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Auf dem Weg zur Plattform: Wie Connox mit seinem rasanten Wachstum umgeht

2005 als Online-Pure-Player für Premium-Wohndesign gegründet, hat der Onlinehändler Connox aus Hannover in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum erzielt. Dies hatte nicht nur Auswirkungen auf die Logistik: Auch in der IT muss Connox nun deutlich aufrüsten.

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Connox CEO Thilo Haas arbeitet mit seinen IT-Kolleg:innen im von Wilkhahn ausgestatteten Workshop-Raum. (Foto: Connox)

Thilo Haas, Gründer und Geschäftsführer von Connox, über Zukunftspläne, Herausforderungen und technische Freudentänze im E-Commerce:

Thilo, die Entwicklung eures Shopsystems ECS ist nun 16 Jahre her. Was waren damals die Ideen hinter der Entwicklung?

Als wir 2005 Connox gegründet haben, steckte das Thema SEO noch in den Kinderschuhen. Unsere Idee war es, durch ein suchmaschinenoptimiertes Geschäftsmodell eine Online-Alternative für den Kauf von bekannten Wohndesignmarken zu entwickeln. Die Programmierung einer eigenen E-Commerce Suite, unserer ECS, war dafür eine wichtige Grundlage, ebenso aber für die Weiterführung der Bestellungen in der Logistik. Durch die Abbildung aller Prozesse in dem System können wir optimal auf die Bedürfnisse unserer Kund:innen eingehen.

Welchen Anteil hatte die ECS an der Erfolgsgeschichte von Connox?

Definitiv einen sehr großen! Durch die Eigenentwicklung war es uns möglich, kurzfristig individuelle Lösungen für die optimale Erfüllung unserer Kund:innenbedürfnisse zu finden und umzusetzen. Dies betrifft sowohl den Shop, aber auch die dort abgebildeten Operationsprozesse. Das eine ist, die wechselnden Kund:innenbedürfnisse zu kennen, das andere, sie schnell technisch umzusetzen – das ist einer der wesentlichen Faktoren in der Erfolgsgeschichte.

Wie kann man sich die Arbeit in der IT bei Connox vorstellen und wie unterscheidet sie sich vielleicht von anderen? 

Mit der ECS als proprietäre Technologie können die Teammitglieder die Software von der Grundstruktur mit aufbauen. Für jede Art von Entwickler:in gibt es etwas zu tun. Durch den Shop bekommen wir ein direktes Feedback von einer Vielzahl an Kund:innen und können die User-Experience direkt steuern und verbessern. Bei uns wird es nie langweilig, denn es gibt selten ein Problem, das wir so schon einmal in identischer Form hatten.

Wie hat sich die gestiegene Nachfrage im Onlinehandel auf die ECS ausgewirkt?

Schon vor 2020 mussten wir die ECS kontinuierlich weiterentwickeln, um technische Antworten auf das steigende Volumen zu finden. Ganz deutlich haben wir die Last aber mit dem Corona-Lockdown gemerkt. Wir mussten innerhalb kürzester Zeit auf einen sprunghaften Anstieg von Bestellungen im Shop und damit von Wareneinkauf und Versand reagieren. Hinzu kamen zusätzliche IT-Anforderungen wie beispielsweise der Brexit, aber auch die zunehmende Internationalisierung. Auch hier waren wir froh, auf ein Inhouse-System direkt zugreifen und kurzfristig individuelle Lösungen umsetzen zu können.

2020 habt ihr den strategischen Investor Nine United an Bord geholt. Wieso?

Wir standen 2019 vor der Herausforderung, für das weitere Wachstum große Investitionen tätigen zu müssen. Hinzu kamen ein steigender Wettbewerbsdruck im Premium Home & Living Markt. Mit Nine United haben wir dann einen kapitalstarken Partner gefunden, der unsere Vision unterstützt, der führende europäische Onlinehändler im Premium Home & Living Bereich zu werden.

Das klingt nach großen Plänen – wie wird Connox sich aufstellen, um diese Vision umzusetzen?

Eine erfolgreiche Zukunft liegt in einer Home-&-Living-Plattform. Dabei gehört der E-Commerce zu einem der komplexesten und kostenintensivsten Geschäftsmodelle und das macht eine schnelle Umsetzung für viele unserer Hersteller zu einer Herausforderung. Mit unserer Erfahrung und unseren etablierten Prozessen können wir so ein System bereitstellen, das unseren Kund:innen einen noch umfangreicheren Zugang zu exklusiven Designprodukten ermöglicht. Insofern ist die Entwicklung dieser Plattform der wichtigste strategische Schritt.

Workshop-Raum bei Connox, ausgestattet durch Wilkhahn. (Foto: Connox)

Plant ihr das IT-Team bei Connox noch weiter aufzubauen, um die Vision der Plattform zu realisieren?

Definitiv! Wir haben bereits heute ein tolles Expert:innenteam, das gerade wieder beim Bau des neuen Lagers gezeigt hat, was alles möglich ist. Nichtsdestotrotz brauchen wir weitere Expertise, um den Weg zur Plattform beschreiten zu können. Zudem ist die Integration einer Fremdinfrastruktur in unser System eine große Herausforderung, bringt aber auch spannende Themen mit sich. All dies wäre ohne unsere Eigenentwicklung nicht möglich. Zukünftig planen wir, mehr Entwickler:innen am Standort Hannover einzustellen.

Bei Connox arbeitet ihr in der agilen Holokratie. Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag dabei?

Wir bei Connox haben uns vor einigen Jahren für die agile Holokratie entschieden, weil sie Selbstorganisation und Eigenverantwortlichkeit, aber auch interdisziplinäres Arbeiten fördert. Entsprechend haben wir auch unser Büro darauf ausgerichtet und verschiedene Arbeitsorte für Workshops, Zusammenarbeiten und die Durchführung der Sprints geschaffen. Gerade erst Anfang des Jahres haben wir unseren Innovation Hub „Silicon Valley“ eingeweiht. Dieser wurde mit Möbeln unseres Partners Wilkhahn ausgestattet, die eine flexible und kreative Arbeit ermöglichen. Wilkhahn ist inzwischen Experte für sogenannte „Human Centred Workplaces“ geworden und hat hier viele innovative Produkte, wie die ergonomischen „Free-to-Move“-Stühle, entwickelt – ein guter Fit zur Arbeitswelt von Connox.

Was wünscht du dir für Connox für die kommenden Monate?

Bis Ende 2021 wird uns vor allem die Inbetriebnahme unseres neuen Logistikzentrums in Laatzen begleiten und der Integrationsprozess mit unserem Schwesterunternehmen Ambiente Direct beschäftigen. Ab Anfang 2022 möchten wir die nächste Etappe auf den Weg zum Global-Player beschreiten und den Startschuss für die Entwicklung unserer Home-&-Living-Plattform geben.

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