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US-Börsenaufsicht warnt Prominente: Werbung für ICOs könnte illegal sein

Paris Hilton. (Foto: Andrea Delbo/Shutterstock.com)

Die US-Börsenaufsicht SEC hat Künstler, Sportler und Influencer davor gewarnt, sich für die Bewerbung von ICOs einspannen zu lassen. Das könnte illegal sein und Geldstrafen nach sich ziehen.

Werbung für ICOs möglicherweise illegal

Der populäre Künstler DJ Khaled hat es getan, der Boxer Floyd Mayweather, ebenso wie das It-Girl Paris Hilton: Sie alle haben Werbung für verschiedene Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICOs) gemacht. Die Stars und Sternchen sollten aber vorsichtig bei der Bewerbung dieser Investmentmöglichkeiten sein, warnt jetzt die US-Börsenaufsicht SEC.

Star-Werbung für ICOs: Boxer Floyd Mayweather auf Instagram. (Screenshot: Instagram/t3n.de)

Ähnlich wie beim teilte die SEC mit. Außerdem müsse die Quelle sowie die genaue Höhe der – direkt oder indirekt – erfolgten Bezahlung angegeben werden. Anderenfalls könnte dies illegal sein.

Zugleich wandte sich die US-Börsenaufsicht an potenzielle Investoren, die überlegen, ihr Geld in ICOs zu stecken. „Wir ermutigen Anleger, Investitionsmöglichkeiten zu vermeiden, die sich zu gut anhören, um wahr zu sein“, heißt es vonseiten der SEC. Stars, so die SEC, könnten unvoreingenommen erscheinen, stattdessen aber Teil einer Werbekampagne sein.

ICOs: SEC empfiehlt Anlegern genaue Prüfung

Potenzielle Investoren sollten sich das Investment ganz genau anschauen, statt sich auf bezahlte Empfehlungen von Prominenten zu verlassen. Die SEC empfiehlt, dass man etwa den Hintergrund eines ICO-Anbieters checkt, sich zum Beispiel die letzten Finanzberichte des Unternehmens anschaut und mögliche Kosten und Risiken abwägt. Das gilt natürlich nicht nur für Initial Coin Offerings oder Token-Sales, sondern ganz generell für Anlagemöglichkeiten.

Nicht immer bewerben Prominente nur für ICO-Anbieter – manchmal treten sie auch gleich als solcher auf. So etwa Wu-Tang-Clan-Mitglied Ghostface Killah: Der US-Rapper will mit seiner Firma Cream Capital in wenigen Tagen über einen ICO rund 30 Millionen US-Dollar einnehmen. Experten zweilfen sowohl Sinn des Cream-Konzepts als auch die Legalität der Aktion an.

ICOs kämpfen derzeit mit großen Widerständen. China und Südkorea haben das Blockchain-basierte Finanzierungsmodell gleich ganz verboten. Vor dem aktuellen ICO-Hype warnte zudem Jordan Belfort alias „The Wolf of Wall Street“ und bezeichnete sie als „größten Schwindel aller Zeiten“.

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via techcrunch.com

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