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Werbefails 2018: Das waren die größten Werbepannen in diesem Jahr

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Sixt – Autofahrer, die „ein wenig übertreiben“

Werbung von Sixt ist oft unterhaltsam, zugegeben. Sie bedient sich vielfach prominenter Fehltritte – wir erinnern uns an die Werbung zur Anmietung für Umzugswagen für alle, „die einen Gauland in der Nachbarschaft haben.“ Dass Sixt jedoch auch gerne die Grenze des Anstands überschreitet und kalkulierte Tabubrüche nutzt, zeigen die zahlreichen Beispiele sexistischer Werbung.

Mit diesem Tweet setzte sich der Autovermieter erneut in die Nesseln.

Sixt-Werbung spottet über tote Radfahrer

Über 382 getötete Radfahrer im letzten Jahr kann man schonmal Witze machen, findet Sixt. (Screenshot: Twitter / Carline Mohr)

Haha, auf deutschen Straßen sterben jeden Tag Radfahrer (nach Angaben des statistischen Bundesamtes 382 im vergangenen Jahr); in vielen Fällen wegen Autofahrern, die es „ein wenig übertreiben“ aka rücksichtlos fahren. Rote Ampeln ignorieren, Radfahrer und Katzen überfahren – das sind keine Kavaliersdelikte. „Soo witzig! Den schenke ich dem Typ, der meinen Vater totgefahren hat. Der hat es auch ‚ein wenig übertrieben‘“, kommentiert Twitter-User Andrew H.

Snapchat – Would you rather …

Im Frühjahr 2018 schaltete Snapchat eine Anzeige für das Handyspiel „Would you rather…?“, bei dem die Spieler vor eine hypothetische Entscheidung gestellt werden, welche der vorgeschlagenen Optionen sie eher wählen würden. In diesem Fall: Rihanna schlagen oder Chris Brown boxen. Angesichts des Gerichtsverfahrens wegen häuslicher Gewalt gegen Chris Brown, der seine damalige Lebensgefährtin Rihanna geschlagen haben soll und dafür zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt wurde, alles andere als witzig.

Snapchat-Werbung Slap Rihanna

Diese Werbeanzeige brachte Snapchat einen saftigen Aktienabsturz ein. (Screenshot: Twitter / The Royce Man)

In einem emotionalen Posting auf Instagram wirft Rihanna Snapchat vor, sich über Opfer häuslicher Gewalt lustig zu machen, und fordert ihre Fans zur Löschung der App auf. Das schickt die Snapchat-Aktie auf Talfahrt. Snapchat entschuldigte sich für die Anzeige und sperrte den Handygame-Anbieter, von dem die Anzeige stammte, von der Plattform.

Zum Weiterlesen: Die peinlichsten Product-Placements bei Influencern

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5 Kommentare
Harald
Harald

Künstlich aufgeregt ist auch aufgeregt … Der Artikel ist für mich meilenweit unter dem üblichen Niveau von t3n.

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mkm
mkm

Wo ist denn in dem Artikel die Aufregung? Der Artikel gibt schlicht wieder, welche Werbung innerhalb des letzten Jahres zu (in diesen Fällen durchweg berechtigter) Kritik geführt haben. Es geht also weniger darum, was der Autor kritikwürdig findet, als um die dokumentierte öffentliche Reaktion auf die Werbemaßnahmen.

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Hans
Hans

„Was beleidigend / rassistisch / sexistisch ist, liegt in einzig in der Beurteilung der Betroffenen.“

Das gilt natürlich nicht für alte, weiße Kartoffeln.

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Daniel Keiling
Daniel Keiling

Hallo, ich wollte mal fragen, ob Ende 2018 der Terminus „schwarzer Humor“ eigentlich noch moralisch vertretbar ist?

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Martin Däniken
Martin Däniken

Schwarzer Humor ist out..Alice hat sich beschwert!
Es heisst jetzt „weisser männlicher repressiver vermeintlicher Humor“!
also „wmrv H!“

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