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Marketing

Webtrends: 10 Crowdsourcing-Dienste im Überblick – die Arbeitskraft und Kreativität der Masse nutzen

Über das Internet kann sich nahezu jeder mit hunderten und tausenden Menschen verbinden - oder auch Aufgaben an sie verteilen. „Crowdsourcing“ nennt sich das dann. Diese Wortneuschöpfung kombiniert Outsourcing (Auslagern) und Crowd (Masse). Auf diesem Weg kann man Designs erstellen lassen, kreative Ideen erhalten oder zeitraubende Tätigkeiten abgeben. Wir stellen zehn Crowdsourcing-Dienste vor, die sich auch für Unternehmen einigen.

Crowdsourcing-Anbieter in der Übersicht:

99Designs

crowdsourcing_99designs 99Designs ist eines der ersten Unternehmen, die Crowdsourcing als Dienst angeboten haben. Firmen können einen Pitch in das Portal einstellen, Designer präsentieren hierzu ihre Ergebnisse. Sollte sich die Firma für ein Design entscheiden, kommt ein Geschäft zwischen dem erfolgreichen Designer und dem Unternehmen zustande. 99Designs eignet sich gut, um Anregungen zu bekommen.

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12Designer

crowdsourcing_12designer 12Designer ist eine deutsche Firma aus Berlin, die ähnlich funktioniert wie 99Designs. Auftraggeber können einen Pitch für einen Markennamen oder ein Firmenlogo ausschreiben und Designer reichen ihre Werke ein. Ebenso wie 99Designs eignet sich 12Design gut, um einen Überblick über viele verschiedene Designideen zu bekommen.

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Amazon Mechanical Turk

crowdsourcing_mturk Bei dem Dienst von Amazon können Unternehmen Aufgaben einstellen, die dann zu geringen Preisen von Arbeitskräften aus der ganzen Welt abgearbeitet werden. Mechanical Turk eignet sich gut für Aufgaben, die maschinell nicht verarbeitet werden können, bei denen es jedoch zu zeit- und kostenaufwändig wäre, sie von eigenen Angestellten erledigen zu lassen.

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Brainr

crowdsourcing_brainr Brainr ist eine deutsche Seite, die sich als kollektive Brainstorming-Community versteht. Die Website bietet Ideensuchenden die Möglichkeit, das Wissen der Masse zu nutzen. So kann man die Besucher der Site zu einem Vorschlag für einen Firmennamen auffordern. Weitere Informationen zu Brainr finden sich in unserem Startup-Bereich.

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Crowdflower

crowdsourcing_crowdflower Crowdflower ähnelt sehr Amazons Mechanical Turk. Auch bei Crowdflower können Miniaufgaben eingestellt werden, die anschließend von Helfern zu geringen Preisen bearbeitet werden. Besonderes Feature von Crowdflower ist die Bereitstellung einer API für den Dienst. So lassen sich Anwendungen entwickeln, mit denen der Dienst einfach genutzt werden kann.

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Humangrid

crowdsourcing_humangrid Der Fokus von Humangrid liegt besonders auf Texten. So lassen sich bei dem Crowdsourcing-Angebot Texte wie etwa Produktbeschreibungen von den Benutzern erstellen. Auch suchmaschinenoptimierte Texte oder Webrecherchen sind möglich. Anders als andere Angebote sind die Preise vorgegeben, man kann die Entlohnung nicht mit dem Autor aushandeln. Humangrid bietet sich an, um schnell und preiswert Textinhalte zu bekommen.

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Innocentive

crowdsourcing_innocentive Mit Innocentive können Innovationen und Erfindungen ausgelagert werden. Der Fokus der Plattform liegt auf komplexen wissenschaftlichen Fragestellungen, dementsprechend sind die Challenges sehr anspruchsvoll. So ist etwa eine aktuelle Aufgabe auf dem Portal die Suche nach einem umweltschonenden Flaschenverschluss.

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InnovationExchange

crowdsourcing_informationexchange InnovationExchange zielt, wie der Name bereits suggeriert, auf Produktinnovationen. Die ausgelobten Preise für eine erfolgreich gelöste Aufgabe sind hoch, doch die Aufgaben sind sehr anspruchsvoll. So existiert momentan bei dem Dienst eíne Aufgabe, bei der eine neue Marke für einen Alkoholhersteller entwickelt wird.

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Prova

crowdsourcing_prova Die Plattform Prova ähnelt Design-Angeboten, der Fokus liegt jedoch mehr auf Werbemaßnahmen. So können zusätzlich zu Logos, Bannern und Grafiken auch Audio- oder Videoprodukte in Auftrag gegeben werden. So ist es mit Prova möglich, ein Werbevideo oder einen Podcast mit Hilfe von Crowdsourcing herzustellen.

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RentACoder

crowdsourcing_rentacoder Bei RentACoder kann man IT-Probleme einstellen und einen passenden Programmierer suchen. So können Unternehmen beispielsweise Fachkräfte finden, die ihnen eine iPhone-Applikation programmieren oder ein Shell-Skript erstellen. Der Dienst ist hilfreich, wenn man für IT-Aufgaben Unterstützung braucht. Für jede erfolgreiche Vermittlung muss eine Gebühr an RentACoder bezahlt werden.

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Pro & Contra zu Crowdsourcing

Crowdsourcing wird sehr kontrovers diskutiert. So befürchten beispielsweise viele Designer ein Preisdumping und argumentieren, dass Crowdsourcing-Dienste niemals eine individuelle Beratung ersetzen können. Dem wird von Befürwortern entgegnet, dass Angebote wie 99designs geeignet sind, sich einen Überblick zu Ideen zu verschaffen. Oftmals wissen Unternehmen nicht, was für ein Design sie sich vorstellen.

