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Weltsparen – Paypal-Investoren stecken 100 Millionen in das Berliner Startup

Weltsparen-Gründerteam: Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund. (Foto: Weltsparen)

Das Berliner Startup Weltsparen, außerhalb Deutschlands als Raisin bekannt, hat weitere 100 Millionen Euro eingesammelt. Zu den Investoren gehören wieder Paypal, Index Ventures und Ribbit Capital.

Vor etwas über einem Jahr hatte das Berliner Fintech Weltsparen, das im Ausland als Raisin firmiert, den Einstieg des Bezahldienstleisters Paypal vermeldet. Jetzt haben Paypal und weitere Bestandsinvestoren wie Index Ventures, Ribbit Capital und Thrive Capital noch einmal frisches Geld nachgeschossen. Wie die Wirtschaftswoche (Wiwo) berichtet, soll Weltsparen in der aktuellen Finanzierungsrunde insgesamt 100 Millionen Euro eingesammelt haben.

Weltsparen: Expansion nach Italien und Irland geplant

Mit der Kapitalspritze könnte das Fintech weiter expandieren. Auch strategische Übernahmen seien eine Option, erklärte CEO Tamaz Georgadze. Zuletzt hatte Weltsparen das britische Fintech PBF Solutions gekauft. Als Nächstes sollen der italienische und der irische Markt ins Visier genommen werden, wie Georgadze dem Spiegel sagte. Überlegt werde auch eine Expansion außerhalb Europas, etwa in die USA. Konkrete Pläne dazu gebe es aber noch nicht.

Wie viel Weltsparen/Raisin nach der 100-Millionen-Euro-Investition wert ist, dazu wollte sich Georgadze nicht äußern. Branchenbeobachter rechnen mit einer Bewertung zwischen 800 und 850 Millionen Euro. Damit könnte Weltsparen bald in die Riege der Einhörner mit einer Bewertung von einer Milliarde US-Dollar aufsteigen. Das hat etwa die ebenfalls in Berlin ansässige Banking-App N26 geschafft, die im Januar 300 Millionen Dollar eingesammelt hat und jetzt 2,7 Milliarden Dollar wert ist.

Ebenfalls vor dem Sprung in den Einhorn-Status steht wohl Deposit Solutions, das Startup hinter Zinspilot und Savedo. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen Dollar im Sommer 2018 ist das Fintech rund 500 Millionen Dollar wert.

Weltsparen: Börsengang erst in 3 oder 4 Jahren

Für Georgadze zählen solche Rechenspiele aber nicht viel. Der Wert einer Firma zeige sich erst, wenn der Börsengang bevorstehe, zitiert der Spiegel den Weltsparen-Chef. Ein Gang auf das Börsenparkett ist aber derzeit nicht vorgesehen – frühestens in drei bis vier Jahren sei ein IPO ein Thema, schreibt die Wiwo. Vorher soll noch die Kundenzahl, die aktuell bei rund 160.000 liegt, deutlich gesteigert werden. Auch in der Gewinnzone ist Weltsparen noch nicht. Ein Grund dafür sind hohe Marketingkosten.

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Ein Kommentar
Bulls Hit
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Mir unbegreiflich, warum diese Fintechs so erfolgreich sind. Bei N26 z. B. funktioniert seit Tagen die viel beworbene Auslandsüberweisung (Kooperation mit transferwise) nicht. Dazu schrieb man mir (hier ohne Anrede und Grußformel zitiert, ansonsten vollständige Mail):

„Ich habe mich gerade mit einem Kollegen zusammengesetzt und versucht dein Problem zu lösen. Anscheinend hast du uns gestern schon im Chat auf diesen Fehler hingewiesen. Mein Kollege … hat dir gestern in einer Mail geschrieben das es ein Fehler unserer App ist. Wir versuchen diesen Fehler beim nächsten Update zu beheben.
Wann der nächste Update erscheinen wird, kann ich dir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Wir werden aber auf dich zu kommen, sobald der Fehler wieder behoben ist. Falls du noch Fragen hast, melde dich gerne wieder bei uns.“

Da Fintechs typischerweise nur über wenige Teilfunktionen einer Vollbank verfügen, wird die Sache rasch uninteressant.

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