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Westwing: Deshalb will das Online-Möbelhaus jetzt an die Börse gehen

Delia Fischer, ehemalige Elle-Chefredakteurin, ist eine der Gründerinnen von Westwing. (Bild: Stephan Rumpf, dpa)

Der in München ansässige Online-Möbelhändler Westwing will an die Börse. Der Börsengang könnte dem Unternehmen bis zu 147 Millionen Euro in die Kassen spülen und die internationale Expansion beflügeln.

25 Prozent seiner Unternehmensanteile von Westwing sollen in Zukunft börsengehandelt sein. Auf diese Weise werden 4,4 Millionen Anteile ausgegeben – hinzu kommen 0,66 Millionen Aktien zur Deckung eventueller Mehrzuteilungen. Die Preisspanne für die Aktien liege bei 23 bis 29 Euro pro Papier. Insgesamt könnten so gut 147 Millionen Euro Börsenwert entstehen. Die Spanne liegt dabei höher, als in früheren Gesprächen angepeilt wurde.

Das vor sieben Jahren gegründete Unternehmen hatte in der Vergangenheit schon einmal mit dem Gang an die Börse geliebäugelt, die Pläne dann aber vor zwei Jahren wieder aufgegeben. Seit 2017 schreibt das Unternehmen operativ schwarze Zahlen. Aktuell läuft’s nach Informationen des Handelsblatts rund bei Westwing – der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 22 Prozent auf 220 Millionen Euro, angepeilt sind bis Ende des Jahres 253 bis 264 Millionen Euro. Insofern ist der jetzige Zeitpunkt ideal für Westwing, um den Börsengang zu wagen, zumal die derzeitige Grundstimmung an den Märkten auch mehr als positiv ist. Hinzu kommt, dass das E-Commerce-Unternehmen mit der finanziellen Freiheit, die der Börsengang eröffnen wird, die Internationalisierung vorantreiben kann und es noch diverse Märkte in Europa gibt, in denen das Marktsegment, das Westwing abdeckt, in dieser Kombination nicht besetzt ist. Mit Rocket Internet als Partner verfügt Westwing zudem über ein in Börsengängen erfahrenes Unternehmen – und Rocket Internet hat naturgemäß selbst Interesse am Erfolg.

Westwing gewinnt durch Börsengang finanziellen Spielraum

Die Westwing-Aktien sollen ab 11. Oktober über die Frankfurter Börse im Prime-Standard gehandelt werden, die Angebotsfrist startet am 28. September und endet am 9. Oktober. Rocket Internet, die als Technologieinvestor mit aktuell 30 Prozent der Anteile an Westwing beteiligt sind, will den Börsengang nutzen, um das eigene Wachstum voranzutreiben. Für Westwing selbst soll der Börsengang die Möglichkeit für Expansion im Ausland bringen und zur Schuldentilgung beitragen.

Der Münchner Möbelhändler Westwing verdient sein Geld mit ausgewählten Möbeln, die jeweils nur wenige Tage erhältlich sind. Täglich verschickt das Unternehmen hierzu einen Newsletter, dazu kommt ein Online-Magazin, das durch Inspiration die Möbel an den Mann (oder vielmehr vor allem die Frau – 90 Prozent sind Kundinnen) bringen soll. Das Unternehmen wirbt mit Rabatten von bis zu 70 Prozent und spart sich in vielen Fällen die Lagerhaltung, da die Ware erst bei Bestellung vom Hersteller ausgeliefert wird. In der Zentrale von Westwing arbeiten 500 Mitarbeiter (mitsamt 27 Bürohunden, wie das Handelsblatt kürzlich berichtete).

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