Analyse

Überraschender Sieger: Das sind die 22 weltweit führenden Tech-Metropolen

(Shutterstock / Lifted Up Aerial Photography)

Welche Städte haben in der Tech-Welt eigentlich die Nase vorn? Diese Frage hat der britische Immobilien-Dienstleister Savills versucht zu beantworten und die Weltmetropolen einer Analyse unterzogen.

Die dicke Überraschung: San Francisco – Heimat von Twitter, Airbnb und Salesforce – sowie Nachbar des Silicon Valleys, muss sich mit Rang zwei zufriedengeben. Berlin landet gerade so in den Top Ten. Für die Untersuchung hat Savills die größten Tech-Hubs dieser Welt in jeweils fünf Kategorien analysiert. Zuerst hat sich das Unternehmen das allgemeine Business-Umfeld angesehen: Wie viele Investments werden in der Stadt getätigt? Wie einfach ist es, ein Start-up zu gründen? Schließlich wurde das spezifische Tech-Umfeld betrachtet: Wie groß ist der Tech-Sektor? Wie viel sind die entsprechenden Unternehmen wert?

Tech-Umfeld unter die Lupe genommen

Auch das Thema Freizeit und Erholung spielte eine Rolle: Welche Erholungsmöglichkeiten gibt es vor Ort? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten? Zu guter Letzt flossen die Bildungsmöglichkeiten beziehungsweise Talent-Pools sowie die Grundstückskosten in die Analyse ein. Aus diesen Daten errechnete Savills schließlich einen Index.

Das überraschende Ergebnis: Austin ist die weltweit führende Tech-Metropole. Die texanische Hauptstadt mit knapp einer Millionen Einwohner kann der Analyse zufolge mit niedrigen Steuern, günstigen Grundstückskosten und einer starken unternehmerischen Kultur sowie einer innovativen Start-up-Szene auftrumpfen. IBM, Dell, und AMD sind in Austin bereits seit vielen Jahren sehr präsent. Außerdem richtet die Stadt jährlich das weltweit angesehene Tech-Festival „South by Southwest“ aus.

Das sind die 22 führenden Städte der Tech-Welt (Bild: Savills UK)

„Austin ist die günstigere, talentreiche Alternative zu San Francisco“


„Austin ist die günstigere, talentreiche Alternative zu San Francisco“, heißt es von den Studienmachern. Die kalifornische Stadt in unmittelbarer Nähe zum Silicon Valley mit Apple, Facebook und Google kann im Vergleich zu Austin zwar beim Thema Freizeit und Erholung punkten, nicht aber bei den Lebenshaltungskosten, und muss sich daher mit Platz zwei begnügen. New York komplettiert auf Rang drei das US-amerikanische Trio an der Spitze.

Gute Infrastruktur, gute Universitäten

Sechs der weltweit führenden Tech-Metropolen befinden sich in den USA, ebenso viele in Asien und Europa. London und Amsterdam, Platz vier und fünf, können besonders durch ihre gute Infrastruktur, beispielsweise große Flughäfen, und große Universitäten überzeugen. Die britische Hauptstadt sei als europäische Finanzhochburg Anziehungspunkt für zahlreiche Fintechs, in der niederländischen Hauptstadt seien vor allem die Grundstückskosten besonders niedrig.

Mit Berlin findet sich die erste deutsche Stadt auf Platz neun, noch hinter Toronto, Kopenhagen und Boston. Wenn es um Freizeit- und Erholungsangebote geht, führt die deutsche Hauptstadt das Ranking an. Auch bei den Grundstückskosten platziert sich Berlin im weltweiten Vergleich auf Rang vier. Weil die Stadt aber in den drei anderen Kategorien nur mittelmäßig abschneidet, ist am Ende nur Platz neun drin. Berlin habe sich in den vergangenen Jahren in Europa als Zentrum für Start-ups und Unternehmer etabliert, loben die Studienmacher und heben etwa den Musikstreakmingdienst Soundcloud hervor.

So haben die Städte in den jeweiligen Kategorien abgeschnitten. (Bild: Savills UK)

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