wurde bekannt, dass die Torrent-Seite „The Pirate Bay“ die Rechen-Power ihrer Besucher nutzt, um damit die Kryptowährung Monero zu minen. Der dabei eingesetzte Krypto-Miner der Plattform Coinhive wie auch die ebenfalls populäre Alternative JSEcoin sind daraufhin auf weiteren Websites entdeckt worden. Laut dem Adblocker-Anbieter Adguard sollen die Computer von mindestens 500 Millionen Website-Besuchern weltweit für Krypto-Mining missbraucht worden sein.

Krypto-Mining: 220 der weltgrößten Websites setzt auf geheimes Schürfen. (Screenshot: Adguard)

Für die Ermittlung dieser Zahl hatte Adguard zuvor die – laut dem Ranking der Seite Alexa.com – 100.000 besucherstärksten Websites der Welt auf den Einsatz von Krypto-Minern untersucht und die Plugins auf 220 dieser Websites gefunden. Mehr als die Hälfte der Websites stammen demnach aus den USA, Indien, Russland und Brasilien. Die Krypto-Miner fanden sich aber auch auf weiteren europäischen Seiten sowie auf Websites aus China, Südamerika und dem Iran.

Schaut man sich die Seiten genauer an, so wie Adguard es getan hat, dann fällt auf, dass die meisten dieser Websites thematisch eher aus der Grauzone des Internets stammen. Demnach soll es sich dabei vor allem um zumindest halblegale TV- und Videoseiten sowie Torrent- und Porno-Websites handeln. Aber es sollen auch acht Prozent der Websites im Bereich Medien und Nachrichten angesiedelt sein.

Websites wollen mit Krypto-Mining Online-Werbung ersetzen

„The Pirate Bay“ und die Berichterstattung darüber haben laut Adguard-Einschätzung den erst Mitte September gelaunchten Krypto-Miner Coinhive erst bekannt gemacht. Für die meisten der Seiten, die Krypto-Miner einsetzen, gelte zudem, dass sie eher Schwierigkeiten hätten, ausreichend Einnahmen über Online-Werbung zu generieren. Auch „The Pirate Bay“ hatte den Einsatz von Coinhive damit gerechtfertigt, dadurch auf Werbeanzeigen verzichten zu können.

Das sind die fünf wertvollsten Krypto-Währungen der Welt
Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

1 von 5

Allerdings geht das Mining zulasten der CPU-Performance der Computer der Nutzer und kann bei Notebooks die Akkuleistung schwächen. Kein Wunder, dass viele Nutzer empört sind, wenn sie merken, dass ihre Geräte ohne ihr Wissen zum Schürfen von Kryptowährungen verwendet werden. Coinhive fordert daher die Betreiber der Websites, die seine Lösung einsetzen, mittlerweile dazu auf, Nutzer darüber zu informieren.

Krypto-Mining: Wie Nutzer sich schützen können

Nutzer können sich übrigens durch die Verwendung von Browser-Plugins wie Antiminer, Nocoin und Minerblock vor dem Mining-Missbrauch schützen. Auch die großen Adblocker- und Antivirushersteller bieten entsprechende Lösungen an. Riesige Gewinne verspricht das geheime Mining offenbar ohnehin (noch) nicht. Laut Adguard sollen die 220 untersuchten Websites mit dem Mining innerhalb der vergangenen drei Wochen zusammen lediglich 43.000 US-Dollar erwirtschaftet haben – allerdings, wie der Adblocker-Anbieter betont, nahezu ohne Aufwand und Kosten.

Mehr zum Thema:

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

2 Reaktionen
Florian Mack

100k heißt nicht 1.000 sondern 100.000.

Antworten
Jörn Brien

Danke für den Hinweis, ist geändert.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen