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Wework verdoppelt den Umsatz – und den Verlust

Wework. (Foto: Shutterstock)

Büroraum-Anbieter Wework hat im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz verdoppelt, aber auch 1,25 Milliarden US-Dollar Verlust eingefahren. Jetzt soll der Weg zur Profitabilität beschritten werden.

Nach dem gescheiterten Börsengang, dem Abgang von CEO Adam Neumann und der Übernahme durch Großinvestor Softbank muss Wework weitere schlechte Nachrichten verkraften. Die Verluste summierten sich in den vergangenen drei Monaten auf 1,25 Milliarden Dollar – und waren damit mehr als doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf ein entsprechendes Dokument. Zwar konnte der Büroraum-Anbieter auch seinen Quartalsumsatz fast verdoppeln. Mit 934 Millionen Dollar blieb der aber weit hinter den Verlusten zurück.

Wework: Massive Expansion vor Börsengang

Hauptgrund für die hohen Verluste war laut Branchenbeobachtern, dass Wework in Vorbereitung des Börsengangs seine Expansion massiv vorangetrieben hatte. In den Wochen bis Ende September soll das Unternehmen sein Angebot um 115.000 neue Arbeitsplätze aufgestockt haben – einsamer Rekord für Wework. Insgesamt kam das Unternehmen damit auf 719.000 Arbeitsplätze in seinen zur Vermietung angebotenen Büroräumen. Das bedeutete aber auch, dass die Belegungsquote gegenüber dem Vorjahr von 84 auf 79 Prozent absank.

Die Investoren waren aufgrund des rasanten Galopps jedenfalls stark besorgt. Ende September musste Neumann auf Druck von außen gehen und der geplante Börsengang abgesagt werden. Laut dem Dokument, das Bloomberg einsehen konnte, verfügte Wework Ende September noch über zwei Milliarden Dollar an Reserven. Im November, so die Prognosen, wäre das Startup in die Pleite gerutscht. Als Retter erwies sich dann Softbank, das schon zuvor viel Geld in Wework gepumpt hatte. Die Investitionen hatten dem japanischen Tech-Konzern dann auch die Halbjahresbilanz verhagelt.

Restrukturierung bei angeschlagenem Startup

In den kommenden Monaten wird einiges an Arbeit auf den neuen Wework-Chef zukommen. Noch ist das Unternehmen auf der Suche nach einem Neuman-Nachfolger. Einer der Kandidaten ist der T-Mobile-US-Chef John Legere. Die aktuell an der Firmenspitze stehenden Co-Chefs Artie Minson und Sebastian Gunningham haben jedenfalls in einem internen Schreiben schon angekündigt, dass sie einen Plan entwerfen, um Wework auf den Weg zur Profitabilität zu bringen. Dazu seien sowohl Verkäufe von Immobilien als auch Entlassungen notwendig. Schon Ende Oktober hatten Medien über die angeblich geplante Entlassung von 4.000 Mitarbeitern berichtet.

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