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Uber wehrt sich gegen Lizenzverlust in London

Uber fährt in London aktuell auf Bewährung. (Foto: Oliver Klug/ Uber)

Die Londoner Transportbehörde sieht die Sicherheit von Passagieren gefährdet und hat Uber die Lizenz entzogen. Jetzt hat Uber Berufung gegen die Entscheidung eingelegt.

Nachdem die Londoner Transportbehörde die Lizenz für Uber im November nicht verlängert hatte, wehrt der Fahrdienstvermittler sich gegen die Entscheidung. Am Freitag hat Uber Berufung gegen den Bescheid eingelegt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die britische Behörde sah die Sicherheit der Uber-Passagiere nicht mehr gewährleistet, nachdem sie mehrere Verstöße festgestellt hatte. Der größte Kritikpunkt waren möglicherweise nicht lizensierte und nicht versicherte Fahrer.

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Sicherheitsprobleme bei Fahrer-Zulassung

Uber hatte schon mehrfach Probleme mit den Londoner Behörden. Seit Transport for London (TfL) Ubers Lizenz im September 2017 nicht verlängert hatte, fährt Uber auf Bewährung. Alle paar Monate wurde die Situation neu überprüft. Die letzte Probezeit von September bis November hat Uber nicht überstanden. Bei der Überprüfung im November entschied die Behörde sich gegen eine Lizenzverlängerung. Sie sah die Sicherheit der Passagiere nicht gewährleitet.

Der größte Verstoß sei ein Sicherheitsproblem bei der Zulassung von Fahrern. So hätten mehr als 40 Personen ihr Foto auf Profilen zugelassener Fahrer hochladen können und hätten dann als angebliche Uber-Fahrer Fahrgäste mitnehmen können. Es gehe um 14.000 Fahrten, die allesamt nicht versichert gewesen seien, weil sie nicht autorisiert waren.

Ubers Regionalmanager für Nord- und Osteuropa, Jamie Heywood, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, das Problem sei inzwischen mit neuer Gesichtserkennungssoftware gelöst. Deshalb hofft das Unternehmen doch noch auf eine Lizenzverlängerung. Solange das Berufungsverfahren läuft, darf Uber in London noch fahren. Uber zufolge nutzen in London 2,5 Millionen Menschen den Fahrdienst.

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Ein Kommentar
Chris Teuber, Köln
Chris Teuber, Köln

Die werden genau so behandelt wie ein krummer Taxiunternehmer.
Keine Steuern gezahlt, bzw. Steuerschulden? Zack und weg!
Kein geeichter Taxameter und/oder Fristen zur Eichung verschlafen? Zack und weg!
Bei dem Antrag auf eine Taxikonzession unwahre Angaben gemacht? Zack und weg!
Mehrmals Fahrer ohne P-Schein beschäftigt? Zack und weg!
Sonstige Straftaten begangen? Taxikonzession ist dann auch Zack und weg!

Das nennt man im Behördendeutsch „fehlende charakterliche Eignung ein Taxiunternehmen“ zu führen.
Was also als Damoklesschwert über jedem Taxiunternehmer schwebt, soll und muss auch für jeden anderen Personenbeförderer gelten. Im Sinne der Sicherheit der beförderten Fahrgäste.

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