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Wework unter Druck: Softbank will die Mehrheit am Coworking-Startup

Wework. (Foto: Shutterstock)

Medienberichten zufolge will Softbank nach dem geplatzten Börsengang die Mehrheit an Wework übernehmen. Das Coworking-Startup soll in finanziellen Schwierigkeiten stecken.

Der japanische Konzern Softbank hält über seinen Vision Fund schon rund ein Drittel der Anteile an dem Coworking-Startup Wework. Jetzt soll Softbank laut einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) die Übernahme des Steuers bei Wework planen. Um den Wework-Anteil auf über 50 Prozent zu steigern, soll der Konzern weitere Milliarden in die Hand nehmen wollen. Ziel sei es unter anderem, das Startup aus den roten Zahlen zu bringen, schreibt CNBC. Allein im ersten Halbjahr 2019 hatte Wework bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar einen Verlust von 900 Millionen Dollar eingefahren.

Der geplante Wework-Börsengang war nach einigem Hin und Her Ende September abgesagt worden, nachdem die Bewertung des Startups auf rund 20 Milliarden Dollar gesunken war. Zu Jahresbeginn hatte Softbank noch zwei Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 47 Milliarden Dollar in das Startup gesteckt. Insgesamt soll Softbank schon zehn Milliarden Dollar investiert haben und scheint jetzt angesichts drohender Abschreibungen auf seine Investitionen die Geduld zu verlieren. Der umstrittene Wework-Gründer Adam Neumann hatte zuletzt seinen Hut als Firmenchef nehmen müssen – wahrscheinlich auf Druck von Softbank.

Alternative zu Softbank-Investition gesucht

Dem WSJ zufolge steht Wework zudem finanziell unter Druck. Das Unternehmen brauche bis Ende November frisches Geld, um eine drohende Pleite zu vermeiden, schreiben Financial Times und WSJ. Die Rede ist von bis zu drei Milliarden Dollar. Allerdings sucht Wework den Berichten nach noch nach anderen Geldgebern, wohl um nicht unter die Kontrolle von Softbank zu geraten. Die Großbank JP Morgan soll an einem milliardenschweren Schuldendeal arbeiten und mit 60 möglichen Geldgebern sprechen, wie das Manager-Magazin schreibt. Wework müsste dabei angesichts seiner finanziellen Schieflage aber wohl hohe Zinsen zahlen.

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Ein Kommentar
dennis
dennis

All diese Start-ups, in die so viel Geld gesteckt wird und bei denen einfach nichts positiv wirtschaftliches rauskommt. Eine Insovenz nach der anderen. Ich frage mich ernsthaft, ob da nicht irgendwie Geldwäscherei gemacht wird oder sowas in der Art, weil das niemanden zu interessieren scheint und immer weiter Geld investiert wird.

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