Eine zentrale Frage bei der Diskussion ums Crowdsourcing ist: Bedient es einen neuen Markt, den es früher in dieser Form nicht gab, oder zerstört es die Preise auf dem professionellen Markt?

Auch t3n hat Crowdsourcing in der Praxis verwendet. Per Design-Wettbewerb hatten wir zur alle eingereichten Vorschlägen anschauen.

Weitere Dienste

Selbstverständlich sind dies nur einige der unzähligen Crowdsourcing-Dienste. Gerade im Bereich Design existieren zahlreiche Anbieter, wie etwa designenlassen.de, Haystack von 37 Signals oder Crowdspring. Mit uTest lassen sich Softwaretester finden, yourEncore vermittlet Expertenwissen. Und wenn man so will, ist auch der Anbieter Threadless, bei dem die Benutzer ihre T-Shirts selbst designen, eine Form von Crowdsourcing. Da eine solche Auflistung niemals vollständig sein kann, freuen wir uns über weitere Hinweise in den Kommentaren.

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7 Reaktionen
superseven

Der Dienst "Amazon Mechanical Turk" akzeptiert keine Unternehmen außerhalb der USA.

Bereits bei der Anmeldung erscheint folgender Hinweis:

"Why is the country set as United States?
At this time Mechanical Turk does not support Requesters from countries outside the United States."

Meine ersten Aufträge von humangrid sind hingegen schon fertig und die Qualität sieht sehr gut aus. Wenn das so bleibt, bin ich damit sicherlich sehr viel zufriedener als mit textbroker (warum auch immer textbroker hier gar nicht erwähnt wurde...).

Vielen Dank für diese hilfreiche Liste !! ;)

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Norman F.

Einen auch ganz interessanten Ansatz bietet Bonspin, auch wenn da leider nicht mehr viel los ist.
Und auch ganz putzig ist Tchibo Ideas, wo Hausfrauen und Produktdesigner zusammenfinden...

Und zu dem ganzen Gejaule der Designerfraktion: Kein Mensch zwingt Euch, da mitzumachen, wenn Euch die Preise nicht schmecken bzw. die Tatsache, dass auch ein Stardesigner dort nur ein anonymer Fisch im Schwarm ist.

Vielleicht ist es ja wirklich vor allem gut für begabte Anfänger, die an (erste) Aufträge kommen wollen. Denn für unbegabte Anfänger wird sich das auf Dauer kaum lohnen.

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Henry

Eine Regel des echten Crowdsourcing ist es die Teilnehmer auch in irgendeiner Form zu beteiligen, von reinem Dumping kann also keine Rede sein.
Nicht jeder potentielle Auftraggeber kennt die entsprechenden Seiten im Netz, so daß sich auch damit als konkurrierend betrachtende Firmen ihre Anregungen auf eigene Aufgabenstellungen ergänzen lassen können, solange diese Angebote ihnen so kostengünstig erscheinen. Eine überdurchschnittliche Zunahme solcher Webangebote ist vielleicht gar nicht zu befürchten, da sich die Mitwirkenden auf die vorhandenen Seiten verteilen.
Zugleich bieten Crowdsourcing-Aufgaben sinnstiftende Beteiligung für Ältere deren Berufswechsel kaum Aussichten hätte ebenso wie für Angestellte in deren Firmen ihre Vorschläge aus welchem paradoxen Grund auch immer nicht nachgefragt werden.
Eine ähnliche Diskussion gibt es auch zu Ehrenämtern, die eine gehobenere Qualifikation erfordern. Es fehlt die Akzeptanz der qualifizierten Ausgegrenzten, die sich immer einen neuen Weg nach Bestätigung sucht.

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Homer

"Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von zunächst 7,50 Euro ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit. Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können..." Franz-Josef Möllenberg, NGG-Vorsitzender, am 7. November 2008 vor Journalisten in Berlin gefordert.

Recht hat er!

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Homer

Es stimmt, Crowdsourcing ist nichts weiter als der kommerzielle Ableger von OpenSource-Communities, mit dem Unterschied das nur der Veranstalter seinen Nutzen daraus ziehen kann. Bewerber erhalten nichts oder sehr wenig für Ihre Leistung und ziehen auch keinen Nutzen am fertigen Produkt oder der umgesetzten Idee, da diese am Ende nicht frei zur Verfügung steht.
Crowdsourcing ist doch bloß Ausnutzung 2.0 und jeder Kreative der da mitmacht verschleudert einfach nur sein Können und trägt zum Dumping bei.

Ein reales Beispiel aus den öffentlich einsehbaren Werten eines Crowdsourcing-Portals an Hand eines Top-Designers:
- Teilgenommen an 517 Wettbewerben
- Gewonnen 24
- Durchnittsverdienst: 203,75€
- Arbeitsaufwand je Wettbewerb = 2h (Sichtung, Erstellung, Einrichung, Kommunikation)
GEWINN: 24×203,75=4890€
STUNDENLOHN: 4890€ / (517Wettbewerbe a 2h = 1034h) = 4,72€

Also McDonalds bietet 8,-€ die Stunde und darauf muss man nicht noch Steuern zahlen!

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Bart

Crowdsourcing = Ausnutzung 2.0

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Jan Christe

Sehr hilfreich ist auch der Dienst "namethis", wenn es darum geht einen Namen für ein Produkt oder eine Marke zu finden.

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