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Weltpremiere: Tankstelle entfernt Zapfsäulen und baut Ladesäulen

(Foto: Norwegischer Elektroautoverband)

Im norwegischen Oslo wurden weltweit erstmals an einer Tankstelle die Zapfanlagen abgebaut und gegen Schnelllader ausgetauscht. Dabei soll es nicht bleiben.

Die Symbolkraft ist beträchtlich und dem norwegischen Elektroautoverband eine Meldung wert. Am Alexander-Kielland-Platz in Oslo hat nämlich Norwegens größter Tankstellenbetreiber Circle-K Zapfanlagen abgebaut und durch Schnelllader für Elektro-Autos ersetzt. Laut Circle-K-Chef Sverre Rosén könnte es sich dabei um eine Weltpremiere handeln. Zumindest ist bislang von einem ähnlichen Vorgang nichts bekannt geworden.

Tankstellenbetreiber will weitere Stationen umbauen

Dabei soll es bei dem einen Umbau nicht bleiben, wie Rosén bestätigt. Schon in wenigen Wochen solle auch die Tankstelle in Sandvika umgebaut werden und einige weitere stünden bereits auf der Liste.

Ziel von Circle-K, die bislang 500 Tankstellen und 350 Ladestationen in Norwegen betreiben, ist es, bis zum kommenden Sommer mindestens 500 Schnellladestationen aufgebaut zu haben. Dazu verwenden sie Eigenkonstruktionen, arbeiten aber auch mit Ionity, Tesla und Green Contact zusammen.

Ereignis mit Symbolkraft: Zapfsäule raus, Ladesäule rein. (Foto: Norwegischer Elektroautoverband)

Tankstelle muss künftig zum Convenience-Store werden

Circle-K ist ein kanadischer Konzern, der in seiner Tradition eher ein Betreiber von Mini-Märkten, sogenannten Convenience-Stores, ist. Das Tankstellengeschäft kam erst später dazu. So ist Circle-K schon konzeptionell eher in der Lage, Kunden, die längere Zeit wegen eines Ladevorgangs verweilen müssen, Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Die Läden sind größer und komfortabler als die reine Tankstelle ums Eck.

Håkon Stiksrud, Direktor für Elektromobilität bei Circle-K, sieht darin einen klaren Vorteil und meint: „Gutes Essen, saubere Toiletten und nicht zuletzt nette Leute sind Elektrofahrern genauso wichtig wie allen anderen. Wir müssen am richtigen Ort sein, mit der richtigen Kapazität, viel Platz, guten Zahlungslösungen und digitalen Tools, die es den Kunden leichter machen.“

Nach seiner Auffassung müssten Tankstellen ganz besonders in diese Zusatzleistungen investieren, denn sie konkurrieren künftig nicht mehr nur untereinander, sondern auch mit der Ladesäule im eigenen Zuhause.

In Norwegen fahren bereits 250.000 Fahrzeuge elektrisch, wobei die Region Oslo besonders viele Stromer aufzuweisen hat.

Passend dazu: Elektromobilität: Lidl will Netz mit 400 Ladesäulen aufbauen

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Ein Kommentar
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Die heißen Hurtiglader. <3

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