Ratgeber

Weihnachten: Bis wann die Pakete noch rechtzeitig kommen

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Unsicherheitsfaktor Paketdienst: DHL, Hermes und Co. arbeiten weit über Kapazitäten

Auch wenn die Händler entsprechende Terminversprechen machen, solltest du den Unsicherheitsfaktor der Paketdienste einkalkulieren. Die arbeiten in diesem Jahr weit über ihren Kapazitäten. Es ist zu befürchten, dass selbst Großkunden nur die Kapazitäten nutzen können, die sie gebucht haben. Bisher war diese Angabe dagegen eher ein Mindestwert, der einen bestimmten niedrigeren Preis für den Versand sicherstellen sollte. Für viele Onlineshops ist das gerade in diesem Jahr ein ernsthaftes Problem, weil sie möglicherweise nicht alle Waren zum Kunden bekommen werden.

Ärger mit ausgelasteten Paketdiensten: Auch kleinere Webshops werden zu Spitzenzeiten wie zu Weihnachten nicht ohne einen zusätzlichen Dienstleister auskommen. (Foto: Antonio Guillem / Shutterstock)

Wichtig dabei aber: Hält ein Händler sein Lieferversprechen nicht ein, kann die Ware problemlos zurückgewiesen werden und im schlimmsten Fall lässt sich auch Schadenersatz geltend machen. Das dürfte zwar in der Praxis mehr Aufwand verursachen als vernünftig ist – und nur eine Option für notorische Streithansel sein–, möglich ist es aber dennoch. Den schwarzen Peter haben dabei wieder einmal die Onlinehändler. Sie bleiben nämlich gegebenenfalls auf den Versandkosten sitzen und haben mit den Rückläufern zu kämpfen.

Bei Plattformen wie Amazons Marketplace, Real und anderen solltest du außerdem darauf achten, dass du ein Angebot des Betreibers selbst erwischst. Denn nur für diese gelten natürlich die versprochenen Lieferfristen. Beachte, dass die Lieferterminangaben bei anderen Händlern meist automatisiert errechnet werden und nicht mit dem Warenwirtschaftssystem des Drittanbieters gekoppelt sind. Eine rechtzeitige Lieferung kann also auch da durchaus noch möglich sein, verlassen sollte man sich darauf allerdings nicht.

Mit leeren Händen unterm Weihnachtsbaum: Plan B für das Geschenk in letzter Minute

Ein guter (wenn auch nicht gerade repräsentativer) Plan B ist in solchen Fällen ein entsprechender Gutschein: Insbesondere Amazon-Gutscheine lassen sich innerhalb von wenigen Minuten per PDF ausdrucken. Auch viele andere Onlineshops helfen weiter, wenn alle Stricke reißen. Offenbar eine Lösung, die gar nicht wenige Kunden nutzen. Auch wenn Amazon sich wie üblich nicht in die (Gutschein-)Karten schauen lässt, erfährt man von anderen Onlinehändlern, dass diese gerade am 23. und 24. Dezember mit selbst druckbaren Gutscheinen einen enormen Umsatz machen.

Wer lieber eine der formschönen Plastikkarten als Geschenkgutschein haben und sich beim Supermarkt oder Drogeriemarkt seines Vertrauens vor Ort eindecken möchte, sollte bedenken, dass am 24. Dezember in Deutschland zahlreiche Geschäfte nicht mehr geöffnet haben werden. Dann hilft nur noch der unromantische Gang zur Tankstelle, wo es zumindest auch die Gutscheine der größten Händler von Amazon über Zalando bis Ikea gibt.

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