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Werbeblocker vs. Facebook: Jetzt soll eine KI Anzeigen erkennen

KI soll Facebook-Anzeigen erkennen. (Foto: Piotr Swat / Shutterstock.com)

Die Firma hinter dem Werbeblocker Adblock Plus will Facebook-Anzeigen zukünftig visuell per KI erkennen. Damit geht das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Facebook und den Anbietern von Werbeblockern in die nächste Runde.

Schon seit 2016 liefern sich Facebook und die Anbieter von Werbeblockern einen Schlagabtausch. Facebook verändert immer wieder die Art und Weise, wie Anzeigen auf der Website im Quelltext dargestellt werden. Dadurch greifen die Filterregeln der Werbeblocker nicht mehr und auch die nehmen ihrerseits Anpassungen vor, um die Anzeigen dennoch herauszufiltern. Jetzt geht das Katz-und-Maus-Spiel in die nächste Runde und Eyeo, die Firma hinter dem Werbeblocker Adblock Plus, will erstmals eine künstliche Intelligenz einsetzen, um Facebook-Anzeigen visuell erkennen zu können.

Damit die Sentinel getaufte Bilderkennung allerdings wie gewünscht funktioniert, benötigt Eyeo Unmengen an Screenshots, anhand derer das Unternehmen die KI trainieren kann. Die wiederum hätte das Unternehmen mit Sitz in Köln gerne von den Facebook-Nutzern, die dazu Screenshots ihres Newsfeeds an Eyeo senden sollen. Ironischerweise setzen die Adblock-Plus-Macher zum Empfang der Bildschirmfotos auf den Messenger-Dienst von Facebook.

Knapp ein Viertel der deutschen Internetnutzer setzen Werbeblocker ein

Laut einer Erhebung des Online-Vermarkterkreis (OVK) und des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) nutzten 24,74 Prozent der deutschen Internetnutzer im vierten Quartal 2017 einen Werbeblocker. Immerhin sank die Werbeblockerquote im ersten Quartal 2018 jedoch leicht auf 23,4 Prozent. Die Organisationen sehen vor allem die Werbebranche in der Pflicht und fordern, auf besonders nervige Werbeformate wie automatisch startende Videos oder Pop-up-Anzeigen zu verzichten. Die Coalition for better Ads, zu der neben Industrievertretern wie Google, Facebook oder Appnexus auch der BVDW gehört, beschreibt auf ihrer Website, welche Anzeigenformate Internetnutzer nachweislich am wenigsten mögen und daher vermieden werden sollten.

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