News

Unternehmen in Deutschland beschäftigen vergleichsweise wenige Designer

Designerin bei der Arbeit. (Foto: Shutterstock)

Eine Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen deutlich weniger Designer beschäftigen, als der weltweite Durchschnitt. Auch in Führungspositionen finden sich Designer in Deutschland eher seltener.

26,9 Designer beschäftigen Unternehmen weltweit im Durchschnitt. In der Bundesrepublik sind es hingegen durchschnittlich lediglich 17,6 Designer. Das geht aus einer Unternehmensbefragung des UX-Tool-Anbieters Invision hervor. Knapp 60 Prozent der befragten deutschen Firmen beschäftigen sogar nur fünf oder weniger Designer. Allerdings kommt die Untersuchung auch zu dem Ergebnis, dass die größten Design-Teams nicht notwendigerweise die größten Vorteile für das Unternehmen bringen.

Laut Invision sind Designer hierzulande im Schnitt auf niedrigeren Führungsebenen vertreten als im internationalen Durchschnitt. An der Spitze zeigt sich jedoch ein anderes Bild. 9,1 Prozent der obersten Führungsriege der befragten deutschen Unternehmen sind von Designern besetzt. Weltweit liegt der Wert bei nur 7,4 Prozent.

80 Prozent der in Deutschland befragten Firmen gaben an, dass Design bei Unternehmensprojekten oft oder fast immer eine Rolle spiele. Gleichzeitig hieß es von mehr als neun Prozent der hiesigen Firmen, Design sei nur äußerst selten involviert. Weltweit sagten das lediglich 3,2 Prozent. Am häufigsten wird Design von deutschen Unternehmen für die Verbesserung der Bedienbarkeit ihrer Produkte eingesetzt. Auf Platz 2 folgt die Kundenzufriedenheit. Während weltweit jedoch 30 Prozent der Firmen angaben, Design helfe bei der Kostenreduzierung, teilten in der Bundesrepublik nur 20,8 Prozent der befragten Firmen diese Meinung.

Der Einfluss von Design auf den Unternehmenserfolg

Dass Design durchaus Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens haben kann, zeigt eine im Oktober 2018 veröffentlichte Untersuchung von McKinsey. Das Beratungsunternehmen untersuchte fünf Jahre lang rund 300 börsennotierte Unternehmen darauf, wie sie mit dem Thema Design umgehen. Die Ergebnisse wurden auf einer Skala erfasst und auf einen Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Leistung der Formen untersucht. McKinsey stellte dabei eine Korrelation zwischen Designpraxis und Umsatzwachstum fest.

Ebenfalls interessant:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Sebos
Sebos

Das ist aber wenig überraschend. Die hohe Zahl an Führungskräfte dürfte auch nur auf Agenturenbesitzer & co. zurückzuführen sein? in der freien Wildbahn sind mir bislang sehr wenig Designer in Führungspositionen begegnet. Etwas besser, aber prinzipiell ähnlich schlecht gestaltet sich das bei Codern.

Das ist m.E. aber allgemein ein deutsches Problem. Hier geben immer noch BWLer und Juristen den Ton an – und wollen am liebsten unter sich bleiben. Design, Coder & co. kriegen dann max. den Exotenstatus als hilfreicher Spezialist (Depp), der ansonsten aber klein gehalten wird.

Was dabei heraus kommt, sieht man. Detailoptimierungen ohne Sinn und Zweck und ein fehlender Weitblick für die digitale Welt.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.