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Werbung für ICO – hohe Strafen für DJ Khaled und Floyd Mayweather

(Bild: Shutterstock/Anastasiia Bakai)

Weil sie die Werbetrommel für Krypto-Börsengänge gerührt haben, ohne anzugeben, dass sie für das ICO-Marketing bezahlt wurden, müssen Floyd Mayweather und DJ Khaled jetzt hohe Strafen zahlen.

Eine ganze Reihe von Prominenten hatte im vergangenen Jahr Werbung für verschiedene Kryptowährungen, Blockchain-Startups und Initial Coin Offerings (ICO) gemacht. Schon im November 2017 warnte die US-Börsenaufsicht SEC die Stars und Sternchen ausdrücklich, dass sie sich mit dem ICO-Marketing strafbar machen könnten. Unter anderem müsse die Quelle sowie die genaue Höhe der – direkt oder indirekt – erfolgten Bezahlung angegeben werden. An diese Vorgabe haben sich Floyd Mayweather und DJ Khaled offenbar nicht gehalten und müssen jetzt Strafe zahlen.

ICO-Anbieter zahlten 300.000 Dollar an Boxprofi Mayweather

Wie die SEC mitteilt, sollen der Profiboxer und der Musikproduzent Zahlungen, die sie für das Bewerben von ICO erhalten haben, nicht offengelegt haben und damit gegen entsprechende Regeln verstoßen haben. Mayweather soll von drei ICO-Anbietern jeweils 100.000 US-Dollar kassiert haben, darunter für das Bewerben des Centra-Tech-ICO. Diesen ICO hat auch DJ Khaled unterstützt und dafür 50.000 Dollar bekommen. Die Centra-Tech-Gründer sind von der SEC im Frühjahr dieses Jahres wegen möglichen Betrugs bei ihrem ICO verklagt worden, wie Techcrunch berichtet.

Star-Werbung für ICO: Boxer Floyd Mayweather auf Instagram. (Screenshot: Instagram/t3n.de)

Jetzt müssen sich auch Mayweather und Khaled verantworten. Die beiden Promis haben laut SEC die Untersuchungsergebnisse weder bestritten noch zugegeben und der Zahlung der Strafe zugestimmt. Mayweather muss demnach insgesamt gut 600.000 Dollar Strafe zahlen, auf Khaled kommen 150.000 Dollar Strafe zu. Darüber hinaus dürfen beide für eine Zeitlang keine Werbung mehr für Krypto-Börsengänge und ähnliche Anlageformen machen – Mayweathers entsprechendes Verbot beläuft sich auf drei, das von Khaled auf zwei Jahre. Der SEC zufolge handelt es sich um die erste Anklage gegen Einzelpersonen wegen der Bewerbung von ICO.

„Anleger sollten skeptisch gegenüber via Social Media geäußerten Anlageempfehlungen sein und keine Entscheidungen auf Basis von Promi-Vorschlägen treffen“, sagte SEC-Anwalt Steven Peikin. Social-Media-Influencer seien häufig bezahlte Werber und keine Anlagespezialisten. Die Wertpapiere, die sie anbieten, könnten Betrug sein, so die Warnung der SEC.

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