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Weniger Clickbait, mehr Qualität: Dos und Don’ts für den Facebook-Newsfeed

Facebook veröffentlicht neue Publisher Guidelines für den Newsfeed. (Screenshot: Facebook)

Im Kampf gegen Fake-News und Low-Quality-Content veröffentlicht Facebook neue Richtlinien für Publisher. Wir haben die wichtigsten Inhalte für euch zusammengefasst.

Um die Qualität des Newsfeeds zu erhöhen, Clickbait und Fakenews bekämpfen zu können und Seitenbetreibern dabei zu helfen, bessere Inhalte zu veröffentlichen, hat Facebook neue Richtlinien für den Newsfeed vorgestellt. Die Richtlinien sind vor allem für Publisher, also Verlage, Medien- und News-Seiten gedacht, aber natürlich auch für andere Seitenbetreiber hilfreich.

Facebook gliedert die neuen Richtlinien in drei Grundprinzipien und gibt wichtige Dos und Don’ts dafür heraus. Wir haben die wesentlichen Punkte für euch zusammengefasst.

Prinzip 1: Facebook-Nutzer schätzen informative und sinnvolle Inhalte.

Der Newsfeed soll User mit den Geschichten in Verbindung bringen, die ihnen besonders wichtig sind. Ziel des Newsfeeds ist es also nicht unbedingt, dem einzelnen User tagesaktuelle Inhalte zu präsentieren, die für die Allgemeinheit wichtig sind – oder, wie es die Guidelines sagen: „worüber die Welt lesen sollte“ – sondern die für ihn interessanten und relevante Inhalte. Publisher sollten also genau das tun, was sie am besten können: aussagekräftige Inhalte für ihre Zielgruppe interessant machen.

Don’t:

  • Die Strategien deiner Konkurrenten kopieren.
  • Suche nach einer starren Patentlösung.

Do:

  • Nutze die Facebook Insights, um herauszufinden, welche Inhalte bei der Zielgruppe am besten ankommen.
  • Füge den Facebook-Pixel ein, um Aktivitäten zu tracken.
  • Nutze Tools, die dir dabei helfen, relevante und populäre Themen und Inhalte zu finden. (Facebook empfiehlt hier natürlich die 2016 gekaufte Plattform Crowdtangle.)
  • Nutze Storytelling-Tools wie Facebook Live, Instant Articles oder 360-Grad-Videos und beobachte, welches Format bei deiner Zielgruppe am besten ankommt.
  • Optimiere deine Inhalte auf die mobile Nutzung.

Prinzip 2: Facebook-Nutzer schätzen korrekte, authentische Inhalte.

Nutzer wollen glaubwürdige und verlässliche Informationen. Authentische Geschichten finden am meisten Resonanz. Facebook arbeitet daran, besser zu verstehen, welche Inhalte User irreführend, reißerisch oder spamig finden, um diese weniger anzuzeigen. Seitenbetreiber sollten sich also darauf konzentrieren, authentische und korrekte Inhalte zu posten.

Don’t

  • Das Posten von Links, die als Clickbait gelten.
  • Das Posten von Links zu Seiten mit einer schlechter User Experience.
  • Verlinkung auf Landingpages mit anzüglichen, schockierenden oder betrügerischen Inhalten.
  • Verwendung von Pop-ups, großflächigen Bannern und anderen Anzeigen auf deinen Zielseiten, die die Nutzerfahrung beeinträchtigen.
  • Die Nutzung von Bildern, die übermäßig zugeschnitten sind oder einen Klick erfordern, um vollständig dargestellt zu werden.
  • Das Posten oder Teilen nicht-verifzierter Inhalte.
  • Nutzung falscher Play-Buttons, Link-Vorschauen oder anderer irreführenden Elemente.
  • Imitieren anderer Seiten oder Seitenbetreiber durch kopierte Profile.
  • Nutzung von Umfragen, die Likes oder andere Reaktionen erfordern, um deine Interaktionsrate zu steigern.

Do:

  • Verwende Überschriften, die eine angemessene Erwartungshaltung aufbauen, satt Informationen zurückzuhalten oder zu übertreiben.
  • Nutze informative Textpassagen und Call-to-Actions als Teaser, anstatt durch Irreführung zum Klicken zu animieren.
  • Verlinke auf Landingpages mit stichhaltigen, relevanten Inhalten.
  • Teile authentische Inhalte, basierend auf hochwertigen Quellen und verifizierten Fakten.
  • Kennzeichne umstrittene oder nachweislich falsche Inhalte als solche.
  • Nutze den Rights Manager, um deine Inhalte zu schützen.
  • Teile nur Inhalte, die du auch teilen darfst.

Prinzip 3: Facebook-Nutzer schätzen Standards für sicheres, respektvolles Verhalten.

Die Konversationen auf Facebook spiegeln die Vielfalt der Community wider, in der unterschiedliche Meinungen und Ansichten aufeinandertreffen. Damit sich alle User auf Facebook sichern können, hat Facebook Gemeinschaftsstandards entwickelt, in denen geregelt sind, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht. Publisher sollten diesen Standards unbedingt folgen.

Don’t:

  • Das Posten von Inhalten, die unangebrachte Nacktheit oder sexuelle Aktivität enthalten.
  • Das Posten von Inhalten, die zu Gewalt oder Kriminalität auffordern.
  • Das Posten von Inhalten, die Mobbing oder Belästigung fördern.
  • Das Verbreiten von Hassreden, wie Inhalte, die Personen wegen Ethnie, Nationalität, Religion, sexueller Orientierung, Geschlecht und sexueller Identität, Krankheiten oder Behinderungen angreifen.
  • Das Verbreiten von gewaltverherrlichenden Inhalten oder unnötig drastischen Darstellungen von Gewalt.
  • Das Verbreiten von Inhalten, die zu selbstverletzendem Verhalten, Essstörungen oder Suizid animieren oder dieses verharmlosen.

Do:

  • Gehe verantwortungsbewusst mit Humor, Satire oder Sozialkommentaren – gerade zu sensiblen Themen – um.
  • Arbeite mit Fakten und gehe auch auf alternative Sichtweisen ein.
  • Warne deine Zielgruppe vor, wenn Inhalte drastische Gewaltdarstellungen enthalten.
  • Überlege dir, ob und warum es notwendig ist, solche Gewaltdarstellungen zu zeigen.

Die vollständigen Richtlinien findet ihr im Hilfe-Center für Publisher.

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